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Driven. Starkes Verlangen Band 7 - Roman von Bromberg, K. (eBook)

  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Driven. Starkes Verlangen

Kriegsberichterstatter Tanner Thomas liebt das Leben am Limit. Ständig stürzt er sich in neue Gefahren, immer auf der Jagd nach der nächsten Story - bis die Fotojournalistin Beaux Croslyn auftaucht. Doch die beiden müssen ihre Leidenschaft verbergen. Denn auch Beaux hat ihre Geheimnisse ...

K. Bromberg lebt mit ihrem Mann und ihren drei Kindern im südlichen Teil Kaliforniens. Wenn sie mal eine Auszeit von ihrem chaotischen Alltag braucht, ist sie auf dem Laufband anzutreffen oder verschlingt gerade ein kluges, freches Buch auf ihrem eReader. DRIVEN. Verführt ist der Auftakt ihrer hochgelobten DRIVEN-Trilogie.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641200886
    Verlag: Heyne
    Serie: Driven Bd.7
    Originaltitel: Hard Beat
    Größe: 2571 kBytes
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Driven. Starkes Verlangen

Die Metalltür klemmt.

Das stört mich nicht, denn das bedeutet, dass vermutlich schon lange keiner mehr hier oben war. Außerdem gefällt es mir, mich körperlich anstrengen zu müssen, um das verdammte Ding zu öffnen.

Ich ramme meine Schulter gegen die Tür, und sie fliegt auf und knallt gegen die Betonwand. Der Krach hallt in der Stille der Nacht wider, und ich bleibe einen Moment lang reglos stehen. Mit einem Mal bin ich misstrauisch, obwohl es normalerweise kein Fleckchen in dieser krisengeschüttelten Stadt gibt, an dem ich besser zur Ruhe kommen kann als hier.

Ich war nicht sicher, wie ich mich fühlen würde, wenn ich zum ersten Mal wieder auf dem Dach stünde - und ob es klug sei, gleich am ersten Abend hier hinaufzugehen, doch nun, da ich hier stehe, spüre ich, dass es richtig war. Hier an "unserem Ort" kann ich mich den Erinnerungen stellen und sie vielleicht ein für alle Mal aus meinen Träumen verbannen.

Der Lärm der Straßen unter mir dringt schwach zu mir herauf, und Staubpartikel tanzen im Licht der offenen Tür. Ich muss mich dazu durchringen, über die Schwelle zu treten. Nachdem ich die Tür gesichert habe, damit sie nicht zufällt und mich ausschließt, wandere ich langsam über das Dach bis zu der Stelle am anderen Ende hinüber. Gespannt umrunde ich den niedrigen Aufbau in Form eines Pluszeichens, in dem sich ein Teil der Klimaanlage des Hauses befindet, und stelle erleichtert fest, dass noch alles da ist.

Die zusammengefaltete Plane liegt neben der bezogenen Matratze, und als ich an der Wand dahinter den Zettel mit WILLKOMMEN ZURÜCK, TANNER entdecke, muss ich lachen.

Und dann wird mir bewusst, was die Jungs, die unten in der Bar feiern, für mich getan haben. Über die vielen Monate hinweg haben sie mir diesen Ort erhalten, weil sie genau wussten, wie sehr ich die Einsamkeit hier oben brauche und was mir dieses Fleckchen bedeutet. Ich lasse mich auf die Matratze sinken, lehne mich mit dem Rücken an die Wand und blicke hinaus auf die Stadt, die für mich Fluch und Segen zugleich ist. Ich brauche das Adrenalin, das nur hier so berauschend durch meine Adern pulst, aber was mir meinen Job verschafft, bedeutet für viele Menschen das Ende von Hoffnung und Träumen. In der Ferne blinken die Lichter wie Leuchtfeuer im Minenfeld des Elends.

Ich setze die Flasche Whiskey an und trinke. Die Schärfe in meiner Kehle tut mir gut, erinnert sie mich doch daran, dass ich noch hier bin und dass ich lebe.

Stella nicht.

Ich schüttle den Kopf. "Oh, Stella. Es ist komisch, ohne dich hier zu sitzen."

Und plötzlich strömt die bittersüße Erinnerung an unser letztes Mal hier oben mit Macht auf mich ein, und das Brennen, das sie verursacht, ist zehnmal stärker als das des Whiskeys ...

"Sag mal, Tan ... fragst du dich eigentlich manchmal, ob dir die einmalige Chance auf Glück bereits begegnet ist und du es bloß nicht erkannt hast?"

Stella, die den Schmutzstreifen auf ihrer Wange vom Tag im Gelände wie eine Auszeichnung trägt, wirft mir einen Blick zu. Sie hat einen Ausdruck in den Augen, der normalerweise in jedem Mann den Fluchtinstinkt weckt, weil er bedeutet, dass sie Themen ansprechen will, die Männer meiden wie die Pest. Aber erstens ist sie nicht meine , sondern eine Freundin, und zweitens möchte ich wissen, worauf sie hinauswill.

"Du wirst mir jetzt hier aber nicht rührselig, oder?" Ich halte ihr den Styroporbecher mit dem Kaffee-Kahlúa-Mix hin, und sie trinkt einen Schluck und zieht scharf die Luft ein. Das Zeug ist verdammt heiß.

"Geh mir nicht auf den Keks, Thomas, und hör mir zu."

"Dann erkläre dich bitte." Ich schüttle den Kopf, als sie mir den Becher zurückgeben will. Ich brauche etwas Stärkeres als einen versetzten Kaffee, aber dazu treffe ich mich später mit Pauly. Jetzt geht es mir nur um unser Ritual, nach einem harten Tag außerhalb der vermeintlich schützenden Stadtmauern wieder herunterzukomm

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