text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Elisabeth I. Die große Romanbiografie von Wusowski, Cornelia (eBook)

  • Verlag: dotbooks GmbH
eBook (ePUB)
7,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Elisabeth I.

Ein fesselnder Roman über die legendäre Königin, die England zur Weltmacht führte: 'Elisabeth I.' von Cornelia Wusowski jetzt als eBook bei dotbooks. Liebe und Macht, Loyalität und Verrat ... Ihr Vater war der skrupellose Heinrich VIII., ihre Mutter die schöne Anna Boleyn: In ihrer Kindheit steht Elisabeth im Zentrum der Aufmerksamkeit - doch als ihre Mutter wegen Ehebruchs zum Tode verurteilt wird, erklärt man das Mädchen zum Bastard. In den Tower gesperrt und von der Thronfolge ausgeschlossen, lebt Elisabeth fernab vom Prunk des Hofes - und wird im Jahr 1559 trotzdem zur Königin von England gekrönt! Als Herrscherin über eine gespaltene Nation muss sie sich immer wieder gegen gefährliche Feinde durchsetzen. Aber sie ist gebildet, weltgewandt und bereit, ihrem Land bedingungslos zu dienen - selbst wenn sie dafür ihre große Liebe opfern muss ... Das opulente Portrait einer der mächtigsten Frauen der Weltgeschichte! Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Elisabeth I.' von Cornelia Wusowski. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Cornelia Wusowski wurde 1946 in Fulda geboren. 1971 schloss sie ihr Studium der Politischen Wissenschaft am Otto-Suhr-Institut der Freien Universität Berlin mit dem Diplom ab. Bis 2009 war Cornelia Wusowski im Höheren Verwaltungsdienst tätig. Anfang der 1990er-Jahre schrieb sie ihren ersten historischen Roman. Auf ihr erfolgreiches Debüt 'Die Familie Bonaparte' folgten weitere Romanbiografien großer historischer Persönlichkeiten. Diese bieten dank der detaillierten Recherche von Cornelia Wusowski einen überzeugenden Einblick in die Charaktere. Bei dotbooks veröffentlicht Cornelia Wusowski: 'Katharina von Medici''Elisabeth I.''Friedrich der Große: Der ungeliebte Sohn''Friedrich der Große: Der einsame König''Die Familie Bonaparte'

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 1390
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958247826
    Verlag: dotbooks GmbH
    Größe: 3344 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Elisabeth I.

PROLOG

1536

An einem warmen Julivormittag im Jahre 1536 ritt ein junger Mann nach Schloß Hatfield, das ungefähr drei Stunden von London entfernt lag. Der Reiter, dessen Wams aus geschlitztem, scharlachfarbenem und weißem Atlas den adligen Herrn verriet, summte gutgelaunt die Melodie eines Liedes, das der regierende zweite Tudorkönig verfaßt und komponiert hatte, und erinnerte sich dabei an die Hoffeste anläßlich des Johannistages und des Königs 45. Geburtstag am 28. Juni in Schloß Nonsuch.

Pastime with good company
I love and shall until I die.
Grudge so will, but none deny;
so God be pleased, so live will I:
for my pastance hunt, sing and dance
my heart is set all goodly sport -
to my comfort:
Who shall me let?

(Zeitvertreib in angenehmer Gesellschaft

liebe ich und werde ich lieben, bis ich sterbe.

Murre, wer mag - doch keiner wird's mir verweigern;

wenn es Gott gefällt, werde ich so leben:

zu meinem Zeitvertreib jagen, singen und tanzen;

meinem Herzen ist nach froher Tat zumute -

zu meinem Vergnügen:

Wer soll mich daran hindern?)

Heinrich VIII. - seit siebenundzwanzig Jahren Beherrscher Englands - war bei höfischen Festen stets gut gelaunt, so auch an jenem Junitag. Während des mehrstündigen Banketts hatte er - der Musikliebhaber - zwischendurch zur Laute gesungen, und als der Ball begann, war er, trotz seiner Leibesfülle, beim Tanzen in die Luft gesprungen, und viele der älteren Hofleute waren bei diesem Anblick lebhaft an den jungen König erinnert worden. Der Grund für diese Ausgelassenheit, dachte der junge Mann mit Genugtuung, ist meine Familie, die Seymours, oder besser, meine Schwester Jane, die seit einigen Wochen mit dem König verheiratet ist. Ihr ältester Sohn wird dereinst England regieren, niemand kann ihm den Anspruch auf die Krone streitig machen, zumal der Herzog von Richmond - Heinrichs unehelicher Sohn - vor wenigen Tagen, am 22. Juli, gestorben ist. Und die zwei Töchter? Unwichtig, Bastarde!

Die Seymours sind jetzt die erste Familie am Hof, überlegte er, welche einflußreichen Ämter standen ihm, dem Achtundzwanzigjährigen, und seinem älteren Bruder Eduard offen. Und diese Hoffnung berauschte ihn derart, daß er vom Trab in einen übermütigen Galopp wechselte. Gegen Mittag erreichte er eine Ortschaft und ritt zu dem großen Platz, der, da kein Markttag war, ausgestorben in der Sonne lag, lediglich einige halbwüchsige Jungen lungerten träge um den Brunnen herum. Vor dem Gasthof saß er ab und wollte eben sein Pferd in den Hof führen, als plötzlich die vor Wut sich überschlagende Stimme des Wirtes die mittägliche Stille durchschnitt: "Hinaus, verschwinde, du papistischer Hundesohn!"

"Habt Erbarmen, in Gottes Namen..."

"In Gottes Namen! In Gottes Namen habt Ihr in Eurem Kloster gelebt wie ein Landedelmann, habt geschlemmt, gezecht, gehurt! Hinaus, oder ich hetze die Hunde auf Euch. He, Tom, öffne den Zwinger!"

Fast gleichzeitig schrie eine hohe, schrille Stimme um Hilfe, und ein junger, beleibter Mönch rannte, seine Kutte hochraffend, durch das Tor und über den Platz. Thomas Seymour vermutete, daß der Ordensbruder zu einer der kleineren Abteien gehörte, die seit dem Frühjahr aufgelöst wurden, und daß er auf dem Weg zu einem großen Kloster war, in der Hoffnung, dort aufgenommen zu werden. Der Lärm schreckte die Einwohner aus ihrer Ruhe, und an den Fenstern und unter den Türen sah man jung und alt, teils neugierig, teils offensichtlich schadenfroh die Szene verfolgen.

"He, du Hurenbock", rief einer der Jungen, "wie vielen Nonnen hast du dicke Bäuche gemacht?" Die Leute begannen zu lachen, der Junge hob einen Stein auf und warf ihn dem fliehenden Mönch nach. Thomas hatte teils amüsiert, teils interessiert das Geschehen beobachtet, und als er nun sein Pferd in den Hof führte und einem Knecht übergab, damit er es versorge, ging ihm durch

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen