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Du sollst nicht töten von Holst, Kirsten (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.02.2016
  • Verlag: Saga Egmont
eBook (ePUB)
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Du sollst nicht töten

Noch ein Fall für den beliebten Kriminalkommissar Høyer: Die kleine jütländische Gemeinde ist erschüttert: Schon wieder wurde ein junges Mädchen ermordet. Die 16-jährige Birte ist bereits die dritte Tote: vergewaltigt, erdrosselt und den Schädel eingeschlagen. Die Polizei tappt im Dunkeln, die einzige Spur, ein Auto, führt nirgendwo hin. Dann wird auch noch der alte Pastor Gorm Villadsen auf dem Friedhof erschlagen aufgefunden. Hat der Lottogewinn der Tippgemeinschaft oder das Haschischlager im Kirchturm mit dem Mord zu tun? Gibt es einen Zusammenhang zwischen allen vier Toten? Der Neffe des Pastors ist verdächtig und auch seine Tante hat offensichtlich etwas zu verbergen. Kommissar Hoyer würde sich eigentlich lieber seinen Rosen widmen und die Ermittlungen seinem Assistenten Therkelsen überlassen, als diesen komplizierten Fall zu lösen ... Elegant präsentiert Kirsten Holst, die dänische Queen of Crime, den Leserinnen und Lesern die überraschende Aufklärung der Fälle. AUTORENPORTRÄT Kirsten Holst (1936-2008) wurde in Lemvig, Dänemark geboren. Ihr Vater war ein Polizeibeamter. Holst hat insgesamt 14 Kriminalromane über die Polizeiarbeit in der dänischen Provinz geschrieben. Ihre Bücher wurden bereits ins Norwegische, Schwedische, Finnische, Deutsche, Holländische, Tschechische und Japanische übersetzt. REZENSION 'Kirsten Holst schreibt Spitzenklasse.' - Berlingske Tidende "Unsere Krimi-Königin, deren Königreich vielleicht kleiner war als das englische oder schwedische, aber deren Regime milder war" - Politiken REZENSION von IN DEN SAND GESETZT 'Ein einfach gehaltener Krimi, solide aufgebaut und sehr flüssig zu lesen. Große Höhepunkte sucht man vergebens, ist aber meiner Ansicht nach auch gar nicht so wichtig. Nette 218 Seiten die ich gerne gelesen habe.' - blueknight, Lovelybooks.de 'In Dänemark sind die Romane der Holst Bestseller, Amerika hat ihr den Edgar-Allen-Poe-Preis verehrt. Vergnüglich die Motiv- und Mördersuche, genau die richtige Unterhaltung für längere Abende am Kamin.' - Blitz Leipzig REZENSION von WEGE DES TODES 'Die Charaktere sind sorgfältig gezeichnet, ihre Sprache ist authentisch und klar und die Atmosphäre sachlich und lebendig - zugleich ein bisschen wie ein Wallander-Krimi und doch mit ganz eigener Note. Bitte mehr davon!' Lit4.de REZENSION von VOLLES HAUS 'Es gibt eigentlich keinen Grund, warum Kirsten Holst, die dänische Queen of Crime, in Deutschland nicht genauso bekannt ist wie ihre nordischen Mörderkollegen Mankell oder Indridason. Geradlinig und ohne viel Schnickschnack spinnt sie einen spannenden und vor allem logisch aufgebauten Plot, dessen Fäden sie zu jeder Zeit in der Hans behält.' - literature.de 'Zeitloser klassischer Kriminalroman. Das Buch präsentiert sich dabei als klassischer Ermittlungskrimi mit zwei sympathischen Kommissaren. Der Kriminalfall ist interessant und das Buch liest sich flüssig und unterhaltsam. Der Krimi ist erstmalig schon 1982 erschienen, man merkt der Geschichte aber eigentlich überhaupt nicht an (weder sprachlich noch inhaltlich), dass sie schon über 30 Jahre alt ist, abgesehen davon, dass es noch keine Handys gibt, könnte sie genauso gut heute spielen.' - Lilith79, Lovelybooks.de REZENSION von DU SOLLST NICHT TÖTEN 'der kleine aber feine, dialogbetonte Whodunit aus Dänemark, den zu Lesen mir sehr viel Spaß gemacht hat. Die beiden Kriminalkommissare Hoyer und Therkelsen sind, auch wenn stellenweise etwas knorrig, sehr sympathisch und vor allem kompetent. Der Anteil der Ermittlungsarbeit und des Privatle

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 220
    Erscheinungsdatum: 10.02.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788711451076
    Verlag: Saga Egmont
    Größe: 1293 kBytes
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Du sollst nicht töten

1.

