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Everything I Didn't Say von Ocker, Kim Nina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 31.10.2019
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
9,99 €
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Everything I Didn't Say

Meine Geschichte hat viele Happy Ends - viele Momente, in denen ich gerne auf Stopp gedrückt und den Augenblick für immer im Herzen eingeschlossen hätte. Und dann ging es weiter ... Als Jamie und Carter sich zum ersten Mal gegenüberstehen, sprühen zwischen ihnen augenblicklich die Funken. Dabei wissen sie beide, dass sie unbedingt die Finger voneinander lassen müssen: Jamie hat gerade erst ihren Job als Dramaturgieassistentin angetreten, und Carter ist als Star der Show vertraglich dazu verpflichtet, sich nicht mit einer Frau an seiner Seite in der Öffentlichkeit zu zeigen. Doch mit jedem Tag, den sie miteinander verbringen, knistert es heftiger zwischen ihnen, bis sie der Anziehungskraft nachgeben - nicht ahnend, dass das ihre Leben gehörig durcheinanderbringen wird ... Herzzerreißend, emotional und sexy: die neue New-Adult-Reihe von Kim Nina Ocker bei LYX! Band 2 (EVERYTHING I EVER NEEDED) erscheint am 28.02.2020. Kim Nina Ocker, geboren 1993, wuchs im beschaulichen Büren in Nordrhein-Westfalen auf und lebt heute mit ihrer Familie in Wennigsen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 517
    Erscheinungsdatum: 31.10.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736309241
    Verlag: LYX
    Serie: Everything 1
    Größe: 1244 kBytes
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Everything I Didn't Say

1.2

CARTER

Dieser Tag war eindeutig anstrengender als gewöhnlich. Aus irgendeinem Grund kamen mir die Takes länger, die Dialoge komplizierter und das Licht der Scheinwerfer heißer vor. Wobei ich nicht ausschloss, dass die Temperatur in der Halle an der neuen Praktikantin lag. Vielleicht war es ein Klischee, doch Praktikantinnen waren heiß. Und diese hatte deutlich mehr zu bieten als die anderen Mädchen, die hier alle Jubeljahre hereinmarschierten und sich ein paar Wochen lang unglaublich wichtig fühlten.

Es war offensichtlich gewesen, dass diese Jamie hingegen keine Ahnung von der Serie hatte. Ansonsten hätte sie mich gekannt. Hätte mich erkannt, als sie auf dem Hof in mich hineingerannt war.

Hatte sie aber nicht. Sie war nicht beeindruckt gewesen. Und das reizte mich.

Für gewöhnlich betrachteten andere mich auf zwei Arten: Entweder sie kannten mich aus der Serie und behandelten mich wie den Star, der ich irgendwann einmal werden wollte. Sie baten um Autogramme oder Fotos und waren sicher nicht an mir persönlich interessiert, sondern an der Figur, die ich im Fernsehen verkörperte.

Die andere Art war irgendwie abschätzend. Als erwarteten sie etwas von mir, wovon ich einfach nicht wusste, was es war. Es gab nur wenige Menschen, bei denen ich mich entspannen konnte, ohne darüber nachzudenken, was ich sagte und tat. Vermutlich hatte das mit meiner verkorksten Kindheit zu tun, an der jeder Therapeut seine helle Freude gehabt hätte. Ein Dad, der mich niemals ernst genommen hatte und dem ich nichts hatte recht machen können, und eine Mom, der ihre Freundinnen wichtiger gewesen waren als ich.

"Da bist du ja", riss mich jemand aus meinen Gedanken.

Ich sah auf. Murray saß in einem der Sessel im Personalraum. Die letzte Szene des Tages hatten nur ich und Prue gedreht, sodass ich den Raum heute Abend für mich allein hatte. Zumindest war ich davon ausgegangen.

"Waren wir verabredet?", fragte ich meinen Agenten. Ich versuchte wirklich, den genervten Unterton aus meiner Stimme zu verbannen, doch ich schaffte es nicht. Wenn Murray unangekündigt auftauchte, bedeutete das selten etwas Gutes. Im Grunde mochte ich ihn, aber er war mir eine Spur zu ehrgeizig, was bedeutete, dass er enorm hohe Ansprüche an mich hatte. Die hatte ich auch, doch im Gegensatz zu seinen waren meine nicht von denen meines Vaters abhängig. Ich erwartete einiges von mir selbst, sowohl beruflich als auch privat. Ich verfolgte ein bestimmtes Ziel, um das Bild, das ich von mir hatte, zu perfektionieren. Beruflicher Erfolg, finanziell auf eigenen Füßen stehen und vor allem meinem Dad beweisen, dass ich auch außerhalb seiner strikten Vorstellungen etwas wert sein konnte. Murray hingegen verfolgte die Ziele meines Vaters, was vor allem daran lag, dass es dessen Unterschrift war, die die Gehaltsschecks zierte.

"Ich wollte mal sehen, wie es so läuft", sagte Murray, erhob sich von seinem Sessel und zog mich in eine Umarmung, die allerdings eher geschäftsmäßig als herzlich ausfiel. Murray war kein herzlicher Kerl, grundsätzlich aber kein schlechter Mensch. Er war einer dieser Leute, die es schafften, Schnee in der Arktis zu verkaufen. Ein erstklassiger Agent, manchmal allerdings derart erfolgsfokussiert, dass ich das Gefühl bekam, eine Ware in seinem Sortiment zu sein. Was vermutlich auch stimmte.

"Alles bestens", antwortete ich und zog mir das T-Shirt über den Kopf, das nach einer Mischung aus Zigarettenrauch und Lufterfrischer roch. Ich brauchte dringend eine Dusche. "Hat Larry dir die Quoten geschickt?"

"Hat er", meinte Murray und nickte, während er mich eingehend musterte. "Du kommst bei den Zuschauern gut an, wenn man sich in den sozialen Medien und den Foren so umschaut."

"Hast du etwas anderes erwartet?", fragte ich mit einem schiefen Grinsen, das er jedoch nur halbherzig erwiderte.

"Wir sollten mehr Sendezeit verlangen."

Ich stöhnte, jetzt wirklich

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