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Für immer Blue von Harmon, Amy (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.10.2015
  • Verlag: INK
eBook (ePUB)
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Für immer Blue

Die 19-jährige Blue Echohawk hat nur ein einziges Ziel: herausfinden, wer sie wirklich ist. Sie weiß nicht, woher sie kommt oder wer ihre Eltern sind, und fühlt sich nirgends dazugehörig. Auch unter ihren Kommilitonen ist sie eine Außenseiterin. Sie kleidet sich anders als die anderen, sie schminkt sich auffällig und umgibt sich mit den falschen Menschen. Blue spürt, wie ihr Leben ihr jeden Tag ein bisschen mehr zu entgleiten droht. Doch dann trifft sie auf Darcy Wilson, der - als Erster und Einziger - an sie glaubt und ihr zeigt, warum es sich lohnt, ein guter Mensch zu sein und für das Leben zu kämpfen. Blue entwickelt Gefühle für Darcy, obwohl sie weiß, dass eine Liebe zwischen ihnen unmöglich ist. Denn Darcy ist ihr Lehrer ... Amy Harmon wusste schon als Kind, dass sie einmal Schriftstellerin werden würde. Sie wuchs ohne Fernseher auf, umgeben von Weizenfeldern, und hat ihre Freizeit mit Singen und Lesen verbracht. Schon bald schrieb sie eigene Lieder und Geschichten. Später arbeitete sie als Lehrerin und war Mitglied des Saints-Unified-Gospel-Chors, der 2005 einen Grammy erhielt.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 480
    Erscheinungsdatum: 01.10.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863960858
    Verlag: INK
    Originaltitel: A Different Blue
    Größe: 709 kBytes
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Für immer Blue

PROLOG

August 1993

Die Hitze war erdrückend, und das kleine Mädchen warf sich unruhig auf dem Rücksitz hin und her. Sein Gesicht war gerötet. Da die Decke, die ihm als Unterlage diente, zerschlissen war, ruhte die Wange des Mädchens auf dem Plastiksitz. Für ein so winziges Wesen schien die Kleine erstaunlich zäh. Sie weinte nur selten und klagte nie. Ihre Mutter hatte sämtliche Fensterscheiben heruntergekurbelt, was aber wenig nützte. Immerhin war die Sonne inzwischen untergegangen und brannte nicht länger auf das Auto herab. Die Dunkelheit machte die Hitze erträglicher, auch wenn draußen immer noch über fünfunddreißig Grad herrschten. Außerdem fielen sie und ihre Tochter in der Dunkelheit weniger auf. Die Klimaanlage arbeitete nur zufriedenstellend, wenn das Auto in Bewegung war. Inzwischen aber saßen sie seit zwei Stunden in einer durch einen dürftigen Schatten geschützten Ecke, behielten den Truck im Auge und warteten darauf, dass der Mann wieder herauskam.

Die Frau hinterm Steuer kaute an ihren Fingernägeln und dachte daran aufzugeben. Was sollte sie ihm sagen? Dennoch, sie brauchte Hilfe. Das Geld, das sie ihrer Mutter geklaut hatte, hatte nicht lange gereicht. Ethans Eltern hatten ihr zweitausend Dollar gegeben, aber das Geld war schneller für Benzin, Motels und Essen draufgegangen, als sie je für möglich gehalten hätte. Also hatte sie in den letzten Monaten ein paar Dinge getan, auf die sie nicht besonders stolz war, doch sie redete sich ein, keine Wahl gehabt zu haben. Sie war jetzt Mutter und musste sich um ihr Kind kümmern, selbst wenn das bedeutete, Sex als Gegenleistung für Geld oder Gefälligkeiten anzubieten. Oder für Drogen , flüsterte eine kleine Stimme in ihrem Kopf. Doch dann schob sie den Gedanken beiseite, sie würde es ohnehin nicht mehr lange aushalten. Sie brauchte unbedingt einen neuen Schuss.

Bis hierher war sie also gekommen, nicht besonders weit weg von zu Hause. Ein paar Stunden. Dabei war sie durch das halbe Land und wieder zurück gereist - und hatte trotzdem nichts vorzuweisen.

Und dann war er plötzlich da und marschierte zurück zu seinem Pick-up. Er zog den Autoschlüssel aus der Tasche und versuchte die Beifahrertür aufzuschließen. Dabei wurde er von einem räudigen grauschwarzen Hund begrüßt, der unter dem Fahrzeug ein Nickerchen gemacht hatte, während er - genauso wie sie - darauf gewartet hatte, dass er zu seinem Fahrzeug zurückkehrte. Der Hund umkreiste seine Beine, während der Mann am Türgriff rüttelte und leise fluchte: "Verdammtes Ding. Muss mich endlich mal drum kümmern."

Schließlich gelang es ihm, die Tür aufzureißen, und der Hund sprang auf den Beifahrersitz. Man merkte ihm an, dass er sich seines Platzes in der Welt sicher war. Nachdem der Mann die Tür hinter dem Hund geschlossen hatte, ruckelte er ein weiteres Mal an dem Griff. Er bemerkte nicht, dass er beobachtet wurde. Seelenruhig ging er um den vorderen Teil seines Trucks herum, kletterte hinter das Steuer und manövrierte Auto und Wohnwagen aus der Parklücke, die er die letzten paar Stunden besetzt gehalten hatte. Zwar streiften sie seine Augen beim Vorbeifahren, blieben aber keine Sekunde an ihr hängen, kein Zögern lag in seinem Blick. War das nicht typisch? Er nahm sich nicht mal eine Sekunde Zeit, um genauer hinzusehen. Verschwendete keinen Gedanken an sie. Wut stieg in ihr auf. Sie war es leid, ständig übersehen zu werden, war es leid, dass man an ihr vorbeiging, ohne sie zu bemerken, sie ignorierte und abwies.

Sie startete den Motor und folgte ihm, hielt aber genügend Abstand, um kein Misstrauen zu erregen. Aber warum hätte er auch misstrauisch werden sollen? Er wusste ja nicht einmal, dass sie existierte. Also war sie für ihn unsichtbar, nicht wahr? Wenn nötig, würde sie ihm die ganze Nacht folgen.

5. August 1993

Der Anruf kam kurz vor vier Uhr nachmittags herein. Officer Moody war absolut nic

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