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Dreizehn ist mein Glücksbringer Jugendbuch Neuerscheinung 2018 von Smith, Jennifer E. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.06.2018
  • Verlag: HarperCollins
eBook (ePUB)
11,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Online verfügbar

Dreizehn ist mein Glücksbringer

Alice glaubt nicht an Glück, dazu ist in ihrem Leben schon viel zu viel Schlimmes passiert. Dennoch schenkt sie ihrem besten Freund Teddy, in den sie heimlich verliebt ist, zum Geburtstag einen Lottoschein. Und das Unglaubliche tritt ein - Teddy knackt den 140-Millionen-Jackpot! Was zuerst wie die Erfüllung aller Träume erscheint, verändert alles zwischen ihnen. Teddy droht durch den plötzlichen Geldregen abzuheben und ist nicht mehr der, dem Alice ihr Herz geschenkt hat. Bedeutet das unverhoffte Glück im Spiel für sie Pech in der Liebe?

"Smiths lebendige Charaktere und deren Konflikte werden die Leser fesseln."
Publishers Weekly

"Dreizehn ist mein Glücksbringer handelt von allem, was mir gefällt: der ersten großen Liebe eines Mädchens, ihrem ersten großen Verlust und ihrem ersten großen Glück."
Jenny Han, New-York-Times-Bestsellerautorin

"Dreizehn ist mein Glücksbringer beschreibt auf eine intensive und realistische Weise die erste große Liebe. Der Roman ist voller Herzschmerz und Hoffnung."
Stephanie Perkins, New-York-Times-Bestsellerautorin

"[...] Jennifer E. Smith macht etwas Fantastisches, etwas Tiefgründiges und sprachlich Großartiges aus ihrer Idee [...]." Buchkultur

Jennifer E. Smith hat in Schottland an der St. Andrews Universität studiert und ihren Master in kreativem Schreiben gemacht. Bisher sind in ihre Jugendbücher in 35 Sprachen übersetzt worden. Derzeit lebt und schreibt sie in New York City.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 04.06.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959677738
    Verlag: HarperCollins
    Originaltitel: Windfall
    Größe: 2075 kBytes
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Dreizehn ist mein Glücksbringer

2. KAPITEL

Leo wartet vor der Tür. Es hat angefangen zu schneien, schwere nasse Flocken, die auf seinem dunklen Haar und dem Schulterstoff seines Mantels liegen bleiben.

"Geschafft?", fragt er, während er bereits zur Bushaltestelle geht. Als ich ihm nacheile, schlittere ich auf dem frisch gefallenen Schnee.

"Du hast keinen Schimmer, wie viel der Schein wert sein kann, oder?", frage ich, immer noch in dem Versuch, diese Zahl zu verarbeiten.

Leo zieht die Augenbrauen hoch. "Eine Mio.?"

"Nein."

"Zwei?"

"Dreihundertdreiundachtzig Millionen", verkünde ich und füge sicherheitshalber hinzu: "Dollar."

"Aber nur, wenn man gewinnt", sagt Leo grinsend. "Die meisten bekommen nur ein Stück Papier."

Ich taste nach dem Lottoschein in meiner Tasche. "Trotzdem", erwidere ich, nachdem wir an der von drei Seiten geschützten Bushaltestelle angekommen sind. "Ziemlich irre, nicht wahr?"

Wir setzen uns auf die Bank, und unser Atem dampft in der Luft, ehe er sich auflöst. Der Schnee hat Biss, und der Wind vom See ist eisig und schneidend. Wir schmiegen uns aneinander, damit uns wärmer wird. Leo ist mein Cousin, aber eigentlich fühlt er sich mehr wie ein Bruder an. Ich lebe seit meinem neunten Lebensjahr bei seiner Familie - nachdem meine Eltern im Abstand von einem Jahr gestorben waren.

In der nebelhaften Zeit nach diesen schrecklichen Ereignissen wurde ich aus San Francisco herausgerissen - der einzigen Heimat, die ich bis dahin gekannt hatte - und auf der anderen Seite des Landes bei meiner Tante und meinem Onkel in Chicago abgesetzt. Leo hat mich damals gerettet. Als ich ankam, war ich noch vollkommen außer mir und wie gelähmt von der Ungerechtigkeit einer Welt, die mir beide Elternteile mit solch erbarmungsloser Präzision geraubt hatte. Doch Leo hatte sich vorgenommen, sich um mich zu kümmern, und selbst mit neun Jahren nahm er das sehr ernst.

Wir waren ein ungleiches Paar. Ich war zart und blass, hatte das Haar meiner Mutter geerbt, so blond, dass es in einem bestimmten Licht rosig schimmerte. Leo dagegen hatte die schwimmenden braunen Augen und den dunklen Wuschelkopf seiner Mutter. Er erwies sich als lustig und lieb und unglaublich geduldig, während ich still, tieftraurig und ein wenig zurückgezogen war.

Doch von Anfang an waren wir ein Team: Leo und Alice.

Und Teddy natürlich. Nach meiner Ankunft hatten mich die beiden, die seit frühester Kindheit unzertrennlich waren, unter ihre Fittiche genommen. Seitdem waren wir ein Trio.

Als der Bus kommt, dessen Scheinwerfer den wirbelnden Schnee in nebliges Licht tauchen, steigen wir ein. Ich rutsche zum Fenster durch, und Leo streckt neben mir seine langen Beine in den leeren Gang, wo sich sofort eine Pfütze unter seinen nassen Stiefeln bildet. Ich hole die Geburtstagskarte aus der Tasche, die ich für Teddy gekauft habe, strecke wortlos die Hand aus, und Leo reicht mir automatisch seinen schweren Füllfederhalter, den er immer mit sich herumträgt.

"Übrigens habe ich deine Idee übernommen", sagt er und holt eine Zigarettenschachtel heraus. Er dreht sie zufrieden in den Fingern. "Noch ein Vorteil, wenn man endlich achtzehn ist. Er raucht nicht, ich weiß, aber das ist allemal besser als der Gutschein für eine Umarmung, den er mir geschenkt hat."

"Eine Umarmung?", frage ich und sehe ihn an. "Ich habe einen für ein Eis bekommen, das ich auch noch selbst bezahlen musste."

Leo lacht. "Das passt zu ihm."

Ich drücke die Karte gegen den Vordersitz und versuche, sie ruhig zu halten, obwohl der Bus so schaukelt. Doch als ich die leere Innenseite betrachte, beginnt mein Herz zu rasen. Als Leo merkt, dass ich zögerlich über den Sitz rutsche, rückt er noch mehr zum Gang, damit ich in Ruhe schreiben kann. Einen Augenblick schaue ich auf seinen Rücken und frage mich, ob er nur höflich ist oder ob er mich endlich durchschaut hat. Bei der Vorstellung brennen meine

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