Er drehte den Körper halb zur Seite und ließ sich rücklings auf den feuchten Waldboden fallen. Sein Atem ging in kurzen, keuchenden Zügen und der säuerlich beißende Geruch, der vom Erdboden aufstieg und sich mit dem durchdringenden, an Heringslake erinnernden Duft von Weißdorn vermischte, schnürte ihm die Kehle zu. Er blieb noch einen Moment liegen, spürte, wie der Puls langsam wieder zu seinem gewohnten Rhythmus zurückfand, und schaute in den blassgrauen, stumpfen Himmel hinauf, der an den lichten Stellen zwischen den Bäumen über ihm schwebte. Er fühlte sich erschöpft und vollkommen leer. Leer, aber triumphierend. Vollendet.

Er sah das Mädchen nicht an, das regungslos an seiner Seite lag, begann stattdessen, sich die Hose wieder hochzuziehen, weiterhin auf dem Rücken liegend. Man sollte ihn nicht mit heruntergelassener Hose erwischen. Er hob den Körper zu einer Brücke, während er sich das Hemd in die Hose stopfte und den Reißverschluss zuzog, stand dann langsam auf und ging ein paar Schritte zu einem Stapel aus Holzscheiten, auf dem er seine Jacke abgelegt hatte. Es wurde jetzt langsam hell. Er konnte alles um sich herum deutlich erkennen, graue und schwarze Konturen, denn die Farben waren noch nicht hinzugekommen, nur die Dolden des Weißdorns ließen sich als weiße Flecken vor dem dunklen Hintergrund erahnen. Im Übrigen hatte er die ganze Zeit schon sehen können, denn er konnte gut im Dunkeln sehen. Wie eine Katze, pflegte er zu sagen.

Sein Puls war jetzt wieder fast normal. Er zog seine Jacke an und tastete sie unwillkürlich ab, ob er auch alles hatte. Die Brieftasche in der Innentasche, Zigaretten und Feuerzeug in der rechten Jackentasche, die Autoschlüssel in der linken.

Leer, aber triumphierend. Er hatte es wieder getan. Es, das schlimmer war als der Tod!

Unsinn. Die hatten doch keine Ahnung, wovon sie redeten. Der Tod war das Schlimmste. Er wusste es und die Mädchen wussten es auch. Sie weinten und flehten ihn an und waren zu allem bereit, versprachen alles, machten alles. Er beherrschte sie, demütigte sie, verängstigte sie. Er hatte die Macht.

Sie waren so erleichtert, wenn sie es überstanden hatten. Es, das schlimmer war als der Tod. Er ließ ihnen Zeit, sich erleichtert zu fühlen und zu glauben, dass es damit getan war.

Und erst dann kam, wovor sie wirklich Angst hatten!

Er ging zu der Kleinen zurück, die noch genauso dalag wie zuvor. Er würdigte sie keines Blickes, bückte sich nur, packte sie bei den Fußgelenken und begann, sie zum Holzstapel hinüberzuzerren. Die welken Blätter raschelten und ein paar Zweige knackten unter ihr. Und dann war da plötzlich ein anderer Laut. Ein Stöhnen? Oder ein Wimmern?

Er ließ ihre Füße fallen und sie fielen schwer und leblos auf den Waldboden; aber da war etwas gewesen. Ein Laut. Sie war nicht tot. Sie war nicht tot. Sie hatte ihn hereingelegt, dieses kleine Luder. Ihn hereingelegt. Sie war nicht tot.

Er stand da, immer noch ein wenig vorgebeugt, und starrte sie an, und während er so dastand und starrte, zog sie langsam ihre Beine ein wenig an, streckte sie und zog sie von neuem wieder an.

Er spürte, wie ihm am ganzen Körper der Schweiß ausbrach und eine erstickende Angst Besitz von ihm ergriff. Er wollte schreien, sich erbrechen, fliehen, zum Auto stürzen und wegfahren. Eine ganze Reihe verschiedener Impulse kämpfte in ihm um die Vorherrschaft und lähmte ihn völlig. In wenigen Sekunden würde sie die Augen aufschlagen und dann würde etwas Schreckliches geschehen. Er wusste nicht was, wusste nur, dass es unvorstellbar grauenhaft sein würde.

Er kannte dieses Gefühl. Es war das gleiche Gefühl wie damals bei der Sache mit der Wespe.

Er hatte im Badezimmer eine Wespe erschlagen. Wie man das so macht. Nur eine ganz gewöhnliche Wespe, die dort herumsummte. Er hatte sie mit der Zeitung erschlagen, die er dabeihatte, sie ins Waschbecken geworfen und hinuntergespült. Aber plötzlich, währ

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