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Eine unbeugsame Braut von Ahrnstedt, Simona (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 29.06.2018
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
8,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Ab 29.06.2018 per Download lieferbar

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Eine unbeugsame Braut

Zwei wie Feuer und Wasser

Iliana Henriksdotter ist entsetzt, als sie gezwungen wird, den berüchtigten Ritter Markus Järv zu ehelichen. Markus ist ein Mann des Krieges, vom Leben gezeichnet, weithin gefürchtet und das genaue Gegenteil des freundlichen Bauernsohnes, den die junge Heilerin heiraten wollte. Doch sosehr sie ihn auch verabscheut - das Schicksal hat seine eigenen Pläne. An der Seite des düsteren Ritters beginnt für Illiana eine abenteuerliche Reise, während der sie sich nicht nur einem tödlichen Feind stellen müssen, sondern auch der Tatsache, dass Hass und Liebe manchmal sehr nah beieinander liegen ...

'Simona Ahrnstedts Schreibstil ist perfekt!' Gone with the Books

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 470
    Erscheinungsdatum: 29.06.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736307629
    Verlag: LYX
    Originaltitel: Betvingade
    Größe: 880 kBytes
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Eine unbeugsame Braut

1

Östergötland

Christi Himmelfahrt, Mai 1349

Die Wahrheit - und darüber machte sich Illiana Henriksdotter keine Illusionen - sah folgendermaßen aus: Sie hatte keine große Auswahl an möglichen Verlobten.

Illiana blickte hinunter auf ihre Hände, die ausnahmsweise einmal ruhig in ihrem Schoß lagen. Sie hatte sie zwar draußen im Eimer gewaschen, aber unter ihren Nägeln war immer noch Erde. Diskret versuchte sie, das Gröbste zu entfernen. Den ganzen Vormittag hatte sie kniend im Garten verbracht. Überall keimte und spross es: Kräuter und duftende Gewürze, die hellen Triebe der Rauke und kleine Büschel aus Thymian. Es war die Jahreszeit, die sie am meisten liebte. Sie versuchte, sich mit Gedanken an ihren erblühenden Garten abzulenken, doch:

Ob sie es nun wahrhaben wollte oder nicht ...

"Es wird sie sowieso kein anderer heiraten wollen", sagte ihre Mutter laut und verärgert.

Genau.

Auch wenn Illiana zum gleichen Ergebnis gekommen war, tat es dennoch weh, es zu hören. Kurz gesagt: Sie war unmöglich zu verheiraten.

Ihre Mutter Rikissa wandte sich vom Fenster ab und fuhr fort: "Wir können Axel ebenso gut eine Zusage geben. Bevor sie zu alt ist. Besser Axel als niemand." Trotz dieser Worte wirkte ihre Mutter nicht gerade zufrieden. Ja, vielleicht war Axel immer noch besser als gar keiner, aber der Unterschied schien für sie gering zu sein.

Illiana kratzte an einem grünen Fleck auf ihrem Rock und versuchte, nicht zu zeigen, wie sie sich für ihre Unzulänglichkeiten schämte - besonders jene auf dem Heiratsmarkt. Während sie weiter an dem Fleck herumschabte, breitete sich ein Duft nach Minze aus. Minze hatte sie schon immer gemocht, das war eine beständige und winterfeste Pflanze. Viele Kräuter überstanden den Winter nicht, aber die Minze überlebte alles. Illiana hob den Kopf (früher oder später musste sie das ja) und blickte ihre Mutter an. Rikissa war eine herbe Schönheit mit ihren graublauen Augen und den hohen Wangenknochen. Folgsam erwiderte Illiana: "Ich habe nichts gegen Axel."

Ihre Mutter trommelte mit den Fingern gegen die Holzwand. "Ich hatte wirklich geglaubt, dass es mit Sture etwas werden könnte", sagte sie. "Ich hatte darauf gehofft."

"Er war eine bessere Partie", stimmte Illianas Vater, Henrik Svensson, ihr zu. Breitbeinig stand er da, mit beiden Händen am Ledergürtel, und blickte sein jüngstes Kind finster an. "Was für ein teuflisches Unglück, dass er sterben musste. Sein Hof lag auf fruchtbarem Boden."

Illiana versuchte, nicht zu zeigen, wie unendlich erleichtert sie darüber war, dass der alte, zahnlose Sture im letzten Jahr das Zeitliche gesegnet hatte. Denn trotz seines Alters hatte er ständig ihren Körper angestarrt, und seine Blicke hatten sich wie Ungeziefer angefühlt, das an ihr hochkroch. Im Gegensatz zum uralten Sture war Axel jung, gutmütig und ruhig. Überdies besaß er noch alle seine Zähne und starrte Illiana nicht ständig an. Sie war zutiefst dankbar, dass er sich getraut hatte, um ihre Hand anzuhalten. Auch wenn sich ihre Eltern einen reicheren Schwiegersohn wünschten, war sie selbst mehr als zufrieden. Axel war der Richtige für sie: rücksichtsvoll, freundlich und fürsorglich.

"Das ist alles deine Schuld." Ihr Vater verschränkte die Arme vor der Brust und blickte Illiana an, wie er seine einzige Tochter für gewöhnlich anzusehen pflegte - wie ein lahmes Pferd oder einen untauglichen Jagdhund. "Immer bist du allein unterwegs. Wühlst in der Erde und dergleichen. Kein Wunder, dass die Leute dich merkwürdig finden. Ich finde dich auch merkwürdig."

Illianas Mutter sagte nichts. Sie blickte aus dem Fenster, aber Illiana spürte, dass Rikissa der gleichen Meinung war wie ihr Mann: Es war Illianas Schuld, dass sie noch keinen Ehemann gefunden hatte.

Von draußen hörte man geschäftiges Treiben. Die Bediensteten des Ho

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