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Entfesselte Leidenschaft Erotischer Roman von Alleyn, Fredrica (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.12.2015
  • Verlag: Bastei Lübbe AG
eBook (ePUB)
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Entfesselte Leidenschaft

Ein wunderschönes Armband öffnet Kristina die Tore in eine Welt von lustvollem Schmerz und gefährlicher Leidenschaft. Nie hätte sie geahnt, wieviel Lust ihr Schmerzen machen können.

Besonders fasziniert ist sie von dem düsteren und mysteriösen Tarquin Rashid, der ihr verspricht, alle ihre Fantasien wahr werden zu lassen, wenn sie sich nur ganz seinen Wünschen unterwirft...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 301
    Erscheinungsdatum: 10.12.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732515219
    Verlag: Bastei Lübbe AG
    Originaltitel: The Bracelet
    Größe: 1124 kBytes
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Entfesselte Leidenschaft

1

Kristina Masterton hob die neueste Ausgabe der Publishing News hoch und musterte die Titelseite. "Kristina schlägt sie alle" lautete die Schlagzeile, und darunter stand eine präzise, wenngleich wenig schmeichelhafte Beschreibung der Art und Weise, wie sie die Auktion für Martin Templars neuesten Thriller für sich entschieden hatte. "Die attraktive Kristina sagte, sie sei 'sehr zufrieden' mit dem Verlauf. Da fragt man sich allerdings, was es braucht, um sie glücklich zu machen ..."

Seufzend legte Kristina die Zeitschrift auf ihren Schreibtisch und lehnte sich auf ihrem Stuhl zurück. Der Artikel war fair geschrieben und mit einem sehr schmeichelhaften Foto von ihr versehen, und auch wenn die Kommentare leichte Spitzen enthielten, wusste sie doch, dass sie der Wahrheit entsprachen.

Sie versuchte, sich daran zu erinnern, wann sie zum letzten Mal richtig glücklich war. Laut der Zeitschriften und Zeitungen war sie eine junge Geschäftsfrau, die im Alter von sechsundzwanzig Jahren bereits alles erreicht hatte. Bei ihren Buchverträgen hängte sie sich richtig rein, um für ihre Klienten das Beste rauszuschlagen, aber das war nun mal der Job einer Literaturagentin, außerdem wäre es unverzeihlich, das nicht zu tun. Warum genau sie derart erfolgreich war, wusste sie selbst nicht genau, sie tippte jedoch auf eine Kombination aus Glück und harter Arbeit.

Ihr war klar, dass sie Glück hatte und erfolgreich war, und sie wusste ebenfalls mit schmerzhafter Klarheit, dass sie bei Weitem nicht "alles hatte", und genau das war das Hauptproblem. Irgendetwas fehlte in ihrem Leben, doch bis jetzt hatte sie noch nicht herausgefunden, was das war.

Sie war seit vier Jahren mit Ben zusammen, einem Werbetexter, mit dem sie in einem hübschen kleinen Haus in Chelsea lebte, das sie ihren Vorstellungen entsprechend eingerichtet hatte. Ben war sehr entspannt, und da sie klare Linien und neutrale, beruhigende Farben mochte, konnte er sich ihrer Meinung nach auch nicht beschweren. Er hatte ein schönes Zuhause, in das er abends heimkehren konnte, und im Laufe ihrer gemeinsamen vier Jahre hatten sie ein angenehmes Sexualleben entwickelt, das sie beide befriedigte. Der Sex spielte in ihrem Leben allerdings keine so große Rolle mehr wie früher, aber nach vier Jahren war das vermutlich bei den meisten Paaren so.

Ihr Telefon klingelte, und sie nahm den Anruf an und war dankbar für die Unterbrechung. Es überraschte sie, dass der Gedanke an ihr Sexualleben mit Ben sie ein wenig deprimierte, und mit dieser Erkenntnis wollte sie sich momentan lieber nicht beschäftigen.

"Kristina? Hi, hier ist Lucretia. Hast du ein paar Minuten Zeit für mich? Ich sitze gerade ziemlich in der Klemme."

Kristina legte die Finger enger um den Telefonhörer. Lucretia war eine ihrer erfolgreichsten Autorinnen. Sie schrieb heiße Romanzen, produzierte zwei Bücher pro Jahr, die sich auf der ganzen Welt sehr gut verkauften, aber sie war auch ein schwieriger Mensch. In dem Augenblick, in dem ihre Finger über der Tastatur zum Stillstand kamen, rief sie Kristina auch schon an, um sich über ihre Schreibblockade zu beschweren, und war stets felsenfest davon überzeugt, dass sie nie wieder auf der Bestsellerliste stehen würde. Nach einem halbstündigen Telefonat ging sie dann mit beruhigtem Ego und aufgepäppeltem Selbstbewusstsein wieder an ihren Computer und schrieb ein weiteres Kapitel für ihre Leser, die sie vergötterten, während Kristina nach dem Gespräch ausgelaugt und erschöpft war.

"Aber natürlich, Lucretia, du weißt doch, dass ich immer für dich da bin", sagte Kristina in ihrer beruhigendsten Stimmlage und starrte aus dem Bürofenster, während sie sich die übliche Litanei anhören musste. Hin und wieder murmelte sie "Natürlich kannst du das" oder "Aber du weißt doch, wie sehr dich alle lieben" ins Telefon und ließ ihre Gedanken ansonsten schweifen.

Wenn sie wirklich "alles hätte", dann müsste sie doch glück

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