text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Dumm gelaufen, Darling Julia Romantic Stars Bd. 9 von PHILLIPS, CARLY (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.08.2009
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
5,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Dumm gelaufen, Darling

Das eine hat man, das andere braucht man nicht. Lily Dumont allerdings hat beides: viel Geld und einen Onkel, der es ihr abluchsen will. Kurzerhand bringt sie das Vermögen in Sicherheit und sich selbst über einen inszenierten Unfall zum Verschwinden. Nach zehn Jahren aber will ihr Onkel Marc sie für tot erklären, um endlich in Besitz des Reichtums zu kommen. Dumm gelaufen, Darling. Lily muss sich also wieder etwas einfallen lassen und bittet wie schon damals ihren Jugendfreund Tyler um Hilfe. Und weil der nicht nur Lilys Geld, sondern sich selbst auch einen Platz an ihrer Seite sichern will, machen die beiden sich ans Werk ....

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 15.08.2009
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783862953691
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 361 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Dumm gelaufen, Darling

1. KAPITEL

Das Gerichtsgebäude von Hawken's Cove war der Mittelpunkt der Stadt. Das alte Steinhaus diente jedermann zur Orientierung. Wenn man links abbog, lag das "Tavern Grill" auf der rechten Seite, ebenso die "Night Owl's Bar", und wenn man rechts abbog, war an der nächsten Ecke die Tankstelle. Die Eisdiele befand sich gegenüber.

Als Rechtsanwalt verbrachte Hunter seine Tage im Gerichtsgebäude, wenn er einen Prozesstermin hatte. Wenn nicht, arbeitete er in seinem kleinen Büro, das sich in der Straße dahinter befand. Manch einer mochte es merkwürdig finden, dass Hunter nach dem, was ihm in seiner Kindheit widerfahren war, in Hawken's Cove geblieben war. Doch die guten Erinnerungen überwogen, und sein engster Freund sowie die einzige Familie, die Hunter etwas bedeutete, wohnten ebenfalls noch hier.

Hunter hatte niemals daran gedacht, Hawken's Cove zu verlassen, doch um seinem Leben etwas mehr Würze zu verleihen, wohnte er im zwanzig Autominuten entfernten Albany, einem Ort, der im Hinterland von New York einer Stadt am nächsten kam.

Er verließ das Gericht um vier Uhr nachmittags und steuerte direkt auf die großen Eingangstüren zu. Er hatte heute einen schwierigen Fall gewonnen. Ein unschuldiger Mann, der sich keinen teuren Rechtsbeistand leisten konnte, war Hilfe suchend an ihn herangetreten, und er hatte sein Bestes gegeben. Dies waren die Fälle, die Hunter liebte. Die Reichen und Mächtigen vertrat er nur, um solche kostenlosen Vertretungen annehmen zu können.

Nachdem er monatelang jeden Tag lange gearbeitet hatte, sehnte er sich nun nach einem starken Drink und mindestens vierundzwanzig Stunden, in denen er sein Gehirn nicht anstrengen musste. Doch als er das Büro der Justizbeamtin passierte, fiel sein Blick auf ein Paar lange Beine und knallige pinkfarbene High Heels. Es gab nur eine Frau, die Schuhe in dieser Farbe trug.

"Molly Gifford", sagte Hunter und blieb neben seiner ehemaligen Kommilitonin stehen. Sie hatten seinerzeit um den ersten Rang an der Albany Law School konkurriert. Es wurmte ihn, zugeben zu müssen, dass sie gewonnen hatte.

Nach dem Abschluss hatten sich ihre Wege getrennt. Molly hatte einen Job in einem anderen Bundesstaat angenommen, doch kürzlich war sie hierhergezogen, und im letzten Monat hatte er fast täglich das Vergnügen gehabt, ihre Beine zu bewundern. Ihr Umzug kam überraschend, denn Molly war weder in Hawken's Cove geboren noch hier aufgewachsen. Als er sie nach dem Grund gefragt hatte, hatte sie etwas von der Versöhnung mit ihrer Mutter erwähnt - und weiter nichts.

Molly richtete ihre Aufmerksamkeit von der Justizbeamtin, mit der sie gesprochen hatte, auf Hunter und blickte ihn mit ihren braunen Augen an. "Hunter", sagte sie mit einem einladenden Lächeln. "Wie ich höre, kann man dir gratulieren."

Hunter war nicht überrascht, dass sie schon davon wusste, doch es war ihm eine Genugtuung. Wenn sie ihm nicht gratuliert hätte, hätte er ihr selbst von dem Sieg erzählt. Er hielt nicht allzu viel von Bescheidenheit, jedenfalls nicht, wenn es darum ging, vor einer Frau gut dazustehen.

"Die Neuigkeiten verbreiten sich ja schnell."

"Ein Sieg gibt immer Anlass zum Klatsch. Ich hoffe, du feierst ihn", erwiderte sie.

Was er an Molly immer bewundert hatte, war ihre Bereitschaft, den Erfolg anderer anzuerkennen. "Ich könnte mich dazu überreden lassen." Er lehnte sich gegen den Aktenschrank und sah ihr in die Augen. "Kommst du mit auf einen Drink?"

"Ich kann nicht", schüttelte sie den Kopf. Ihr blondes Haar umschmeichelte in weichen Wellen ihr Gesicht, und er spürte die vertraute Anziehung in sich aufwallen.

Ihre Antwort überraschte ihn nicht. Er fragte, sie lehnte ab. Selbst damals im Studium hatten sie dieses alte Spiel gespielt. Er hatte gewusst, warum er nicht hartnäckiger wurde. Molly war ein nettes Mädchen, und es war leichter, mit den nicht ganz so Netten etwas Ernsterem aus dem Weg zu gehen. Mit

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen