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Ein Kuckuckskind der Liebe Roman von Böttcher, Katia (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 09.02.2015
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
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Ein Kuckuckskind der Liebe

Betrug aus Liebe - Anabel wünscht sich sehnlichst ein Kind. Dirk hat nichts dagegen, ist aber auch nicht besonders dafür. Und er ist unfruchtbar. Das weiß allerdings nur Anabel, denn Dirk geht fest davon aus, dass es an ihr liegt. Er kann sich nicht einmal vorstellen, dass er, das Alphatier, unfruchtbar sein könnte. Anabel befindet sich also in einer echten Zwickmühle, aus der es nur einen Ausweg gibt ... Sven Böttcher, Jahrgang 1964, schreibt Krimis und fantastische Romane, arbeitet als Comedy- und Drehbuchautor und Media-Konzeptioner ('ran', 'Beckmann').

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Erscheinungsdatum: 09.02.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641167851
    Verlag: Heyne
    Größe: 720 kBytes
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Ein Kuckuckskind der Liebe

I

ONE-NIGHT-SPENDER

Natürlich nicht! Was für eine verwegene, alberne Idee! Auf einen schnellen Parkplatz zu hoffen, um sieben, abends, in der Mommsenstraße - das war einfach absurd. Natürlich gab es keinen Parkplatz. Und es würde auch keinen geben, nicht vor dem Morgengrauen. Die Anwälte, Ärzte und Manager, die hier wohnten, waren längst zu Hause und lagen entspannt unter ihren Solarien oder vor ihren Dolby-Surround-Anlagen; und falls einer der Supererfolgreichen tatsächlich noch einmal das Haus verließ, um irgendwo essen zu gehen, dann rief er sich garantiert ein Taxi.

Anabel entschloss sich daher nach einer schnellen Runde um den Block, keine weitere Minute mehr mit Suchen zu vergeuden, und parkte ihren Z5 quer hinter dem Benz von Professor Hübner, der die zweihundertfünfzig Quadratmeter direkt unter ihren bewohnte. Sicherheitshalber steckte sie dem halbgreisen Chirurgen einen Zettel hinter die Windschutzscheibe, mit ihrer Handynummer, einem freundlichen Gruß und einem verspielten Herzchen darunter. Hübner war so hingerissen von ihrem Charme und ihrer Schönheit, dass er sie nie im Leben aus dem Bett klingeln würde. Eher würde er den Bus nehmen, selbst wenn Wowereit persönlich ihn um vier Uhr morgens zu einer Not-OP rief.

Anabel öffnete die Ladeklappe des BMW und zog erstaunt die Augenbrauen hoch. Die Tüten und Taschen im Heck schienen sich auf der Fahrt aus der Stadt rapide vermehrt zu haben.

Ich muss völlig bescheuert sein, dachte sie, als sie sich knisternd, raschelnd und polternd das Treppenhaus hochschleppte. Sage und schreibe elf Tüten baumelten an ihren Händen und Handgelenken, und in sieben davon waren Kinderklamotten. Was an sich in Ordnung war, sofern man erstens zu viel Geld und zweitens Kinder hatte. Aber Anabel hatte nur Geld, keine Kinder. Und sie würde, wie sie seit einigen bekümmerten Stunden wusste, nach menschlichem Ermessen auch keine bekommen.

Zum Glück hatte das keine der fröhlichen Boutiquentanten geahnt, die sie heute reich gemacht hatte.

Sie erreichte die Wohnungstür, stellte die Tüten ab, nahm vorsichtig die Briefe aus dem Mund, die sie nur auf diese Weise vom Briefkasten hatte die Treppe hochtransportieren können, und kramte ihren Schlüssel aus der Handtasche. Nachdem sie die Tür aufgeschlossen hatte, biss sie wieder auf die Briefe und nahm die Taschen in der gleichen Reihenfolge wieder auf, in der sie sie abgestellt hatte. Sie stöckelte über den langen Parkettflur zur Küche, bog nach links ab und stand, sehr zu ihrer Überraschung, vor ihrem Mann, Dirk.

Er war offensichtlich unmittelbar vor ihr nach Hause gekommen. Sein Jackett hing über einem der antiken Küchenstühle, zwei Champagner- und vier Rotweinflaschen standen auf dem Kochblock in der Mitte der geräumigen Küche, und auf der Ablage vor Dirk, auf einem Holzbrett, lag ein frisch ausgepacktes Rinderfilet, das ungefähr so groß war wie ein Krokodil.

"Hallo!", sagte er.

"Hnho!", sagte sie.

Anabel stellte die Tüten ab, nahm die Briefe aus dem Mund, legte sie auf den Tisch und begrüßte ihn mit einem flüchtigen Kuss. Mit einem raschen Blick stellte sie fest, dass er bereits das Transchiermesser aus dem Messerblock gezogen und es neben dem Brett platziert hatte. Das war, für seine Verhältnisse, schon fast zu viel Hilfe beim Kochen.

Dirk wandte sich ihr zu. "Ich hab Wein mitgebracht", sagte er und deutete auf die Flaschen auf dem Kochblock, "ich hab heute Morgen gesehen, wir haben nur noch ein paar Flaschen Bordeaux und Vernacchia ..."

"Ich weiß, ich hab bei Clemens nachbestellt. Kommt alles morgen."

"Gut", sagte er, nickte und sah leicht erstaunt an ihr vorbei, nach schräg unten.

"Hey. Strapazierfähige Kreditkarte?"

"Was?"

Dirk nickte in Richtung der Tüten, die die Sicht auf größere Teile des Terrakottabodens neben der Tür versperrten. Anabel ging lässig an ihm vorbei und st

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