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Emmas Herz Roman von Reid, Taylor Jenkins (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.06.2018
  • Verlag: Diana Verlag
eBook (ePUB)
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Emmas Herz

Ausgerechnet an ihrem Hochzeitstag erreicht Emma ein schreckliche Nachricht: Der Hubschrauber ihres Mannes Jesse ist bei einem Filmdreh über dem Pazifik abgestürzt. Jesse wird nicht gefunden und bald für tot erklärt. Emmas Herz beginnt erst dann zu heilen, als sie Sam wiedertrifft und sich in den Jugendfreund verliebt. Mit ihm fängt sie ein neues, ganz anderes Leben an. Doch kurz nach ihrer Verlobung mit Sam bekommt sie einen Anruf, der ihre Welt erneut erschüttert...

Taylor Jenkins Reid wurde in Massachusetts geboren, studierte am Emerson College in Boston und lebt heute mit ihrem Mann in Los Angeles. Bevor sie ihr erstes Buch "Neun Tage und ein Jahr" schrieb, war sie für verschiedene Zeitungen tätig. "Das Glück und wir dazwischen" ist ihr dritter Roman.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 400
    Erscheinungsdatum: 11.06.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641177478
    Verlag: Diana Verlag
    Originaltitel: One True Loves
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Emmas Herz

I ch habe gerade mit meiner Familie und meinem Verlobten zu Abend gegessen, als mein Ehemann anruft.

Es ist Vaters vierundsechzigster Geburtstag. Er trägt seinen Lieblingspullover, einen jägergrünen Kaschmirpullover, den ihm meine ältere Schwester Marie und ich vor zwei Jahren geschenkt haben. Ich glaube, darum mag er ihn so gern. Na ja, und natürlich vor allem, weil er aus Kaschmir ist.

Meine Mutter sitzt in einer hauchdünnen weißen Bluse und einer Kakihose neben ihm und unterdrückt ein Lächeln. Sie weiß, dass gleich ein kleiner Kuchen mit einer Kerze hereingetragen wird, und dann folgt ein Ständchen. Ihre Vorliebe für Überraschungen hat etwas Kindliches.

Meine Eltern sind seit fünfunddreißig Jahren verheiratet. Sie haben zwei Kinder großgezogen und betreiben erfolgreich einen Buchladen, den eine ihrer Töchter weiterführen wird. Außerdem haben sie zwei entzückende Enkelkinder. Es gibt vieles, worauf sie stolz sein können. Dies ist ein glücklicher Geburtstag für meinen Vater.

Marie sitzt neben meiner Mutter auf der anderen Seite, und wenn die beiden so dasitzen und in dieselbe Richtung blicken, fällt mir jedes Mal auf, wie ähnlich sie sich sehen. Schokoladenbraunes Haar, grüne Augen, zierliche Statur.

Den dicken Hintern habe ich abbekommen.

Zum Glück weiß ich das mittlerweile zu schätzen. Schließlich gibt es viele Songs über wundervolle Hinterteile, und wenn ich seit meinem dreißigsten Geburtstag etwas gelernt habe, dann, dass ich versuchen sollte, ohne Wenn und Aber zu mir zu stehen.

Ich heiße Emma Blair, und ich habe einen Hintern.

Ich bin einunddreißig Jahre alt, ein Meter siebzig groß und trage einen herausgewachsenen Pixie-Schnitt. Eine Ansammlung von Sommersprossen im oberen rechten Wangenbereich lenkt von meinen haselnussbraunen Augen ab. Mein Vater sagt gern scherzhaft, darin könne er den Kleinen Bären erkennen.

Letzte Woche hat mir mein Verlobter Sam einen Ring geschenkt, nach dem er mehr als zwei Monate gesucht hat: Rotgold mit einem Diamanten. Es ist zwar nicht mein erster Verlobungsring, doch einen Diamanten habe ich noch nie getragen. Wenn ich mich betrachte, sehe ich nur noch diesen Stein.

"O nein", sagt Dad, als er drei Kellner mit einem Stück Torte, auf dem eine Kerze brennt, auf uns zukommen sieht. "Ihr habt doch nicht etwa ..."

Das ist keine falsche Bescheidenheit. Mein Vater wird tatsächlich rot, wenn Menschen für ihn singen.

Meine Mutter dreht sich nach den Kellnern um. "Ach, Colin", sagt sie, "freu dich einfach. Du hast Geburtstag ..."

Doch da biegen die Kellner abrupt nach links ab und steuern einen anderen Tisch an. Anscheinend ist mein Vater nicht der Einzige, der am heutigen Tag geboren wurde. Als meine Mutter das Missverständnis bemerkt, versucht sie, die Situation zu retten.

"... darum habe ich denen gesagt, dass sie dir keinen Kuchen bringen sollen", sagt sie.

"Vergiss es", erwidert mein Dad. "Du hast dich bereits verraten."

Die Kellner sind am anderen Tisch fertig, und aus der Küche kommt der Geschäftsführer mit einem weiteren Stück Torte. Jetzt steuern sie alle miteinander auf uns zu.

"Du könntest dich unter dem Tisch verstecken", raunt Sam, "dann sage ich, du bist nicht da."

Sam sieht auf eine freundliche Art gut aus - was vermutlich die beste Art ist, gut auszusehen. Seine braunen Augen scheinen alles mit Milde zu betrachten. Und er ist lustig. Richtig lustig. Seit Sam und ich uns kennen, fällt mir auf, dass sich meine Lachfalten ausgeprägt haben. Höchstwahrscheinlich liegt das auch daran, dass ich älter werde, aber es kommt mir so vor, als würde ich mehr lachen als je zuvor. Was will man mehr als Freundlichkeit und Humor? Ich weiß nicht, ob es für mich noch etwas Wichtigeres gibt.

Der Kuchen kommt, wir singen aus vollem Hals, und mein Vater wird puterrot. Dann entfernen sich die Kellner und lassen ein Riesenstück Schokolad

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