text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Ein Fest der Liebe für uns zwei? von Milne, Nina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.11.2017
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
2,49 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Ein Fest der Liebe für uns zwei?

Lichterglanz, der Duft von gerösteten Maronen, Zimt und Nelken ... Verzückt plant Historikerin Etta einen viktorianischen Weihnachtsmarkt auf Derwent Manor. Doch den Küssen des attraktiven Hausherrn sollte sie besser widerstehen! Denn der Earl of Wycliffe gilt als Playboy ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 144
    Erscheinungsdatum: 09.11.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733735203
    Verlag: CORA Verlag
Weiterlesen weniger lesen

Ein Fest der Liebe für uns zwei?

1. KAPITEL

Gabriel Derwent starrte den Mann an, der ihm aus dem gerahmten Spiegel des luxuriösen Hotelzimmers entgegenblickte, und nickte zufrieden. Das makellose weiße Hemd saß korrekt unter dem schwarzen Smoking, und auch an den kurzen blonden Haaren gab es nichts auszusetzen. Kein Anzeichen des inneren Aufruhrs, in dem er sich seit fast einem Jahr befand. Sehr gut. Er konnte es nun wirklich nicht gebrauchen, dass alle Welt ihm die Wahrheit ansah. Dass irgendjemand sie ihm ansah.

Den anderen Gästen des Adventsballs der Cavershams würde sich das erwartete Bild bieten - der ebenso elegante wie lässige und charmante Gabriel Derwent mit den markanten Gesichtszügen, Earl of Wycliffe, Erbe des Duke of Fairfax. Zweifellos wollte man wissen, wo er so lange gesteckt hatte. Er würde unbekümmert antworten. Auch, falls jemand Näheres über seine Trennung von Lady Isobel Petersen wissen wollte.

Heute Abend wurden Spenden gesammelt für einen Zweck, der Gabriel am Herzen lag. Bei der Aussicht, belanglosen Small Talk zu machen und sich den Reportern zu stellen, biss er die Zähne zusammen. Da musste er durch. Er brauchte die Kulisse, um den wahren Grund seiner Anwesenheit zu verbergen. Gabriel war hier, um jemanden aufzuspüren. Kummer schnürte seine Brust zusammen.

Hör auf, Gabe. Verzweifeln kam nicht infrage. Die Lektion hatte er schon als Kind gelernt.

Ein Klicken des Türschlosses riss ihn aus seinen Gedanken. Er drehte sich um und zwang sich zu einem Lächeln. "Hey, Schwesterherz. Alles in Ordnung?"

Cora Martinez kam näher. Ihr smaragdgrünes Kleid schimmerte. "Sag du es mir. Ich habe zweimal vergeblich geklopft und mir Sorgen gemacht."

"Dazu gibt es keinen Grund. Übrigens siehst du bezaubernd aus."

Sie wischte das Kompliment mit einer Handbewegung beiseite. "Lenk nicht ab. Letztes Jahr habe ich dich ein einziges Mal gesehen. Keine Ahnung, wo du warst. Plötzlich rufst du an und bittest mich, dich den Cavershams vorzustellen. Dann bekommst du auf den letzten Drücker eine Einladung zu diesem Ball. Das verstehe ich nicht."

"Ich weiß."

Forschend blickte sie ihn mit ihren türkisblauen Augen an. "Ist das alles?"

Gabe bemühte sein überzeugendstes Lächeln. "Ich bin wieder da. Mehr musst du nicht wissen."

Auf keinen Fall würde er sich Cora anvertrauen. Was sollte er auch sagen? Vor neun Monaten habe ich erfahren, dass ich keine Kinder zeugen kann. Sein Leben würde nie wieder wie früher sein - jene Zukunft, die er jahrelang geplant hatte, war hinfällig. Dank archaischer juristischer Regeln starb der Titel des Duke of Fairfax, der seit Jahrhunderten vom Vater auf den Sohn überging, möglicherweise aus. Es sei denn, Gabe fand einen Erben, der in direkter Linie von einem früheren Duke of Fairfax abstammte. Da war er wieder, der Kummer. Gabe versuchte, seinen Körper zu entspannen.

"Erde an Gabe." Cora stemmte ihre Hände in die Seiten und tippte mit einer Schuhspitze auf den weichen Teppich. "Ich mache mir immer noch Sorgen. Du bist mein Bruder, auch wenn ich sechs Jahre jünger bin und wir uns nie nahegestanden haben."

Nie nahegestanden haben.

Richtig. Cora und ihre Zwillingsschwester Kaitlin waren erst zwei gewesen, als die Eltern ihn ins Internat geschickt hatten. Später hielt er es für sinnlos, enge Bindungen einzugehen. Nähe führte zu quälendem Schmerz. Dazu, Menschen und das Zuhause zu vermissen. Durch Nähe wurde man schwach und machtlos.

Cora zog die Stirn kraus. "Hat es mit Dad zu tun? War sein Herzinfarkt schlimmer, als ich dachte? Oder bist du traurig wegen Isobel? Liebe kann echt kompliziert sein, aber ..."

"Stopp."

Liebe wollte er gar nicht. Für ihn war sie der Inbegriff von Nähe. Wer liebte, verlor all seine Kraft. Was Lady Isobel betraf: Die Beziehung hatte auf einem Pakt beruht. Gabe war stets klar gewesen, dass er sein Playboy-Dasein

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen