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Falling Fast von Iosivoni, Bianca (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.05.2019
  • Verlag: LYX
eBook (ePUB)
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Falling Fast

Nur bei ihm kann ich mich fallen lassen Hailee DeLuca hat einen Plan: Die Zeit, in der sie sich zu Hause verkrochen und vor der Welt versteckt hat, ist vorbei. Sie will mutig sein und sich all die Dinge trauen, vor denen sie sich früher immer zu sehr gefürchtet hat. Doch dann lernt sie Chase Whittaker kennen - und weiß augenblicklich, dass sie ein Problem hat. Denn mit seiner charmanten Art weckt Chase Gefühle in ihr, die sie eigentlich niemals zulassen dürfte. Und nicht nur das. Er kommt damit ihrem dunkelsten Geheimnis viel zu nahe ... 'Geheimnisvoll, berührend und aufwühlend. 'Falling Fast' ist ein absolutes Must-Read!' MEIN BUCH, MEINE WELT Die neue Reihe von Bianca Iosivoni: emotional, romantisch, herzzerreißend! 'Flying High' (Band 2) erscheint am 29. Juli 2019. Schon seit frühester Kindheit ist Bianca Iosivoni von Geschichten fasziniert. Mindestens ebenso lange begleiten diese Geschichten sie durch ihr Leben. Den Kopf voller Ideen begann sie als Teenager mit dem Schreiben und kann sich seither nicht vorstellen, je wieder damit aufzuhören.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 480
    Erscheinungsdatum: 27.05.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783736308787
    Verlag: LYX
    Serie: Hailee & Chase .1
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Falling Fast

Kapitel 1

H AILEE

21 Tage vorher

Freitag, 16. August 2019

20:09 Uhr

Ich hatte nie vor hierherzukommen. Ich hatte nie vor, an diesem lauen Augustabend vor einem Grab zu stehen und auf die Buchstaben zu starren, bis sie vor meinen Augen verschwimmen. Mir war nicht mal klar, dass ich in der Nähe bin, doch als ich das Schild gesehen habe, das nach Fairwood, Virginia, führt, konnte ich nicht einfach daran vorbeifahren. Nicht heute.

Also bin ich jetzt hier und stehe in meinem bunt gestreiften, knöchellangen Rock, der schulterfreien Bluse und dem weiten Sonnenhut auf einem Friedhof. Grashalme kitzeln mich dort, wo meine Füße nicht von den Bändern der Römersandalen bedeckt sind. Der Wind, der durch die umstehenden Bäume streift, klingt wie ein leises Seufzen, das meine Atemzüge begleitet. Die letzten Sonnenstrahlen des Tages wärmen mir den Rücken, während sich der Himmel orangerot verfärbt, aber ich habe nur Augen für das viel zu neue Grab vor mir.

Jemand hat frische Blumen hingestellt. Ihre Köpfe wiegen sich ganz leicht im Wind. Daneben steht eine Kerze, die offenbar erst vor Kurzem angezündet wurde, da sie noch nicht besonders weit heruntergebrannt ist.

Langsam gehe ich in die Hocke. Der Stein ist so warm, als hätte er die Wärme des ganzen Sommers in sich gespeichert. Behutsam fahre ich die Buchstaben und Zahlen mit den Fingern nach.

Jesper Harrington. Liebender Sohn und guter Freund.

16.08.1998-27.02.2019

Noch während ich die Worte lese und sie auf mich wirken lasse, kann ich Jespers Lachen in meinen Gedanken hören. Seine witzigen Sprüche. Seine ausschweifenden Erklärungen. Wir haben uns nie persönlich kennengelernt, immer nur getextet und Sprachnachrichten ausgetauscht. Trotzdem war er einer der besten Freunde, die ich je hatte.

Bei der Erinnerung daran, wie wir zum ersten Mal gegenseitig den Anfang unserer Manuskripte gelesen haben, muss ich lächeln. Ich hatte so viel Angst, ihn zu kritisieren, denn auch wenn er unglaubliche Geschichten erzählen konnte, war sein Schreibstil einfach furchtbar. Und obwohl - oder gerade weil - ich so zögerlich mit meiner Kritik war, hat er meinen Text umso heftiger zerrissen. Hinterher hat er mir zum Trost ein Foto von Bunny, seinem Plüschkaninchen, geschickt, das seit seinem ersten Geburtstag sein treuer Begleiter war und das er nie hergeben würde.

Ob Bunny jetzt mit ihm da unten liegt? Tief unter der Erde. Allein und verlassen.

Gott, ich darf nicht so denken. Dieses Grab ist nichts weiter als ein Stück Erde mit einem Stein darauf. Jesper ist nicht hier. Er ist jetzt an einem besseren Ort. Einem Ort, an dem wir uns eines Tages wiedersehen werden. Daran glaube ich ganz fest.

Ein letztes Mal streiche ich über seinen eingravierten Namen und nehme die Wärme in mich auf.

"Happy Birthday, Jesper."

Als ich aufstehe, weht mir eine plötzliche Windböe beinahe den Hut vom Kopf. Im letzten Moment halte ich ihn fest und streiche mir die langen Haarsträhnen aus dem Gesicht. Wahrscheinlich ist das nur Zufall, aber ich beschließe trotzdem, es als Zeichen zu sehen. Als Zeichen dafür, dass es richtig war hierherzukommen, auch wenn Fairwood nicht auf meiner Liste stand. Aber um ehrlich zu sein, hatte ich nie einen wirklichen Plan für diese Reise, als ich vor über zwei Monaten in den alten roten Honda Civic gestiegen und einfach losgefahren bin.

Genauso wenig wie ich einen Plan habe, was ich jetzt tun soll. Ein leises Magenknurren beantwortet mir die unausgesprochene Frage. Ich sollte mir besser irgendwo etwas zu essen besorgen, bevor es dunkel wird. Ich habe schon unzählige Nächte im Auto verbracht und kein Problem damit, es auch hier zu tun. Aber hungrig schlafen zu gehen ist eine Tortur. Auch das habe ich in den letzten Wochen leider schon ei

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