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Donnerstags im Park Roman von Boyd, Hilary (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.12.2011
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Donnerstags im Park

Weil es nie zu spät ist, sich richtig zu verlieben
Jeanie führt ein ruhiges Leben: Sie arbeitet in ihrem kleinen Laden, verbringt die Abende mit ihrem Mann George und geht jeden Donnerstag mit ihrem Enkelkind auf einen Spielplatz in den Park. Doch dann lernt sie Ray kennen, der ebenfalls jeden Donnerstag mit seinem Enkel Dylan den Spielplatz aufsucht - und mit der Ruhe ist es schlagartig vorbei. Stattdessen bestimmen heimliche Treffen, SMS-Botschaften und das große Warten auf den nächsten Donnerstag ihr Leben - begleitet von gebrochenen Herzen, Familienkonflikten und großen Entscheidungen ...

Hilary Boyd besuchte in ihrer Kindheit das berühmte Roedean-Internat in Brighton. Sie arbeitete als Krankenschwester, Paartherapeutin und zuletzt als Journalistin im Gesundheitsbereich. Nachdem sie mehrere Sachbücher veröffentlicht hatte, schrieb sie "Donnerstags im Park", ihren ersten Roman, mit dem sie auf Anhieb einen Bestseller landete und die Herzen ihrer Leserinnen im Sturm eroberte.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 288
    Erscheinungsdatum: 19.12.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641067588
    Verlag: Goldmann
    Originaltitel: Thursdays in the Park
    Größe: 393kBytes
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Donnerstags im Park

20 (S. 180-181)

"George, heute Abend ist die Eröffnung von Alex' Ausstellung. Kommst du mit? Wir können in der Wohnung übernachten und morgen zurückfahren. Du hast das Apartment noch nicht gesehen." "Natürlich komme ich mit. Alex' großen Tag darf ich doch nicht verpassen." "Das heißt aber, dass wir um drei den Zug erwischen müssen." "Heute?" "Ja." "Heute ist schlecht." Nieselregen hüllte die Landschaft in düsteres Grau. "Ich muss das Gemüsebeet noch vor dem ersten Frost umgraben. Ich sollte wirklich ..." "Es geht nicht anders, George, die Vernissage ist heute." George überlegte.

"Natürlich komme ich mit", wiederholte er unsicher. "Du musst nicht. Ich kann auch Sally herbitten. Alex hat sicher Verständnis, wenn du dich nicht in der Verfassung fühlst." "Nein, ich komme mit." Ein Teil von Jeanie wünschte sich nichts sehnlicher, als dass er sie begleitete, der alte George, der solide, unerschütterliche Ehemann und Vater. Der andere Teil fürchtete sich davor, ihn so weit von der Sicherheit des Hauses wegzulocken. Angenommen, er betrank sich und benahm sich wieder wie an jenem Abend bei Chanty?

Der Zug hatte aufgrund einer Signalstörung in Axminster über eine Stunde Verspätung. Anfangs schwieg George noch und schaute mürrisch aus dem Fenster, aber dann spürte Jeanie allmählich Neugierde und Aufregung in ihm aufsteigen. Seine Augen begannen zu strahlen; er plauderte über Dinge mit ihr, die er ihrer Ansicht nach in seinem gegenwärtigen Zustand gar nicht wahrgenommen haben konnte. Es war, als ob sich plötzlich Monate gespeicherter Informationen entluden. Er redete über Lorna und Sally, das Haus, die Familie und natürlich den Garten. Als sie aus dem Zug stiegen, war er, wenn schon nicht lebhaft, so doch ein wenig fröhlicher, als hätte sich eine Wolke verzogen. Jeanie verfolgte diese Entwicklung voller Erstaunen.

Offenbar hatte ihm die selbst auferlegte Isolation in der Old Rectory eher geschadet als genützt, und der Mangel an geistiger Anregung hatte ihn tiefer in Depressionen versinken lassen. Wenn er wieder zu einem richtigen Ehemann würde, dachte Jeanie, konnte sie vielleicht doch noch optimistisch sein und wäre in der Lage zu vergessen. Die Räume der Galerie waren hell erleuchtet; an den weißen Wänden hingen bunte Bilder. Jeanie freute sich sehr über die positive Entwicklung, die die Arbeit ihres Schwiegersohns genommen hatte, und genoss die Atmosphäre inmitten der kleinen Gruppe von Gästen, die, Weinglas in der Hand, die Gemälde begutachteten und sich unterhielten.

"Dad, Mum." Chanty, die ihren Bauch geschickt mit einem eleganten schwarzen Hängerkleid und Leggings kaschierte, wirkte erleichtert darüber, sie und George zu sehen. "Wie war die Fahrt nach London?", erkundigte sie sich. Jeanie merkte, dass ihre Tochter die Tür, die Gäste, ihren Mann und die Reaktion der Kunstbeflissenen auf seine Werke im Auge behielt. Alex stand vor Angst fast erstarrt ein wenig abseits und lächelte, die großen blauen Augen aufgerissen wie ein im Scheinwerferlicht gefangenes Kaninchen.

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