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Ein Laden voller Hygge-Glück Roman von Blake, Rosie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 19.11.2018
  • Verlag: Goldmann
eBook (ePUB)
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Ein Laden voller Hygge-Glück

Das perfekte Wohlfühl-Buch für kalte Tage: einkuscheln und loslesen.
Lasst uns froh und hygge sein! Ein kleines Dorf entdeckt das Geheimnis des Glücks ...
Der Winter naht bereits, als die Dänin Clara Kristensen nach Yulethorpe kommt. Doch die Stimmung in dem englischen Dorf ist gedrückt: Gerade hat die Besitzerin des letzten kleinen Geschäfts, eines Spielwarenladens, aufgegeben und ist weggezogen. Clara erkennt: Yulethorpe braucht Hilfe. Kurzerhand übernimmt sie das Spielzeuggeschäft und macht es zu einem Ort voller Wohlfühl-Glück - oder "Hygge", wie man in ihrer Heimat sagt. Doch dann taucht der Sohn der Besitzerin auf. Joe ist ein durch und durch erfolgsgetriebener Großstadtmensch. Kann Clara ihm beibringen, dass es im Leben mehr gibt als Geld, E-Mails und Hektik? Nämlich Freunde, Wärme, Stille, Kerzenschein - und Liebe?

Rosie Blake hat bereits während des Studiums Stücke geschrieben und sich dabei an Klassikern orientiert - auch an modernen: Die Aufführung von "Harry Potter: Das Musical" (mit dem Eröffnungssong "Der Schrank unter der Treppe ist mein Zuhaus'") war ein großer Erfolg. Später verfasste sie Reportagen für verschiedene Zeitschriften und Magazine wie z.B. die Cosmopolitan. Ihre Karriere als Romanautorin begann 2014 mit einer romantischen Komödie.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 368
    Erscheinungsdatum: 19.11.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641232672
    Verlag: Goldmann
    Originaltitel: The Hygge Holiday
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Ein Laden voller Hygge-Glück

Kapitel 1

Clara war erst zehn Minuten dort, als es geschah.

Alles hatte wie ein gewöhnlicher Dienstagabend begonnen. Der Pub war leidlich gut besucht. In der Ecke saß ein junges Paar. Der Mann hatte erkennbar Schwierigkeiten, auf der schmalen Holzbank eine bequeme Haltung zu finden; die hübsche Frau auf dem Stuhl ihm gegenüber war dezent in Jeans und einen schwarzen Kaschmirpullover gekleidet und hatte das rotblonde Haar im Nacken zu einem Pferdeschwanz zusammengefasst. Eine etwas ältere Frau mit starkem Lidstrich und kastanienbraun gefärbtem Haar saß auf einem Barhocker am Tresen und leerte eine Flasche Rotwein. Der hünenhafte Barkeeper, der ihr gelegentlich nachschenkte, hatte eine Tätowierung am Arm, irgendeinen Vogel, den Clara nicht genau erkennen konnte. Ein weiterer Mann, etwa gleich alt, vermutlich aber nur halb so groß, schaute traurig in sein Glas. Er warf der Frau am Tresen verstohlene Blicke zu und strich sich das schüttere Haar über die kahle Stelle am Schädel. In einer Ecke, neben einem leeren Schwarzen Brett und gegenüber der Stehlampe, in deren Licht Clara ihr Buch las, blinkte und piepte in gewissen Abständen ein Spielautomat.

Plötzlich erschien eine Frau in der Tür. Ihre Haare waren nass, obwohl es nicht regnete. Sie trug einen türkisfarbenen Wollmantel und violette Gummistiefel. Mit ausgebreiteten Armen marschierte sie auf den Tresen zu. "Einen Gin Tonic, Gavin, einen doppelten. Und nicht zu viel Tonic bitte", rief sie. "Ich bin am Ende", verkündete sie dann. Sämtliche Köpfe drehten sich zu ihr um, auch der von Clara. "Aus und vorbei. Ich mach den Laden dicht. Als ich gerade in der Dusche war, dachte ich, Scheiße, ich kann nicht mehr. Schluss, aus, Feierabend."

Gavin hielt inne, den Mund aufgesperrt, die Hand an der Ginflasche.

"Der Gin gelangt nicht von alleine ins Glas, Gavin", sagte die Frau und zog den türkisfarbenen Mantel aus, unter dem ein knallpinkfarbener Thermoschlafanzug zum Vorschein kam. "Die Flasche nehme ich mit nach Hause. Meine ist leer, und ich brauche unbedingt etwas Starkes. Man braucht etwas Starkes, wenn man eine schwere Entscheidung getroffen hat. Baileys reicht in Momenten wie diesem nicht aus."

"Immer mit der Ruhe, Louisa. Erzähl doch erst einmal, was los ist", bat Gavin und holte ein Cocktailglas unter dem Tresen hervor.

Die Frau mit dem starken Lidstrich murmelte: "Was für ein Drama."

Clara sah, dass Louisa ihr einen giftigen Blick zuwarf.

Gavin füllte das Glas mit Eiswürfeln. "Nun komm schon, Louisa, meine Liebe. Geteiltes Leid ist hal - "

Louisa trat an den Tresen. "Himmel, du klingst ja wie eine dieser geschmacklosen Grußkarten, Gavin. Aber gut", sagte sie und warf ihren Mantel über einen Barhocker. "Auf einen Drink bleibe ich, aber du wirst mich nicht umstimmen. O nein, ich habe meine Entscheidung getroffen. Ich gehe gleich wieder zurück und buche den Flug."

"Den Flug?" Gavin machte eine unglückliche Bewegung und verschüttete Tonic Water.

"Den Flug. Ich bin auf und davon. Spanien. Hier halten mich keine zehn Pferde mehr", verkündete Louisa, griff zu ihrem Glas und nahm einen Schluck. Nachdem sie sich theatralisch die Lippen geleckt hatte, erklärte sie: "Gin - die größte Erfindung aller Zeiten."

"Und was wird aus dem Laden?" Gavin schaute sie an, die Finger wie zehn Würste auf dem Tresen aufgefächert.

"Der bleibt dicht", antwortete Louisa nach einer Weile.

"Was meinst du mit 'der bleibt dicht'?"

"Dicht eben. Schluss, aus, Feierabend. Ich werde in aller Stille schließen. Das merkt sowieso niemand."

"Aber bald ist doch Weihnachten, und ..."

"Frauen sind gar nicht in der Lage, in aller Stille zu handeln", schnitt die Frau am Tresen Gavin das Wort ab. Ihre schmalen Lippen waren rot vom Wein, und ihr Gesicht wirkte verwittert, als würde sie an der freien Luft arbeiten.

"Roz!" Gavin schenkte ihr nach und warf ihr über die Flasche

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