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Ein letzter Flug von Austin, Lynn (eBook)

  • Verlag: Verlag der Francke-Buchhandlung
eBook (ePUB)
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Ein letzter Flug

Die zurückgezogen lebende Musikprofessorin Wilhelmina Brewster ist ihr ganzes Leben auf Nummer sicher gegangen. Risiko, Abenteuer und Spontaneität sind Fremdwörter für sie. Doch dann lernt sie den lebenshungrigen und unternehmungslustigen Piloten Mike Dolan kennen. Eigentlich will sie ihm nur einen frommen Flyer zustecken, um sich dann wieder in ihr geordnetes Leben zurückzuziehen. Aber es kommt ganz anders: Plötzlich findet Wilhelmina sich in einem Heißluftballon-Wettbewerb wieder, sie geht mit Mike angeln und lässt sich auf allerlei andere verrückte Ideen von ihm ein. Kann es sein, dass das Leben so viel mehr bereithält, als sie bisher gedacht hat? Und kann es sein, dass sie und Mike beide voneinander lernen können, worauf es wirklich ankommt? Lynn Austin ist eine weltweit bekannte Bestsellerautorin. Mit Titeln wie 'Die Apfelpflückerin', 'Luisas Töchter' oder 'Im Sand der Erinnerung' schrieb sie sich in die Herzen ihrer Leser. Sie wurde für ihre historischen Romane achtmal mit dem Christy Award ausgezeichnet, dem bedeutendsten christlichen Romanpreis in den USA, und ist eine gefragte Rednerin bei Tagungen und Konferenzen. In Deutschland gilt sie als die beliebteste christliche Romanautorin. Lynn und ihr Mann haben drei Kinder großgezogen und leben in Holland, Michigan. Mehr erfahren Sie unter www.lynnaustin.org.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 247
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783868277333
    Verlag: Verlag der Francke-Buchhandlung
    Originaltitel: Fly away
    Größe: 411 kBytes
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Ein letzter Flug

Kapitel 2

Dienstag, den 8. September 1987

Mike Dolan betrachtete sich im Badezimmerspiegel, während er sich rasierte. Er hatte weiter an Gewicht verloren, aber wenigstens sah sein Gesicht noch immer braun gebrannt und gesund aus. Er würde seinem Sohn Steve sagen, dass er eine Diät machte. Immerhin konnte es nicht schaden, wenn er ein bisschen abnahm. Er klopfte sich auf den kleinen Bauch, der immer noch über seinen Gürtel hing. Seine Familie würde die Wahrheit nie erfahren müssen.

Als er das Dröhnen eines Jets über sich hörte, sah er auf die Uhr. Wie ein Matrose, der sich an den Sternen orientiert, richtete er seine täglichen Abläufe nach den Passagierflugzeugen, die auf dem Weg zum oder vom etwa vierzig Kilometer entfernten Flughafen in Hartford über sein Haus hinwegdonnerten. Dieser Pendlerflug von United nach Washington erinnerte ihn daran, dass er bald zur Arbeit aufbrechen musste.

Er schaltete das Licht im Bad aus und ging in den Flur. Von hier aus konnte er sein ganzes Haus auf einmal sehen. In dem winzigen, überfüllten Wohnzimmer zu seiner Rechten hingen Spinnweben an den Elchgeweihen und der Staub lag auf seinen Bowlingpokalen. Das Bärenfell auf dem Boden musste unbedingt gesaugt werden. Zeitungen und Luftfahrtzeitschriften lagen überall verstreut. Im Schlafzimmer zu seiner Linken sah er sein ungemachtes Bett. Kleine Haufen schmutziger Wäsche zierten diesen Raum, dazu weitere Fliegermagazine. Hinter ihm in der Küche stand ein Stapel schmutziges Geschirr in der Spüle und drohte umzukippen. Er wusste, dass er aufräumen sollte. Aber Buster und Heinz, seine vierbeinigen Mitbewohner, saßen erwartungsvoll zu seinen Füßen und klopften mit dem Schwanz auf die Holzdielen.

Sie waren große Hunde - zu groß für seinen winzigen Bungalow - und jedes Mal, wenn sie sich bewegten, fegten sie mit ihren buschigen, wedelnden Schwänzen irgendetwas von einem Beistelltisch oder Regal und hinterließen eine Spur der Unordnung und Hundehaare. Buster, überwiegend ein Golden Retriever, hatte eine bewundernswerte Persönlichkeit und öffnete Freunden wie Fremden gleichermaßen sein Herz. Heinz, eine schwarzweiße Mischung aus ungefähr fünfzig Arten, war der Wachhund von den beiden, vorsichtiger und mit einem ausgeprägten Beschützerinstinkt, was sein Haus und sein Herrchen betraf.

"Ach, verschieben wir das Saubermachen", sagte Mike zu den beiden. "Morgen können wir uns immer noch darum kümmern, nicht wahr, Jungs? Gehen wir in den Park, da können wir durch das Laub laufen." Buster sprang auf und rannte mit wedelndem Schwanz zum Hinterausgang. Heinz bellte zustimmend. "Gut, das ist also beschlossene Sache. Aber erst rufe ich Steve an." Er ging zu dem Apparat, der in der Küche an der Wand hing, und wählte die vertraute Nummer.

"Hi, Cheryl, ist Steve da? Oh ... er ist schon weg? Okay, dann erwisch ich ihn nachher beim Hangar. Gib den Kindern einen Kuss vom Grandpa, in Ordnung? Tschüss." Als er nach seiner Jacke griff, rannten die Hunde plötzlich an ihm vorbei zur Haustür und bellten. Eine Sekunde später klingelte es an der Tür. "Okay, Jungs, okay! Ihr habt eure Arbeit gemacht, und jetzt beruhigt euch!" Er musste brüllen, weil die Hunde weiterbellten, einer lauter als der andere.

Mike öffnete die Tür und erstarrte vor Überraschung. Professor Brewster - die Klavierdame - stand auf seiner Veranda! Sie sah ähnlich überrascht aus, ihn zu sehen, und einen Augenblick lang sagte keiner von beiden etwas. Buster brach das Schweigen, indem er gegen die alte Fliegengittertür sprang und zur Begrüßung freundlich bellte. Hinter ihm knurrte Heinz eine eher bedrohliche Warnung. Professor Brewster und die zerbrechlich wirkende Frau neben ihr wichen ein paar Schritte zurück. Mike zog an Busters Halsband.

"Runter, du Kalb! Du erschreckst diese netten Menschen ja zu Tode! Ist schon gut, meine Damen", rief er über den Hundelärm hinweg. "Die beiden wollen nur freundlich sein und tun n

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