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Fürstenkrone 30 - Adelsroman Du wirst deinem Glück nicht entkommen von Brüggen, Iris von (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.08.2016
  • Verlag: Martin Kelter Verlag
eBook (ePUB)
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Fürstenkrone 30 - Adelsroman

Romane aus dem Hochadel, die die Herzen der Leserinnen höherschlagen lassen. Wer möchte nicht wissen, welche geheimen Wünsche die Adelswelt bewegen? Die Leserschaft ist fasziniert und genießt 'diese' Wirklichkeit.

'Halt, Moment mal -, können Sie nicht aufpassen? Das hier ist meine Mappe!'
Das junge Mädchen mit dem üppigen brünetten Lockenkopf im Abteil des Intercity-Zuges funkelte ihren Mitreisenden zornig an, der gerade dabei war, eine große Zeichenmappe auf seinen Knien zurechtzulegen. Doch der hochgewachsene junge Mann mit dem etwas wirren blonden Haarschopf ließ sich nicht einschüchtern: 'Ihre Mappe soll das sein? Da irren Sie sich aber gewaltig', erwiderte er nicht weniger erbost. 'Ich habe nämlich meine Zeichenmappe beim Einsteigen hier neben meinen Sitz gestellt...'

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 30.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783740908072
    Verlag: Martin Kelter Verlag
    Größe: 296 kBytes
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Fürstenkrone 30 - Adelsroman

"Halt, Moment mal -, können Sie nicht aufpassen? Das hier ist meine Mappe!"

Das junge Mädchen mit dem üppigen brünetten Lockenkopf im Abteil des Intercity-Zuges funkelte ihren Mitreisenden zornig an, der gerade dabei war, eine große Zeichenmappe auf seinen Knien zurechtzulegen.

Doch der hochgewachsene junge Mann mit dem etwas wirren blonden Haarschopf ließ sich nicht einschüchtern: "Ihre Mappe soll das sein? Da irren Sie sich aber gewaltig", erwiderte er nicht weniger erbost. "Ich habe nämlich meine Zeichenmappe beim Einsteigen hier neben meinen Sitz gestellt..."

"Ja, aber offensichtlich auf die andere Seite. Diese hier ist meine!"

Und ohne einen Augenblick zu zögern, entriß ihm das energische Mädchen die Mappe, warf einen Blick hinein und... klappte sie rasch wieder zu.

"Entschuldigung - es ist wirklich Ihre Mappe... Wie konnte ich mich so täuschen? Ich habe nämlich genau die gleiche. Sehen Sie selbst!"

Und beschämt, mit leicht geröteten Wangen, zog sie eine täuschend ähnliche große Ledermappe aus der kleinen Nische neben dem Sitzplatz hervor und stammelte: "Mein Gott, ich..., da bin ich jetzt wirklich in großer Verlegenheit... Hoffentlich nehmen Sie mir meinen Angriff nicht allzu übel. Sind Sie mir sehr böse?"

Ihre warmen braunen Augen tauchten um Verständnis bittend in seine leuchtend blauen. Eine kleine gespannte Stille trat ein, in der die beiden jungen Menschen halb ärgerlich, halb belustigt um Fassung rangen. Offensichtlich wurde ihnen zunehmend die komische Seite der Situation bewußt, denn schon begannen zwei Augenpaare übermütig zu funkeln, schon zuckte es verräterisch um die Mundwinkel, bis schließlich die beiden Streithähne in herzliches Lachen ausbrachen.

"Ich bin Ihnen wirklich nicht böse, das wäre doch zu dumm. Wo denken Sie hin? So etwas kann doch jedem einmal passieren. Ihr Elan ist wirklich bewundernswert. Darf ich mich übrigens zunächst einmal vorstellen?" wandte sich der junge Mann seinem Gegenüber zu, nachdem sich beide die Lachtränen aus den Augen gewischt hatten. "Mein Name ist Axel von Willingen, und ich studiere an der Kunstakademie in München."

"Ja, dann ist natürlich sonnenklar, wie es zu dieser Verwechslung kommen konnte. Wie seltsam, daß wir einander nie begegnet sind. Ich studiere nämlich ebenfalls an der Münchner Akademie und bin jetzt auf dem Weg in die wohlverdienten Ferien, wie Sie offensichtlich auch. Ich bin übrigens Viktoria von Lichtenau..."

"Von Schloß und Gut Lichtenau? Ich kenne das Schloß von ein oder zwei bedeutenden Kunstausstellungen dort!"

"Ja, meine Eltern sind große Kunstliebhaber und erklären sich gern bereit, die drei großen Säle des Schlosses im Erdgeschoß für die eine oder andere Ausstellung zu öffnen, besonders wenn es um wohltätige Zwecke geht. Es darf nur nicht zuviel werden und den Arbeitsalltag auf dem Gut stören. Denn darum geht es vor allem."

Ein leiser Seufzer begleitete diese Worte und ließ den jungen Mann aufhorchen.

"Nun, ich verstehe schon. Ihre künstlerischen Neigungen werden wohl eher etwas kritisch betrachtet?"

"Kritisch ist gar kein Ausdruck, das können Sie mir glauben. Ich mußte hart kämpfen, bis mir meine Eltern das Kunststudium erlaubten, das mir doch so wichtig ist. Ich fürchte, sie sehen es auch heute noch nur als schönes Hobby an, das mir die Zeit bis zu einer standesgemäßen Heirat sinnvoll vertreiben soll. Meine Hauptaufgabe soll es einmal sein, die Tradition aufrecht zu erhalten, zu repräsentieren, Schloß und Gut zu pflegen und zu erweitern, das Personal zu überwachen und meinem..."

Viktoria stockte und biß sich auf die Lippen. Unwillig über sich selbst schüttelte sie den Kopf, daß die Locken flogen. Da hätte sie doch tatsächlich beinahe zu allem Übel auch noch von Knut berichtet! Alles brauchte der Reisegefährte schließlich auch nicht zu wissen.

"Ich weiß gar nicht, warum ich Ihnen das alles erzähle. Ich bin sonst nicht so reds

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