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Du und ich und dieser Sommer Roman von Westphal, Yvonne (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.09.2016
  • Verlag: Forever
eBook (ePUB)
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Du und ich und dieser Sommer

Eigentlich hatte Nicole überhaupt nicht vor, sich zu verlieben, aber ihr Herz hat einen eigenen Plan. Blöd nur, dass ihr Schwarm ausgerechnet der größte Aufreißer der Schule sein muss, der auch noch unverschämt gut aussieht. Milias mit seinen dunklen Haaren, braunen Augen und der sommergebräunten Haut. Nicole ist überglücklich, als Milias tatsächlich mit ihr zusammen sein will. Doch sie ahnt nicht, dass sich das Leben der beiden für immer verändern wird. In diesem Sommer werden ihre junge Liebe und ihre Freundschaften auf eine harte Probe gestellt ...

Yvonne Westphal wurde am 9. April 1989 als waschechter Widder in Regensburg geboren und ist in der Voreifel nahe Köln aufgewachsen. Nach dem Abitur studierte sie Medienmanagement der Fachrichtung PR & Kommunikation und arbeitet seit 2012 als Filmproduzentin und Medienstrategin. Privat hat sie die große Liebe schon gefunden und ist seit mehr als zehn Jahren glücklich liiert. "Du und ich und dieser Sommer" ist ihr erster veröffentlichter Roman und richtet sich wie all ihre Werke an Jugendliche und (junge) Erwachsene, die an die große Liebe glauben und sich verzaubern lassen wollen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 304
    Erscheinungsdatum: 09.09.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958181212
    Verlag: Forever
    Größe: 3422 kBytes
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Du und ich und dieser Sommer

1 Seelenverwandt

Nicole

"It's Karma, bitch!"

Die gesamte Klasse starrte entgeistert auf meine beste Freundin Lucy, die weiter seelenruhig eine meiner Strähnen flocht.

"Lucy?", fragte jetzt auch unser Lehrer - beziehungsweise Ersatz-Referendar, denn unsere Ethiklehrerin war heute krank und der arme Kerl hoffnungslos überfordert mit unserer chaotischen Klasse eine Woche vor den Sommerferien.

"Meine Interpretation von Schicksal", erklärte Lucy mit einem Kopfnicken zur Tafel, auf der verschiedene Handschriften ihre Assoziationen zu "Schicksal" hinterlassen hatten. Meine Augen flogen über die Worte - Glück. Bestimmung. Gott. Engel. Unglück. Aberglaube. - und blieben erneut an "Liebe" haften. Ich mochte, wie Hannah das "L" verschnörkelte.

"Schicksal ist für mich, dass sich Seelen, die zusammengehören, in jedem Leben erneut finden, bis sie gemeinsam die Stufe des höchsten Glücks im karmischen Rad erreichen", erklärte Lucy.

Ich drehte den Kopf, um meine beste Freundin verstört anzusehen, woraufhin ihr meine halb geflochtene Strähne beinahe aus der Hand glitt.

"Du schaffst es echt, in allem dein Karma-Zeug zu sehen, oder?", ätzte Fabian hinter uns.

Lucy drehte sich zu ihm um und antwortete mit der Miene einer Märtyrerin: "Eines Tages, Fabian, wirst auch du begreifen, dass alles im Leben Karma ist. Oder Schicksal, wenn dir das besser gefällt, oder göttliche Fügung."

"Oder Bullshit-Talk", meinte Fabian und erntete einige Lacher, aber Lucy war noch nicht fertig.

"Auch, wenn es für deine unsterbliche Seele dann vermutlich zu spät sein wird. Aber hey, mehr Glück im nächsten Leben!" Sie grinste fröhlich.

"So lange du mir im nächsten Leben nicht wiederbegegnest."

Lucy lachte. "Wohl eher nicht, denn wir sind weder seelenverwandt, noch gehören wir zur selben karmischen Familie."

"Whatever, Lucy."

"Fabian, respektiere bitte Lucys Meinung. Und Lucy, würdest du dich jetzt bitte wieder nach vorne drehen - und endlich Nicoles Haare loslassen?", versuchte der arme Referendar, wieder das Ruder zu übernehmen.

Lucy drehte sich um, ließ meine Strähne jedoch nicht los, sondern flocht ungerührt weiter. Herr Lohmann schien erleichtert, als sich Emily meldete und eine Frage stellte, die ich nicht hörte, weil ich mich zu Lucy lehnte und wisperte: "Lucy, was redest du da für Zeug von Wiedergeburt und Seelenfamilien? Das ist super creepy!"

Sie legte mir die geflochtene Strähne behutsam über die Schulter. "Ach, Mausi! Das muss dir keine Angst machen. Das heißt eigentlich nur, dass irgendwo da draußen jemand auf uns wartet, der uns vollkommen macht, und jemand anders uns dabei hilft ihn zu finden."

Ich betrachtete die verschiedenen Blondschattierungen in meiner geflochtenen Strähne und musste unwillkürlich lächeln.

"Ein Schutzengel!", frohlockte ich. " Du bist mein Engel, Lucy."

Sie hob belustigt die Brauen, und wir tauschten einen langen Blick, bevor wir beide in prustendes Lachen ausbrachen.

Lucy war tatsächlich eher Teufelchen als Engelchen. Selbst ihre Mutter mutmaßte in regelmäßigen Abständen, dass ihr Name nicht von "Lucia", Licht, abstammte, sondern von "Luzifer", dem Teufel. Trotzdem war sie meine beste Freundin, seit ich denken konnte. Sie half mir aus jeder Patsche, sie vervollständigte mich. Sie war definitiv meine Seelenverwandte.

"Nicole und Lucy!", ärgerte sich Herr Lohmann. "Ist die Friseur-Stunde endlich beendet?"

Wir grinsten beide unser liebenswürdigstes Grinsen wie zweieiige Zwillinge. Denn äußerlich hatten wir nicht wirklich viel gemeinsam: Sie groß und sportlich, mit rotblonden Haaren und blauen Augen. Und ich klein, schmal, hellblond und grünäugig.

Herr Lohmann richtete seinen unbeeindruckten Blick auf mich: "Dann kannst du uns ja sicherlich zusammenfassen, was Schicksal ist, Nicole."

"Na klar!", kicherte ich, "Schicksal ist das, woran jeder

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