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Ein Tag im Dezember Roman von Silver, Josie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.10.2018
  • Verlag: Heyne
eBook (ePUB)
9,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Online verfügbar

Ein Tag im Dezember

Ein Augenblick reicht aus, um sich zu verlieben. Doch es braucht ein halbes Leben, um sich zu lieben. Jack und Laurie begegnen sich an einem kalten Dezembertag. Es fühlt sich an, als wäre es die große Liebe, doch dann verpassen sie den richtigen Zeitpunkt um ein paar Sekunden. Erst ein Jahr später treffen sie sich endlich wieder, aber mittlerweile ist Jack mit Sarah zusammen, Lauries bester Freundin, und ihre Liebe scheint unmöglich. Was bleibt, ist eine Freundschaft, die über Jahre hält, in der sie einander Geheimnisse und Träume anvertrauen. Eine Freundschaft, die ihnen Halt gibt, auch wenn alles andere aus dem Ruder läuft. Aber so richtig vergessen können sie ihre Gefühle füreinander nie ... Jetzt exklusiv im E-Book: Ein kurzes Zusatzkapitel mit Blick in die Zukunft von Jack und Laurie! Josie Silver ist eine hoffnungslose Romantikerin, die ihren Ehemann an seinem 21. Geburtstag kennenlernte, nachdem sie ihn fast über den Haufen gerannt hätte. Mit ihm und ihren beiden Kindern lebt sie in einer kleinen Stadt in den Midlands.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 480
    Erscheinungsdatum: 08.10.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641229931
    Verlag: Heyne
    Serie: Heyne Bücher 42292
    Originaltitel: One Day in December
    Größe: 1372 kBytes
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Ein Tag im Dezember

18. DEZEMBER

Laurie

"Versprich mir, heute Abend nicht voreilig über David zu urteilen. Wahrscheinlich denkst du im ersten Moment, er ist nicht dein Typ, aber glaube mir, er ist höchst amüsant. Und er ist nett , Laurie. Ich meine, neulich hat er mir in einem Meeting seinen Stuhl überlassen. Wie viele Männer kennst du, die das tun würden?" Während Sarah mir diesen Vortrag hält, kniet sie auf dem Boden vor dem Küchenschrank, um nach und nach alle verstaubten Weingläser hervorzuholen.

Fieberhaft suche ich nach einer guten Antwort, doch die Ausbeute ist mager. "Der Typ aus der Erdgeschosswohnung hat heute Morgen sein Fahrrad aus dem Weg geräumt, um mich aus der Haustür zu lassen. Zählt das?"

"Du meinst, derselbe, der unsere Post öffnet und jedes Wochenende Spuren von Kebab auf dem Flurboden hinterlässt?"

Grinsend weiche ich die Weingläser in heißem Spülwasser ein. Heute Abend findet unsere traditionelle Weihnachtsfeier statt. Seit wir zusammen in die Delancey Street gezogen sind, haben wir jedes Jahr vor Weihnachten eine Party veranstaltet. Hauptsächlich kommen Studenten und ein paar Kollegen, die wir noch nicht so lange kennen. Obwohl wir uns einreden, dass es jetzt, nachdem wir mit der Uni fertig sind, viel erwachsener zugehen wird, werden wir billigen Wein trinken und über Dinge diskutieren, von denen wir eigentlich keine Ahnung haben. Was mich angeht, so soll ich mich mit einem Mann namens David amüsieren, von dem Sarah meint, er würde großartig zu mir passen.

Das ist nicht das erste Mal. Meine beste Freundin hält sich für eine geniale Kupplerin und hat während des Studiums schon ein paar Treffen für mich arrangiert. Der Erste, Mark oder vielleicht hieß er auch Mike, erschien mitten im Winter in Laufshorts. Während des gesamten Abendessens versuchte er, mich davon abzubringen, etwas von der Speisekarte zu wählen, das man nicht in weniger als einer Stunde im Fitnessstudio wieder abtrainieren konnte. Ich bin mehr der Dessert-Typ. Für mich war der wichtigste Gang des Menüs Mike. Oder Mark. Egal. Zu Sarahs Verteidigung muss ich sagen, dass er entfernte Ähnlichkeit mit Brad Pitt hatte, vorausgesetzt, man befand sich in einem dunklen Zimmer und betrachtete ihn blinzelnd aus dem Augenwinkel. Was ich getan habe. Normalerweise schlafe ich nicht gleich beim ersten Date mit einem Mann, aber ich hatte das Gefühl, ich müsse der Sache Sarah zuliebe eine Chance geben.

Ihre zweite Wahl, Fraser, war nur unwesentlich besser. Immerhin kann ich mich noch an seinen Namen erinnern. Er war der mit Abstand schottischste Schotte, dem ich je begegnet bin. So schottisch, dass ich nur die Hälfte von dem verstand, was er sagte. Es hätte mich auch nicht überrascht, wenn er einen Dudelsack unter der Jacke versteckt gehabt hätte. Seine karierte Fliege war peinlich, doch sein eigentlicher Untergang erfolgte am Ende unserer Verabredung. Er begleitete mich nach Hause in die Delancey Street und küsste mich zum Abschied, als wollte er mich wiederbeleben - und das mit viel zu viel Spucke. Kaum war ich in der Wohnung, raste ich ins Bad, wo mein Spiegelbild mir bestätigte, dass ich aussah, als habe mich eine Deutsche Dogge abgeknutscht - im Regen.

Nicht, dass ich auf größere Erfolge bei der Wahl eines Freundes verweisen könnte. Mit Ausnahme von Lewis, meinem langjährigen Freund damals zu Hause, scheine ich irgendwie immer danebenzugreifen. Drei Dates vergehen, vier, manchmal auch fünf bis zur unvermeidlichen Pleite. Allmählich frage ich mich, ob es vielleicht nicht auch problematisch ist, eine so strahlende Schönheit wie Sarah zur besten Freundin zu haben. Bei Männern weckt sie eindeutig unrealistische Erwartungen an Frauen. Wenn ich sie nicht über alles lieben würde, würde ich ihr wahrscheinlich die Augen ausstechen wollen.

Egal, vielleicht ist es dumm von mir, aber ich weiß, dass keiner dieser Männer der richtige war. Ich bin eine Romantikerin. In meiner Fantasie ist

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