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Ein Sommer in Bonneville Roman von Hansen, Greta (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.06.2019
  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)

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Ein Sommer in Bonneville

Von zarter Kraft und großem Mut: Der bewegende Schicksalsroman "Ein Sommer in Bonneville" von Bestseller-Autorin Tania Schlie als eBook bei dotbooks. Das Meer führte sie zusammen - das Leben reißt sie wieder auseinander ... Frankreich im Jahre 1919. Die schöne Mathilde, Tochter eines Fischers, ist überglücklich, als der aufstrebende Maler Roger um ihre Hand anhält. Doch nun, nach einem langen Sommer in der Normandie, muss er nach Paris zurückkehren und verspricht, sie bald zu sich zu holen. Dann der Schock: Mathilde erfährt, dass sie schwanger ist - und Roger eine Andere geheiratet hat! Vor Mathilde liegt ein steiniger Weg, der sie schließlich nach Deauville führen wird, wo eine gewisse Mademoiselle Chanel gerade beginnt, die Welt der Mode zu erobern. Auch Mathildes Leben nimmt hier eine ungeahnte Wendung. Aber kann sie Roger wirklich vergessen? Jetzt als eBook kaufen und genießen - der bewegende Schicksalsroman "Ein Sommer von Bonneville" von Tania Schlie, ursprünglich veröffentlicht unter dem Pseudonym Greta Hansen und dem Titel "Eine Liebe in der Normandie". Wer liest, hat mehr vom Leben! dotbooks - der eBook-Verlag. Tania Schlie, geboren 1961, studierte Literaturwissenschaften und Politik in Hamburg und Paris. Bevor sie anfing zu schreiben, war sie Lektorin in einem großen Verlag. Heute lebt sie als erfolgreiche Autorin in der Nähe von Hamburg. Bei dotbooks veröffentlicht Tania Schlie, die auch unter den Namen Greta Hansen und Caroline Bernard erfolgreich ist, die Romane "Die Spur des Medaillons", "Eine Liebe in der Provence", "Elsas Erbe", "Der Duft von Rosmarin und Schokolade", "Der Duft von Sommerregen", "Die Liebe der Mademoiselle Godard", "Ein Sommer in Bonneville", "Zwischen uns der Ozean" und "Die Jahre ohne dich".

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 388
    Erscheinungsdatum: 01.06.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783961484348
    Verlag: dotbooks GmbH
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Ein Sommer in Bonneville

Kapitel 2

Zwei Tage später war es immer noch kalt. Es war Wochenende, und die Karawane war vorüber, weshalb nun wie in jedem Jahr ein Fest im Dorf stattfand. Dort aß man traditionell an langen Tischen gebratene Sardinen und natürlich Austern, Austern in allen Variationen, roh oder gratiniert, die großen, die bis zu einem Kilogramm schwer waren und wegen ihrer Form Pieds de Cheval, Pferdehufe, genannt wurden und besonders begehrt waren, und die kleinen Fines de Claire. Dazu trank man Wein oder noch besser Cidre und Calvados, für den die Gegend berühmt war. Spätabends wurde dann auf groben Holzdielen getanzt.

In diesem Jahr waren die Gaukler zum ersten Mal seit Kriegsbeginn wiedergekommen, mit der Schiffschaukel und Hau den Lukas, mit Zuckerwatte und gebrannten Mandeln. In den letzten Jahren waren sie ausgeblieben, weil auch die Artisten im Krieg gewesen waren. Doch in diesem Jahr waren die bunten Wagen und die abenteuerlich aussehenden Männer und Frauen zur Freude der Dorfbewohner wieder da.

Am Sonntag nach dem Nachmittagsgottesdienst fanden sich alle am Festplatz ein. Das Gelände oberhalb der Straße am Ortsausgang glänzte weißlich im Abendlicht, denn der Boden war von Tausenden von zerbrochenen Austernschalen bedeckt. Seit Generationen wurden die Schalen der Tiere, die für das Fest ausgelöst und gegessen wurden, hier verteilt, so wie man andernorts Kieselsteine auslegt.

Am Eingang zum Festplatz stand ein kleiner hölzerner Zirkuswagen, der in knallbunten Farben gestrichen war. Auf den Stufen, die zu ihm hinaufführten, saß eine ältere Frau, die ihr rötliches Haar mit einem giftgrünen Schleier bedeckt hatte.

"Von ihr kannst du dir voraussagen lassen, ob es mit dir und Jean-Pierre etwas wird", sagte Mélanie zu Pauline und schubste sie in Richtung des Wagens.

"Ich weiß gar nicht, was du meinst", gab Pauline ärgerlich zurück. "Da kannst du sie ja ebenso gut über Mathilde und Albert ausfragen."

Mathilde brauste auf. "Albert ist viel zu alt für mich."

"Aber er ist verliebt in dich, das sieht selbst ein Blinder", wandte Mélanie gutmütig ein.

Die Frau hatte ihren Wortwechsel verfolgt, erhob sich und eilte ihnen leichtfüßig hinterher.

Ohne dass Mathilde etwas dagegen tun konnte, ergriff die Zigeunerin ihre Hand und hielt sie fest. Ihre Schwestern blieben mit ihr stehen, sodass die vier Frauen nun einen Kreis bildeten.

"Was soll das?", fragte Mathilde und versuchte ihre Hand freizubekommen. "Nehmen Sie doch meine Schwester! Die will sich verloben."

Doch die Wahrsagerin drehte die Innenfläche von Mathildes Hand nach oben, hielt sie sich dicht vor ihre kurzsichtigen Augen und begann etwas zu murmeln. Mathilde nahm einen strengen Geruch nach ungewaschenem Haar wahr.

"Ich sehe eine große Liebe für dich", sagte die Alte lispelnd, denn ihr fehlten die oberen Schneidezähne, "und sie wird schon sehr bald kommen." Sie lachte keckernd. "Was für ein schöner Mann, und mit einer glänzenden Zukunft."

"Ist er von hier?", fragte Mélanie atemlos dazwischen.

Die Alte sah nicht auf, als sie den Kopf schüttelte und sagte: "Nein. Er kommt von weit her. Aber er wird dir das Herz brechen." Dabei sah sie Mathilde ins Gesicht. Dann fuhr sie mit ihrem dreckstarrenden Zeigefinger eine Linie in Mathildes Handfläche nach und hielt inne. "Oh, da ist ja noch ein anderer Mann. Er ist ganz anders als der andere. Auch er liebt dich, aber ... er wird nicht lange bei dir bleiben." Die Wahrsagerin pustete in Mathildes Hand und machte eine Bewegung, als würde sie die Schrift auf einer Tafel auswischen. "Du hast kein Glück im Leben, Mädchen." Sie ließ Mathildes Hand los.

Mathilde nutzte die Gelegenheit und wischte sich ihre Hand am Rock ab, bevor sie sie rasch in die Tasche ihres Rocks steckte, wie um sie zu verbergen.

Mélanie lachte sie aus. "Lass die Frau nur reden. Das ist alles Humbug! Ich glaube ihr kein Wort." In einer blitzsc

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