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Dunkle Symphonie der Liebe von Feehan, Christine (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.01.2016
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Dunkle Symphonie der Liebe

Byron ist Karpatianer - eine uralte Spezies, die ihre Gestalt verändern, durch die Lüfte fliegen und mit den Wölfen jagen kann. Ohne das Licht in seinem Leben ist er der Versuchung der Dunkelheit gefährlich nah. Doch eines Tages hört er Musik - die schönste, die seine Ohren je vernommen haben, und er weiß, wo er das Licht finden kann ...

Antonietta Scarletti ist blind, doch die Musik hilft der jungen Pianistin über diesen schmerzlichen Verlust hinweg. Als sie Byron begegnet, entdeckt sie eine ganz neue Leidenschaft und ihre geheimsten Fantasien werden plötzlich Wirklichkeit ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 500
    Erscheinungsdatum: 11.01.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732520107
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Größe: 1389kBytes
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Dunkle Symphonie der Liebe

Kapitel 1

D ichter Nebel verhüllte den Himmel und dämpfte jedes Geräusch, jeden Laut von Verschwörung und heimlichem Mord in der Nacht. Von finsteren Absichten, die sich in weißen, wirbelnden Schwaden und tiefen Schatten verbargen. Der Nebel war die perfekte Tarnung für den Räuber, der auf der Suche nach Beute geräuschlos über den Himmel zog. Schon viel zu lange war er allein und weit entfernt von seinem Volk und musste ständig gegen den heimlichen Lockruf der dunklen Macht des Bösen kämpfen, der jeden wachen Augenblick seines Daseins in ihm laut wurde.

Tief unter ihm waren Menschen, seine Beute. Seine Feinde. Er wusste, was sie mit einem seiner Art machen würden, falls sie ihn entdeckten. Noch immer schrak er halb erstickt aus dem Schlaf hoch, wurde in diesen ersten Augenblicken des Erwachens von seiner Vergangenheit überwältigt. Sein Körper würde für alle Zeiten die Spuren der Folter tragen, auch wenn es eigentlich unmöglich war, seiner Art Wunden zuzufügen, an die bleibende Narben für alle Zeit erinnerten. Er war Karpatianer, eine Spezies, so alt wie die Zeit selbst, und verfügte über unvorstellbare Fähigkeiten, die ihm ermöglichten, das Wetter, das Land und sogar Tiere zu beherrschen. Er konnte seine Gestalt ändern und hoch in die Lüfte aufsteigen oder mit den Wölfen laufen, aber ohne Licht in seiner Dunkelheit konnte er leicht ein Opfer der Einflüsterungen, die ihn auf die dunkle Seite der Macht locken wollten, und durch und durch schlecht werden, einer der Untoten, wie es so viele seiner Art, die den Kampf aufgegeben hatten, geworden waren.

Er bereiste die ganze Welt, um Vampire zu jagen und zu versuchen, sein Leben in einer Welt von Finsternis und Einsamkeit im Gleichgewicht zu halten. Seine Ehre aufrechtzuerhalten, die er verloren zu haben glaubte. Bis er irgendwann die Musik hörte. Sie kam aus einem Fernsehgerät in einem der Läden, an dem er spätabends vorbeikam, und berührte ihn in einer Weise, wie ihn nie zuvor etwas berührt hatte. Fesselte ihn. Faszinierte ihn. Umgab seine Seele mit goldenen Klängen, bis er nur noch an die Musik dachte. Er konnte im Geist nur noch die Musik hören. Sie hatte so viel Macht über ihn, dass sie sogar den unablässigen Hunger übertönte, der ihn beherrschte. Magisch angezogen von der Musik, zog er nach Italien. Und dort blieb er, aus anderen, weit zwingenderen Gründen.

Lautlos und ungesehen flog er über den Himmel, in dieselbe Richtung, in die es ihn bei jedem Erwachen unwiderstehlich zog. Mit seinem scharfen Geruchssinn fing er zusammen mit dem salzigen Geruch der See den Treibstoff eines Boots auf, das auf den stampfenden Wogen hin und her geworfen wurde. Der Wind trug ihm auch den Geruch von Menschen zu. Einen kurzen Moment lang verzogen sich seine Lippen zu einem stummen Knurren und entblößten Zähne, die sich in diesem Moment zu spitzen Fängen verlängerten. Vor Hunger und vor Abscheu. Die meisten Menschen waren seine Feinde geworden, obwohl er ihren Schutz suchte. Menschen benutzten ihn als Köder, um andere seiner Art anzulocken, und hätten es so beinahe geschafft, die Gefährtin seines Prinzen zu töten.

Dieser Schandfleck würde ihm bis an sein Ende bleiben und ihn für alle Zeiten daran hindern, sich in seiner Heimat und in der Gesellschaft anderer Karpatianer jemals wieder wohl zu fühlen. Niemals würde er imstande sein, ihre Vergebung zu ertragen. Er konnte sich selbst nicht verzeihen. Seine selbstauferlegte Buße galt dem Dienst an seinem Volk. Unablässig jagte er ihren Todfeind, den Vampir, und focht einen Kampf nach dem anderen aus, obwohl er nie ein Krieger gewesen war. Er zog auf seiner gnadenlosen Jagd von Land zu Land, fest entschlossen, die Welt von dem Übel zu befreien, das sein Volk bedrohte. Jeder Vernichtungsschlag brachte ihn näher an den Rand des Wahnsinns. Bis er die Musik entdeckte.

Die Nacht hielt ihn umfangen, umarmte ihn wie einen Bruder. In der Dunkelheit glühten seine Augen in dem feurige

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