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Ein Traummann zum Dessert von Ketterl, Gabriele (eBook)

  • Verlag: Edel Elements
eBook (ePUB)

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Ein Traummann zum Dessert

Kurz vor ihrem dreißigsten Geburtstag ähnelt Sophias Leben einem Scherbenhaufen: Ihr Freund Stefan betrügt sie mit seiner blutjungen Assistentin - und das, obwohl sie ihm kurz zuvor einen romantischen Heiratsantrag gemacht hat. Was nun? Arsen (für ihn) oder Flucht (für sie)? Sophia wählt nach reiflicher Überlegung die Flucht und taucht vorübergehend bei Freunden im sommerlichen Venedig unter. Dass sie in der verzauberten Stadt innerhalb kurzer Zeit zwischen zwei atemberaubenden Männern steht, hätte sie niemals vermutet. Doch sowohl Conte Ariano als auch der junge Romano, der ihr bei der ersten Begegnung etwas unheimlich erscheint, verwirren sie. Zu allem Überfluss steht urplötzlich Stefan vor der Tür und legt ihr ein Angebot zu Füßen ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 340
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783962152338
    Verlag: Edel Elements
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Ein Traummann zum Dessert

3.

"Signora?!"

Wenn sie jetzt noch anfing Stimmen zu hören, wurde es langsam wirklich kritisch.

"Hey, Signora! Brauchen Sie Hilfe?"

Gut, solange die Stimmen solche Fragen stellten, könnte sie sich eventuell mit dem Phänomen arrangieren. Suchend blickte sie sich um. Allerdings sah sie nichts bis auf drei an Betonpollern festgezurrte Boote. Aber irgendjemand rief doch hier?

"Hier, Signora. Auf dem Boot links von Ihnen."

Erneut blickte sie suchend die Reihe entlang.

"Das andere Links, Signora." Die Stimme klang ebenso amüsiert wie knurrig, eine seltsame Mischung.

Endlich erkannte sie im Halbdunkel die Umrisse einer menschlichen Gestalt auf dem links von ihr festgemachten Boot. Eine recht große Gestalt.

So froh Sophia war, auf ein menschliches Wesen zu treffen, so unsicher war sie auch, ob sie das gut finden sollte. Dem Mann waren ihre Überlegungen offensichtlich egal, dann er lief schnell und geschickt über das Deck des beeindruckenden Holzbootes und sprang mit einem sehr eleganten Satz an Land. Als er sich vor ihr aufrichtete, war sie sich kurzfristig sogar sehr sicher, dass sie das alles nicht gut fand. Er war gewiss einen Meter neunzig groß, wenn nicht noch mehr, sein Gesicht wurde zu einem Teil von langen, schwarzen Haaren verdeckt und an den muskulösen Armen erkannte sie diverse Tätowierungen. Als ob das nicht genügen würde, baumelte an seinem Ohr ein umgedrehtes Kreuz. Komplett in schwarz gekleidet, Tattoos, ein ausgesprochen dunkler Typ ... Selbst wenn er nicht gleich einer Teufelsanbetersekte angehören musste, aber mal im Ernst, hätte es denn nicht ein harmlos-sympathischer Kerl á la Käpt'n Iglo sein können?

Als er jetzt mit beiden Händen die langen Haare nach hinten schob, revidierte sie ihre Meinung geringfügig. Der Satansjünger hatte ein ausnehmend hübsches Gesicht, sehr ernst, aber verdammt hübsch.

"Äh, hallo, ja, Hilfe bräuchte ich tatsächlich. Ich habe die letzte Fähre zum Markusplatz verpasst."

"Um fünf Uhr in der Früh geht die erste."

Charmantes Kerlchen. "Danke, das weiß ich auch. Ich suche eine Möglichkeit, doch noch rüberzukommen."

"Sagen Sie das doch gleich." Sieh einer an, da konnte der Bengel doch tatsächlich lächeln, auch wenn dieses Lächeln vor Zynismus troff. "Wenn Sie sich noch ein paar Minuten gedulden, könnte ich Sie mitnehmen."

Sophia musste sich, müde und übernächtigt wie sie war, ziemlich zusammenreißen. "Trifft sich doch gut. Ich habe tatsächlich gerade nichts Wichtiges vor." Sie musterte den Mann unauffällig, so glaubte sie zumindest. Wollte sie sich ihm überhaupt anvertrauen? Wobei ihre Möglichkeiten recht überschaubar waren und er derzeit wohl die eindeutig beste Option darstellte.

Er schüttelte mit nachsichtiger Miene den Kopf. "Also, Signora, so richtig viel Vertrauen haben Sie aber nicht in mich, oder?"

"Ganz normaler, weiblicher Überlebenstrieb." Sie warf ihm einen giftigen Blick zu, was ihn zu einem weiteren schiefen Lächeln nötigte.

"Aha, nun ja. Wenn ich mich so umsehe, dann ist die Auswahl an Anwärtern zum Retter in strahlender Rüstung wohl recht eingeschränkt, nicht wahr?" Seine Miene wurde ein wenig entspannter und er seufzte leise. "Frauen und ihre Vorurteile. Keine Angst, ich bin vollkommen harmlos. Ich mach jetzt mein Deck schnell fertig, dann legen wir ab, und ich bring Sie rüber, in Ordnung?"

Sie nickte ein wenig kleinlaut. "In Ordnung, tut mir leid, ich wollte Sie nicht kränken."

"Haben Sie nicht, ich komm damit ganz gut klar."

Sie beobachtete ihn dabei, wie er mittels eines kleinen Eimers und eines Schrubbers das Heck des Bootes säuberte, das Putzwasser ins Meer kippte, alles flink aufräumte und wieder zu ihr kam.

"Geben Sie schon her, Sie brechen ja unter der Tasche fast zusammen." Er nahm ihr die Reisetasche ab, verfrachtete diese und ihren Koffer auf das Schiff und streckte ihr dann eine Hand entgegen, um ihr

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