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Ein Himmel für Dich Roman von Heatherington, Emma (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.01.2019
  • Verlag: HarperCollins
eBook (ePUB)
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Ein Himmel für Dich

Kann dich das Leben noch überraschen, auch wenn du glaubst, alles verloren zu haben? Juliette erfährt an ihrem 40. Geburtstag, dass ihr nur noch wenig Zeit bleibt. Ihr erster Gedanke gilt ihrer Tochter Rosie. Nicht mehr lange wird sie Rosie aufwachsen sehen, ihr beistehen, für sie da sein. Wer wird sie dann so lieben, wie nur eine Mutter es kann? Shelley hat Mühe, die Tage zu überstehen, seit ihre kleine Tochter starb. Gefangen in ihrem Schmerz stößt sie jeden von sich weg, auch ihren liebevollen Ehemann. Als sie Juliette begegnet, spürt sie deren Lebenswillen. Findet Shelley durch ihre neue Freundin den Weg zurück ins Leben? Und kann sie Juliette dabei helfen, sich den größten Wunsch zu erfüllen? Emma Heatherington liebt romantische Komödien, Rotwein, gemütliche Abende vor dem Kamin, Musicals und Nashville. Sie schreibt nicht nur Bücher, sondern auch Drehbücher, Songs und Theaterstücke und lebt mit ihrem Partner, dem Künstler und Singersongwriter Jim McKee, und ihren fünf Kindern in Donaghmore, Irland.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 352
    Erscheinungsdatum: 04.01.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959677981
    Verlag: HarperCollins
    Originaltitel: A Part of Me and You
    Größe: 1328 kBytes
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Ein Himmel für Dich

KAPITEL 1

Freitag

Queen Elizabeth Hospital, Birmingham, England

JULIETTE

Ich gewöhne mich gerade an die Vorstellung, dass ich jetzt vierzig bin, als ich erfahre, dass ich bald sterben werde. Seien wir ehrlich, viel absurder geht es nicht.

"So viel dazu, dass mit vierzig das Leben erst richtig anfängt", sage ich zu meinem Arzt Michael, der mich zerknirscht ansieht. Ich schenke ihm ein nervöses Lächeln und ein Shit-happens-Achselzucken. Mein Gesicht erzählt eine Lüge. Meine Zunge erzählt eine Lüge. Ich versuche, so zu tun, als wäre ich okay, aber natürlich bin ich das nicht. Innerlich weine ich. Ich bin vierzig, und ich sterbe bald, und ich bin überhaupt nicht okay.

Ich starre auf den Boden, bis mir vom Teppichmuster schwindelig wird. Das Ticken der Uhr scheint immer lauter zu werden, während wir beide uns überlegen, was wir als Nächstes sagen sollen. Die lärmenden Uhrzeiger jagen sich im Kreis, verspotten mich, und mein Leben verrinnt wie die Stunden, Minuten, Sekunden ... bis zum Stillstand.

Michael sieht mich an, als würde er auch gleich losheulen, und ihm fehlen ausnahmsweise einmal die Worte.

Wir haben einen ziemlich weiten Weg zurückgelegt, seit wir vor drei Jahren diese Krebs-Odyssee zusammen antraten, und nun haben wir den Punkt erreicht, an den wir nie kommen wollten. Den Teil, wo Michael mir als mein Arzt sagt, dass wir nichts mehr tun können, dass die Reise für mich zu Ende geht. Den Teil, wo er mir als mein Freund sagt, dass trotz unserer Tour de Force durch die Therapien, trotz allen Leidens, Betens und Hoffens alles nur noch eine Frage der Zeit ist. Dass wir nur noch auf das Unvermeidliche warten können.

Wenn das mit dem Warten doch nur so einfach wäre - ich kann nicht bloß herumsitzen und Däumchen drehen. Es gibt noch so viele Dinge, die ich in meinem Leben machen möchte, und nun läuft mir die Zeit davon.

Ich gehe zum Fenster und schaue hinaus auf die Dächer der Stadt. Aus Angst, ohnmächtig zu werden, wenn ich mich nicht auf so etwas Einfaches konzentriere wie das Atmen, öffne ich den Flügel und inhaliere die frische Luft. Wir brauchen hier schließlich nicht noch mehr Drama, richtig?

"Juliette, hast du schon mit deiner Familie darüber gesprochen?", fragt Michael. Er spielt nervös mit seinem Kugelschreiber herum. "Ich meine, mir ist klar, dass du vor diesem Termin nicht sicher wissen konntest, wie das Ergebnis ausfallen würde, aber hast du deine Angehörigen trotzdem vorbereitet?"

Ohne ihn ansehen zu müssen, weiß ich, dass er zum dritten Mal, seit ich hier bin, seine Brille abgenommen hat, um sie zu putzen, nur damit seine Hände beschäftigt sind. Er ist immer furchtbar zappelig, wenn er schlechte Nachrichten übermitteln muss. Und das hier ist nicht nur eine schlechte Nachricht. Es ist die allerletzte Nachricht, die er mir jemals übermitteln wird. Dies ist der Anfang vom Ende.

"Meine Schwester weiß, dass ich heute hier bin, meine Mutter auch, aber sie erhalten die Hoffnung immer noch aufrecht. Für sie wird es ein Schock sein, auch wenn sie es insgeheim befürchten", antworte ich.

"Und Rosie?"

O Gott.

"Rosie ..." Meine Stimme versagt kurz, als ich den Namen meiner Tochter ausspreche. "Rosie glaubt, dass ich mir heute zum Geburtstag einen Wellnesstag mit meinen Freundinnen gönne. Sie hat keine Ahnung, was los ist ... noch nicht."

Wie soll ich es ihr bloß beibringen? Wie? Sie hat sonst niemanden, an den sie sich halten kann. Sie hatte immer nur mich.

"Und Dan?"

Michael sorgt wirklich dafür, dass die Nachricht bei mir ankommt, indem er die wichtigsten Menschen in meinem Leben aufzählt. Mein Mund wird trocken, als Dans Name fällt. Ich versuche zu antworten, aber es geht nicht.

"Um Himmels willen, Juliette, du musst es ihm sagen", fährt Michael fort. "Der arme Mann dreht bestimmt schon durch vor lauter Sorge. Er gehört immer noch zur Familie, eg

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