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Fürstenkrone 38 - Adelsroman Weil meine Sehnsucht dir gehört, Mariella! von Hohenbrunn, Donata von (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 25.10.2016
  • Verlag: Kelter
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Fürstenkrone 38 - Adelsroman

Romane aus dem Hochadel, die die Herzen der Leserinnen höherschlagen lassen. Wer möchte nicht wissen, welche geheimen Wünsche die Adelswelt bewegen? Die Leserschaft ist fasziniert und genießt 'diese' Wirklichkeit. Es war ein seltsames Gefühl, durch die Gegend zu fahren, in der seine Frau in den vergangenen fünf Jahren gelebt hatte. Alexander, Fürst von Falkenau, hatte sich ganz bewusst dafür entschieden, die Reise mit der Bahn anzutreten. Er war viel zu aufgewühlt gewesen, um den eigenen Wagen zu nehmen. Mit dem Flugzeug wiederum wäre es ihm zu schnell gegangen, und er brauchte Zeit. Zeit, um wieder einen halbwegs klaren Gedanken zu fassen. Seit diesem denkwürdigen Anruf vorgestern war er dazu nicht mehr fähig gewesen. "Ihre Frau liegt im Krankenhaus", hatte die weibliche Stimme ihm erklärt. Sie hatte sich wohl vorher auch kurz vorgestellt, doch den Namen der Frau hatte Alexander bereits wieder vergessen. Eines allerdings war in seinen Gedanken haften geblieben. Diese Frau war die Schwester des Mannes, der einst seine Ehe zerstörte.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 64
    Erscheinungsdatum: 25.10.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783740910402
    Verlag: Kelter
    Größe: 330kBytes
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Fürstenkrone 38 - Adelsroman

Es war ein seltsames Gefühl, durch die Gegend zu fahren, in der seine Frau in den vergangenen fünf Jahren gelebt hatte.

Alexander, Fürst von Falkenau, hatte sich ganz bewusst dafür entschieden, die Reise mit der Bahn anzutreten. Er war viel zu aufgewühlt gewesen, um den eigenen Wagen zu nehmen. Mit dem Flugzeug wiederum wäre es ihm zu schnell gegangen, und er brauchte Zeit. Zeit, um wieder einen halbwegs klaren Gedanken zu fassen. Seit diesem denkwürdigen Anruf vorgestern war er dazu nicht mehr fähig gewesen.

"Ihre Frau liegt im Krankenhaus", hatte die weibliche Stimme ihm erklärt. Sie hatte sich wohl vorher auch kurz vorgestellt, doch den Namen der Frau hatte Alexander bereits wieder vergessen. Eines allerdings war in seinen Gedanken haften geblieben. Diese Frau war die Schwester des Mannes, der einst seine Ehe zerstörte.

André Dettmer!

Nie würde er diesen Namen vergessen und noch weniger den Mann, der dahinter stand und in seinem eigenen Leben einen heillosen Scherbenhaufen angerichtet hatte. Bis heute litt der Fürst unter dieser Fügung des Schicksals. Immer noch spürte er diesen unseligen Hass in sich aufsteigen, wenn er nur daran dachte. Selbst jetzt ballte er seine Hände unwillkürlich zu Fäusten.

Bekämpfen konnte Fürst Alexander diesen Hass nie. Er hatte ihn lediglich irgendwann verdrängt, damit er sein Leben nicht vollends vergiftete. Irgendwann hatte er sogar geglaubt, es wäre ihm gelungen, mit der Vergangenheit vollständig abzuschließen, bis sie ihn vor zwei Tagen wieder einholte.

Dieser Anruf! Jedes einzelne Wort klang noch in ihm nach. "Ihre Frau ist schwer verletzt", hatte die tränenerstickte Stimme gesagt. "Sie wird nicht mehr lange leben und will Sie unbedingt noch einmal sehen. Bitte kommen Sie."

Zuerst hatte Alexander dieses Ansinnen rundheraus abgelehnt, bis ihm die Stimme am anderen Ende noch einmal unmissverständlich klarmachte, dass Susanna innerhalb der nächsten Stunden sterben würde. Sie wusste es, und es war ihr dringender Wunsch, ihn noch einmal zu sprechen. Trotz allem, was passiert war, konnte Fürst Alexander sich letztendlich der Bitte einer Sterbenden nicht entziehen.

Während sich der Zug unaufhaltsam seinem Ziel näherte, wanderten die Gedanken des Fürsten zurück in die Vergangenheit. Beinahe auf den Tag fünf Jahre waren es jetzt her, seit seine Frau ihn verlassen hatte. Schön und stolz, den Kopf mit den kurzen blonden Locken in die Höhe gehoben, hatte sie ihm in unmissverständlichen Worten klargemacht, dass sie ihn verlassen würde.

"Aber warum?", hatte Alexander entsetzt ausgerufen. Die Mitteilung seiner Frau traf ihn völlig unerwartet.

"Weil ich dich nicht liebe, und ..." Hier hatte die junge Fürstin kurz gezögert, bevor sie schloss:

"Und weil du mich nicht liebst."

"Wie kannst du so etwas sagen?", hatte Fürst Alexander daraufhin gekränkt erwidert, doch selbst ihm fiel auf, dass er ihrer Behauptung keineswegs widersprach.

"Willst du damit sagen, dass du mich doch liebst?" Fest hatte sie ihn dabei angeschaut. Sie kannte Alexander inzwischen gut genug, um zu wissen, dass er sie nicht belügen würde.

"Nun", versuchte sich Alexander um eine klare Antwort zu drücken. "Ich schätze dich sehr. Du bist gebildet, kleidest dich geschmackvoll und verstehst es in jeder Hinsicht, Schloss Falkenau zu repräsentieren."

"Nicht zu vergessen meine adlige Herkunft", fügte Susanna ein wenig spöttisch hinzu. "Unsere Ehe beruht doch in erster Linie auf der Absprache unserer Eltern. Wir sind beide nicht nach unseren Wünschen befragt worden." Susanna machte eine kurze, nachdenkliche Pause.

"Weißt du, Alexander", sprach sie kurz darauf ganz ernsthaft weiter, "ich hab mich in dich verliebt, als ich dich kennen lernte. Du bist ein attraktiver Mann mit einer ganz besonderen Ausstrahlung. Ich habe mir vorgenommen, dir in jeder Hinsicht eine gute Frau zu sein. Jetzt weiß ich, dass ich dieses Vorhaben nicht

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