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Eine Hand für Dich von Bolz, Peter (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 04.02.2015
  • Verlag: United P. C. Verlag
eBook (ePUB)
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Eine Hand für Dich

Dieses Buch wird Sie mitreißen! An Hand menschlicher Schicksale wird Ihnen so ganz nebenbei auch die Entwicklung des Rettungsdienstes im Raum Rosenheim von seinen Kinderschuhen an, aufgezeigt. Es bietet viel Spannung, Unterhaltung und auch Anlass zum Nachdenken. Genießen Sie diese Seiten, in denen auch ich selbst meine eigenen Erinnerungen wiederfand. Thomas Neugebauer, Leiter des Rettungsdienstes im BRK Rosenheim

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 370
    Erscheinungsdatum: 04.02.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783710318559
    Verlag: United P. C. Verlag
    Größe: 526kBytes
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Eine Hand für Dich

Geschichte 1
"Erster Mai"

In vielen Gemeinden unserer Gegend werden am ersten Mai traditionell Maibäume aufgestellt. Das ist ein großes Fest, bei dem die gesamte Dorfbevölkerung entweder als Zuschauer, oder aktiv beim Aufstellen des riesigen Baumes beteiligt ist. Zumeist übernimmt der Trachtenverein das Herstellen, Schmücken und Aufstellen des Maibaumes. Dazu sind bestimmte Bräuche festgelegt. Einer davon ist das Stehlen dieses gigantischen Kolosses einige Wochen vor dem Aufstellen, wenn dieser aber bereits fertiggestellt ist. Darum kümmert sich zumeist ein Verein der Nachbargemeinde. In einer Nacht- und Nebelaktion wird der Mast in das Nachbardorf verfrachtet und muss dann dort ausgelöst werden. Ist man sich nach langem Feilschen endlich über den Auslösepreis einig, zumeist eine Brotzeit mit einigen "Tragerln" Bier, so wird der Stamm feierlich zurückgebracht. Dies geschieht pünktlich am ersten Mai, rechtzeitig zum Aufstellen. Der Rücktransport ist eine lustige, feuchtfröhliche Angelegenheit. Ein Traktor zieht den Wagen, auf dem der lange Maibaum liegt. Er ist bunt geschmückt und auf dem Wagen sitzen auch die Mitglieder der "Diebesbande". Von einer Ziehharmonika wird der Zug musikalisch untermalt. Das Aufstellen eines solchen Maibaumes ist eine langwierige und nicht ungefährliche Angelegenheit, bei der viele junge Männer den Baum mit langen Stangen Stück für Stück immer weiter nach oben stemmen, bis dieser senkrecht in seiner Halterung verankert werden kann. Ein sehr spannender Vorgang bei dem das ganze Gewicht eines solchen Mastes stets genau unter Kontrolle gehalten werden muss.

Ein solcher erster Mai war es, als wir zum Tagdienst in unsere Wache kamen. Aus der Garage holten wir unseren Krankentransportwagen (abgekürzt KTW), einen Fiat Kastenwagen. Dieser Fiat war zwar deutlich kleiner, als der sonst beim Roten Kreuz übliche VW-Bus, aber dieses Fahrzeug hatte die Ortsgruppe Endorf damals aus Spendengeldern der Bevölkerung selbst finanziert.

Das Endorfer Fahrzeug war somit im Landkreis Rosenheim und sicher noch weit darüber hinaus in dieser Zeit eine Besonderheit. Wegen des kleinen Patientenraumes in dessen Mitte die Trage ohne Tisch auf dem Boden stand, hatte man ständig das Gefühl, das Krankenwägelchen wäre völlig überfordert. Es war so wenig Stauraum für die Ausrüstung vorhanden, dass wir jeden Winkel ausnutzen mussten. Das verstärkte den Eindruck des engen Raumes noch weiter.

Auch die fahrtechnischen Mucken des Wagens waren nicht immer einfach zu meistern. So kam es im Winter bei großer Kälte vor, dass der Motor sich nicht einmal mit allen Tricks und gutem Zureden starten ließ. Da halfen dann manchmal auch die wildesten Flüche nichts. Mit diesem kleinen Sorgenkind waren wir einige Jahre unterwegs.

Heute brachte unser Fahrer den Wagen jedoch sofort zum Laufen und fuhr ihn in den Hof hinter unserem Wachraum, wo er mit laufendem Motor eine Weile stehen blieb. Dadurch hofften wir, den Motor dann leichter starten zu können, wenn er gebraucht wurde. Gemeinsam sahen wir die Ausrüstung durch, ersetzten verbrauchtes Material, kontrollierten alle wichtigen Teile auf fehlerfreie Funktion und wuschen den Wagen innen und außen. Er war von einem Einsatz in der vergangenen Nacht noch schmutzig.

Es gibt im Rettungsdienst in unserer Zeit eine Reihe verschiedener Fahrzeuge:

Einmal das Notarzteinsatzfahrzeug (NEF), zumeist ein schneller, oft geländegängiger PKW mit allem ausgestattet, das bei einem Notfall gebraucht wird. Mit diesen Fahrzeugen wird in der Regel der Notarzt zum Einsatzort gebracht.

Das nächstgrößere Fahrzeug ist der Krankentransportwagen (KTW). Er kann Patienten sitzend oder liegend befördern und bringt eine medizinische Grundausstattung mit.

Der Rettungswagen (RTW) verfügt über ein wesentlich größeres Raumangebot mit Stehhöhe und bringt eine ausgefeilte und vollständige Ausrüstung zur Rettung und medizinischen Versorgung mit.

Allerdings

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