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Für Gefühle ist es nie zu spät von Carr, Robyn (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 03.09.2018
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (ePUB)
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Für Gefühle ist es nie zu spät

Drei Schwestern, drei Mal Beziehungschaos. Clare kann sich nach ihrer Trennung nicht vor Männern retten. Bei Maggie hingegen ist nach zahlreichen Ehejahren die Leidenschaft auf der Strecke geblieben, was sie dringend ändern will. Bei Nesthäkchen Sarah schließlich ist Mr. Right noch weit entfernt - und der passende Kandidat, bei dem sie weiche Knie bekommt, scheint nur Augen für Clare zu haben ... Aber die Schwestern sind fest entschlossen, einander zur Seite zu stehen. Denn sie sind überzeugt: Fürs große Glück ist es nie zu spät!

"So lustig und unvorhersehbar wie das Leben."
Romantic Times Book Reviews

Seit Robyn Carr den ersten Band ihrer von den Kritikern gefeierten Virgin-River-Serie veröffentlichte, stehen ihre Romane regelmäßig auf der Bestsellerliste der New York Times. Auch ihre herzerwärmende Thunder-Point-Serie, die in einem idyllischen Küstenstädtchen spielt, hat auf Anhieb die Leser begeistert. Robyn Carr hat zwei erwachsene Kinder und lebt mit ihrem Ehemann in Las Vegas.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 368
    Erscheinungsdatum: 03.09.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955768157
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Originaltitel: Never Too Late
    Größe: 1799 kBytes
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Für Gefühle ist es nie zu spät

1. Kapitel

Clare fuhr durch den Märzregen zu dem Haus, das einmal ihr gehört hatte. Das Haus, aus dem sie ausgezogen war, als sie sich von ihrem Ehemann trennte. Sie fühlte sich ein bisschen schuldig, weil dies ein weiterer von ihren sehnsüchtigen nächtlichen Streifzügen war zurück zu all dem, was sie vermisste. Allerdings unternahm sie diese Touren nur, wenn sie wusste, dass Roger nicht da war. Wobei sie diesmal eine Geburtstagskarte dabeihatte, die sie ihm dalassen wollte.

Vielleicht war sie zu nett zu Roger, wie ihr gemeinsamer Sohn Jason behauptete. Denn ihre Schwestern ärgerten sich auch darüber, wie nachsichtig sie mit ihm war. Vielleicht sollte sie wirklich versuchen, ein bisschen härter zu sein. Vielleicht hatten alle recht - Roger verdiente ihre Rücksichtnahme nicht, und sie benahm sich wie ein Idiot.

Aber heute war Rogers vierzigster Geburtstag, und er tat ihr ein bisschen leid. Er hatte eindeutig ein Problem mit dem Älterwerden, was für ihn typisch war. Das hatte er jedenfalls gesagt. Also hatte Clare, ganz die verständnisvolle zukünftige Ex-Frau, ihm angeboten, ihn an seinem Geburtstag zum Abendessen zu bekochen. Das hätte Roger außerdem die Gelegenheit gegeben, etwas Zeit mit dem gemeinsamen Sohn zu verbringen - was Roger sich wünschte, aber Jason eher nicht. Doch Roger hatte erklärt, er sei geschäftlich unterwegs und werde den Abend irgendwo in einer anderen Stadt allein im Hotel verbringen müssen.

Es war wahrscheinlich besser, dass das mit dem Abendessen nicht geklappt hatte, denn Jason war immer noch wütend auf seinen Vater. Clare hatte ihn regelrecht zwingen müssen, die Geburtstagskarte zu unterschreiben, die sie auf dem Küchentresen liegen lassen wollte, damit Roger sie nach seiner Rückkehr finden würde. Sie hätte sich gewünscht, dass Jason sie begleitete, aber wie sich herausstellte, war das Unterschreiben der Karte das Äußerste, wozu er bereit gewesen war.

Bevor sie Jason bei seinem Freund Stan abgesetzt hatte, hatte er zu ihr gemeint: "Du wirst wieder mit ihm zusammenkommen, oder?" Seine Stimme hatte so giftig geklungen, dass sie es nicht gewagt hatte, ihm zu antworten. Was dazu führte, dass er sich bestätigt fühlte. "Also ja!"

"Nein!", hatte sie daraufhin behauptet. Und dies so vehement gesagt, wie sie konnte. "Aber ich denke, es wäre gut für uns alle - vor allem für dich -, wenn wir gut miteinander zurechtkämen."

"Ich will nicht mit ihm zurechtkommen! Ich hasse ihn!"

Ihr Magen krampfte sich zusammen, wenn sie Jason so reden hörte.

Doch Roger hatte sich das selbst zuzuschreiben und sonst niemandem. Er war so naiv gewesen zu glauben, dass er seine Seitensprünge für immer vor seinem Sohn geheim halten könnte und nur Clare unter seinen Eskapaden zu leiden hätte. Aber er hatte es sich mit Jason verscherzt, und das war schlimm. Für Vater und Sohn.

Jason war vierzehn. Auf dem Weg zum Mann. Noch kämpfte er mit der Pubertät, seine Sommersprossen wichen Pickeln, seine große Erscheinung mit den großen Füßen wirkte tapsig und linkisch. Und er war ziemlich empfindlich, um es vorsichtig auszudrücken. Man nehme einen reizbaren Teenager, einen egozentrischen und ehebrecherischen Vater, mische das Ganze - und innerhalb weniger Sekunden kommt es zur Explosion.

Sie hätte Jason eine Menge Antworten darauf geben können, aber sie hatte sie sich gespart. Mit klugen Tipps hatte sie bereits einige Erfahrung gesammelt - und wusste mittlerweile, dass sie nicht funktionierten. Du wirst ihn nicht für immer hassen. Ganz egal, was du denkst, er hasst dich nicht. Er hat es versaut, und das weiß er, und es tut ihm leid, Jason.

Clare war es mittlerweile egal, dass Jason wütend auf Roger war - weil Roger es wirklich verdient hatte. Aber dieser Hass war gar nicht gut. Sie wollte nicht, dass ihr Sohn litt. Als sich Jason geweigert hatte, mit zum Haus zu fahren, um die Geburtstagskarte hi

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