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Ein orientalisches Märchen von BROOKS, HELEN (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.02.2011
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Ein orientalisches Märchen

Was ist mit ihr geschehen? Samantha erwacht in einer prachtvollen marokkanischen Villa aus einer Ohnmacht - und hat ihr Gedächtnis verloren. Sie weiß nur eins: Wie magisch fühlt sie sich zu ihrem geheimnisvollen Gastgeber Gerard Dumont hingezogen. Auf einem Ausflug in die traumhaft schöne Bergwelt Marokkos lässt sie sich nicht nur vom orientalischen Flair des Landes, sondern auch immer stärker von Gerards verführerischer Ausstrahlung verzaubern. Doch als er sie in die Arme nimmt, um sie zärtlich zu küssen, beginnt sie sich plötzlich zu erinnern ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 160
    Erscheinungsdatum: 17.02.2011
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863493431
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 317 kBytes
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Ein orientalisches Märchen

1. KAPITEL

"Du bist - wo?" Die Stimme von Kits Freundin Emma, die aus dem Hörer des Münztelefons tönte, überschlug sich. "Sag mal, hättest du nicht wenigstens mir Bescheid geben können? Schaltest dein Handy aus und verschwindest - ohne ein Wort. David dreht schon halb durch. Dir ist doch hoffentlich nichts passiert?"

"Keine Sorge, ich bin okay." Kit atmete tief durch. Da vid ... Wenn sie nur schon den Namen hörte! "Es ist aus zwischen uns. Hat er dir das nicht erzählt?"

"Doch, hat er. Da kam Freude auf bei mir, das sag ich dir", bemerkte Emma bissig. "Wie heißt es doch so schön: Der Kater lässt das Mausen nicht. Leider war er schon immer so, mein werter Bruder. Aber dass er jetzt auch noch ein Techtelmechtel mit Virginia anfangen musste ... Ausgerechnet - die tut zwar immer so unschuldig, aber ich sag dir, die ..."

"Emma ..." Kit schloss für einen Moment die Augen und bemühte sich, ihre Anspannung hinter einem ruhigen Ton zu verbergen. "Ich habe keine Lust mehr, darüber zu reden. Es ist aus! Und falls du dir Sorgen um die Miete machen solltest: Meinen Anteil habe ich überwiesen, noch gleich am ..."

"Jetzt mach aber mal einen Punkt! Als wenn das jetzt wichtig wäre", unterbrach Emma sie. "Versprich mir lieber, dass du keine Dummheiten machst."

"Keine Panik. Ich werde nur etwas Sonne tanken, Abstand gewinnen, durchatmen, und wenn ich weiß, wie es weitergehen soll, komme ich zurück. In etwa einer Woche melde ich mich wieder bei dir, versprochen."

Mit flatterndem Puls und zitternden Händen legte Kit den Hörer zurück auf die Gabel des öffentlichen Fernsprechers. Ließ sich wie in Trance in einen der Sessel im Foyer des Hotels sinken. Über ihr an der Decke sorgte ein sich emsig drehender Ventilator für eine kühle Brise. Dennoch hatte Kit das Gefühl zu ersticken. Seit dem kurzen Telefonat zuckten Bilder durch ihren Kopf, die sie am liebsten vergessen hätte: David und Virginia im Bett ... Erst hatte sie die beiden nur wie eine Fata Morgana angestarrt, dann hatte sie aufgeschrien und auf dem Absatz kehrtgemacht. Wie von der Tarantel gestochen war David ihr hinterhergelaufen. Krachend hatte er die Tür des Schlafzimmers hinter sich ins Schloss fallen lassen und Kit damit weitere Ansichten der nackten Virginia erspart ... Aber dann hatte er dort gestanden, mit diesem schiefen Grinsen im Gesicht ...

"Ich ... verdammt, hör mich doch erst mal an", hatte er versucht, sich zu rechtfertigen, und fahrig am Gürtel seines Bademantels genestelt.

"Es hat keinen Zweck, David." Fast mechanisch hatte sie geantwortet und sich gewundert, dass sie überhaupt noch stehen konnte. Schließlich hatte sie wortlos ihren diamantenen Verlobungsring vom Finger gestreift und ihn David vor die Füße geworfen.

"Was soll das? Sei nicht albern!", hatte er gefaucht, und seine Gesichtsfarbe war von einer vornehmen Blässe in eine hektische Röte gewechselt. "Glaubst du etwa, dass die Kleine da mir irgendetwas bedeutet? Ach Süße, komm, das machen doch alle Männer ... ein bisschen Druck ablassen, wenn die Hormone verrücktspielen und sich die Gelegenheit bietet ..."

Ein bisschen Druck ablassen? Kit war sprachlos gewesen. In vier Monaten hätten sie vor den Traualtar treten sollen! Abgrundtief entsetzt wollte sie nur noch weg, aber David hatte sie festgehalten.

"Wir wollten heiraten, hast du das vergessen? Und unser Loft, wir haben schon die Möbel dafür ...", hatte er gezischt.

"Meinetwegen mach damit, was du willst", hatte sie ihm entgegengeschleudert und sich losgerissen. Nur ein Gedanke hatte sie dabei noch beherrscht: Flucht - und gleichzeitig Haltung bewahren. Er war groß - aber sie war mit ihren eins achtundsiebzig auch nicht klein - und trug an diesem Tag glücklicherweise Schuhe mit so hohen Absätzen, dass sie ihm, der barfuß vor ihr stand, auf Augenhöhe begegnen konnte und es sogar schaffte, ein lei

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