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Esamarillion - oder Das Schwert des Hugo de Payens von Heyler, Schwarzer (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.10.2016
  • Verlag: united p.c.
eBook (ePUB)
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Esamarillion -

Wir erleben einen jungen Mann, der einen Zeitsprung in die Zeit der Kreuzzüge unfreiwillig erlebt, sich dort verliebt und die Vorbereitung zu einem Kreuzzug mitgestaltet.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 498
    Erscheinungsdatum: 25.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783710330056
    Verlag: united p.c.
    Größe: 407 kBytes
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Esamarillion -

Kapitel II

Der Zeitsprung

Ich verspürte plötzlich den unwiderstehlichen Drang, einen Gedenkstein in den Ruinen der Kaiserpfalz zu küssen, und ich küsste ihn! Es muss wohl an der Sonne gelegen haben, dass mich so ein derartiger Gedanke beflügelte. Auf einmal wurde mir schwindelig, es drehte sich alles um mich herum. Ich fand mich an einem Waldrand wieder. Mir war völlig schwindelig! So muss es wohl sein, wenn Spock im 23. Jh. auf der Enterprise eine Person durch das All beamt, oder das Raumschiff durch ein so genanntes Wurmloch fliegt.

Was für ein Wald ist das hier? Am Horizont fällt mir eine Burg auf, die der Kaiserpfalz, die ich zuletzt besuchte, zum Verwechseln ähnlich sieht. Nur ist diese Burg keine Ruine, sondern ein ganzes Bauwerk, und auf dem Burgfried weht eine Fahne, die ich nicht kenne. Allein schon die Form: das Banner ist wesentlich länger als die Fahnen der Kommunen. Zudem ist sie an der Seite parallel zum Fahnenmast auch noch gezackt. Links und rechts von der Einfahrt erblicke ich auch noch ein Lagerfeuer. Wo bin ich hier nur gelandet? Kann es sein, dass ich in der Vergangenheit bin?

Bin ich in der Vergangenheit, oder hat es mich nur an einen anderen Ort verschlagen? Jetzt muss ich den Analytiker in mir wieder wecken, denn als Netzwerkadministrator ist mir diese Denkweise nicht fremd, im Gegenteil, meine Arbeit erfordert analytisches Denken. Ich war zuletzt in der Kaiserpfalz zu Gelnhausen, also, wenn ich mich in der Vergangenheit befinden sollte, müsste ich jetzt im damaligen Königsforst zu Büdingen sein, ein anderes Waldstück fällt mir nicht ein. Ich beschäftigte mich ja früher viel mit der Vergangenheit und surfte oft im Internet auf den entsprechenden Homepages. Dieses Waldstück war mir von der Homepage von Gelnhausen in Erinnerung Gestützt auf meine Nachforschungen konnte ich davon ausgehen, dass ich mich in der Vergangenheit befand. Doch war ich nicht in der Kaiserpfalz direkt, sondern in einem Waldstück des Forstes gelandet, was ich als außerordentliches Glück empfand. Ich hielt mich erst einmal verborgen, um die nähere Umgebung zu beobachten und um zu klären, ob ich allein war oder in Gesellschaft, die mich noch nicht kannte! Jedenfalls kamen mit auf einmal Gestalten zu Fuß und zu Pferd entgegen, zumindest bewegten sie sich in meine Richtung. Mir fiel auf, dass die Reiter hölzerne Sättel hatten, was nicht dem 21. Jahrhundert, aus dem ich stamme, entspricht. Meines Wissens gab es die hölzernen Sättel in der Zeit um 800 - 1400 n. Chr., demzufolge befinde ich mich nun in der Vergangenheit!

"Merde"! - Wie der Italiener sagt!

Nicht nur die Sättel waren nicht aus meiner Zeit, sondern auch die Kleidung der Personen, die ich beobachtete. Ich dachte schon, es wären Filmaufnahmen zu einem neuen Film von Umberto Eco, der das Meisterwerk "Der Name der Rose" schrieb, nach dem der gleichnamige Film gedreht worden ist. Die Männer trugen Gewänder, die einem leichten Mantel glichen, keiner hatte eine Hose an, oder gar wie ich Jeans, die Levi Strauß im 19. Jahrhundert erschuf. Stattdessen trugen sie Pantalons, das damals übliche Beinkleid, wie sich später herausstellen würde. Wie denken die Gestalten im schlimmsten Fall, wenn sie nicht aus Filmszenen stammen, wenn ich mich also wirklich im 8. - 13. Jahrhundert befinde, wie denken diese Gestalten über mein Schweizer Offiziersmesser mit all seinen Möglichkeiten? Das ist für sie bestimmt ein Teufelswerk, genauso wie mein Big-Feuerzeug. Also muss ich mir etwas einfallen lassen.

Ich hielt mich erst einmal im Verborgenen auf, um folgendes zu erfahren: sind mir die Personen wohl gesonnen, ist vielleicht irgendein Krieg im Gange, oder hinter wem sind sie her? Kaum war die Gruppe von dannen gezogen - sie hatten mich offensichtlich nicht bemerkt -, versuchte ich, in die Nähe einer Häuseransammlung zu kommen. Das war gar nicht so einfach,

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