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Eine Liebe am Meer Roman von Fforde, Katie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.05.2018
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Ab 25.05.2018 per Download lieferbar

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Eine Liebe am Meer

Die dreißigjährige Emily ist glücklich als Hebamme und Single. Aber eine frische Brise ist ja nie verkehrt, und so nimmt sie ohne zu zögern die Einladung ihrer besten Freundin Rebecca an, mit ihr und Freunden den Sommer über auf einem alten Kutter die schottischen Kanäle entlang zu schippern. An Bord ist auch der attraktive Alistair, der seiner bezaubernden kleinen Tochter ein liebevoller Vater ist und zufrieden mit seinem Leben wirkt. Könnte also alles nicht schöner sein. Oder doch?

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 382
    Erscheinungsdatum: 25.05.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732556564
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Originaltitel: A Summer at Sea
    Größe: 1245kBytes
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Eine Liebe am Meer

Prolog

Die Hebamme Emily und die werdende Mutter Susanna hatten sich behaglich in dem von Kerzenlicht erhellten Raum eingerichtet. Alles lief nach Plan; bisher war es eine Geburt wie aus dem Lehrbuch. Emily war überzeugt, dass nichts schiefgehen würde, und war, wie immer, positiv gespannt. Es würde sie niemals langweilen, neuem Leben auf die Welt zu verhelfen.

Obwohl sie völlig entspannt wirkte, während sie die Wehen begleitete, war jeder ihrer Sinne hellwach. Sie hörte, wie ein Schlüssel im Schloss der Haustür umgedreht wurde, und trat gleichzeitig mit einem Mann in den Flur. Das musste Susannas Ehemann Ed sein, Offizier in der Armee, der mit seinem Regiment bei einer Übung im Ausland gewesen war. Emily war verblüfft: Weder sie noch Susanna hatten so bald mit ihm gerechnet.

"Sie sind sicher Ed", sagte sie. "Wie wunderbar, dass Sie es rechtzeitig geschafft haben! Susanna meinte, dass es nicht klappen kann." Er sah erschöpft aus - bestimmt war er viele Stunden lang gefahren. Außerdem war er sichtlich aufgebracht. Wahrscheinlich hatte er sich während der gesamten Fahrt darüber aufgeregt, dass seine Frau sich für eine ganz andere Art der Geburt entschieden hatte, als er sich das vorstellte.

"Wo ist Susanna?", fragte er kurz angebunden. "Ich muss sie sehen!"

Emily war klar, dass sie ihn von seiner Frau fernhalten musste, solange er so offensichtlich angespannt war, denn seine Stimmung konnte sich leicht auf die werdende Mutter übertragen. Emily stand vor der Tür des Wohnzimmers, in dem Susanna in den Wehen lag. Normalerweise war es nicht ihre Art, einem werdenden Vater den Zutritt zu seiner Frau zu verwehren, aber das hier war etwas anderes. Er musste sich erst beruhigen, denn sein Zorn konnte alles durcheinanderbringen.

"Natürlich", antwortete Emily lächelnd und in ihrer sanftesten Tonlage, während sie krampfhaft überlegte, wie sie Susanna abschirmen könnte. Dann ging sie zum Angriff über. "Doch ich muss Sie bitten, sich zuerst die Hände zu waschen. Und wie wär's mit einer Tasse Tee nach der langen Reise? Sie müssen völlig erschöpft sein." Er würde bei der Geburt nicht selbst mit anpacken. Allerdings konnte Händewaschen beruhigend wirken.

Aber er ließ sich nicht besänftigen. "Hören Sie, ich will, dass Susanna unser Baby im Krankenhaus bekommt - das wusste sie ganz genau. Dass Sie und meine Frau sich jetzt hinter meinem Rücken gegen mich verschwören ... Ich kann mir nur zu gut vorstellen, was mein Vater davon halten würde!"

Emily wusste über den Schwiegervater ihrer Patientin Bescheid. Er war Gynäkologe im Ruhestand - ein Arzt der alten Schule, der alles auch nur entfernt "Natürliche" bei einer Geburt vehement ablehnte. Jede Art der Geburt, bei der die Frau nicht auf dem Rücken in einem Krankenhaus lag und bei der nicht jede medizinische Behandlungsmöglichkeit ausgeschöpft wurde, war für ihn inakzeptabel.

Seine Schwiegertochter Susanna hatte ganz andere Vorstellungen und war beinahe erleichtert gewesen, als klar wurde, dass ihr Mann es wahrscheinlich nicht rechtzeitig zur Geburt schaffen würde. Ed hingegen hatte sich die Ansichten seines Vaters völlig zu eigen gemacht.

"Ich versichere Ihnen, dass es keine Verschwörung gibt. Und es wird auch eine ganze Weile noch nichts passieren. Sie haben jede Menge Zeit, sich frisch zu machen und einen Tee zu trinken." Emily lächelte wieder. "Ich sehe mal nach, wie Susanna vorankommt."

Aber Ed hatte offensichtlich nicht vor, sich die Hände zu waschen oder sich zu beruhigen. "Sie können mich nicht aufhalten!", sagte er. "Es ist meine Pflicht, meine Frau zu beschützen."

Es war zwar nicht klar, wovor er seine Frau beschützen wollte, doch er blieb hartnäckig. Er wollte Emily zur Seite schieben, konnte sich aber gerade noch zusammenreißen.

"Nein", wiederholte sie. "Sie können da nicht rein, bevor ..." Sie hielt inne und überlegte, was sie sagen konnte, um ihn davon abzuhalten, wie ein Elefant ins

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