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Fanny Hill Erotischer Roman von Cleland, John (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 01.12.2015
  • Verlag: dotbooks
eBook (ePUB)
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Fanny Hill

Knisternde Erotik im London des 18. Jahrhunderts - entdecken Sie klassische Erotik: 'Fanny Hill' von John Cleland jetzt als eBook bei dotbooks. Verzweifelt sucht das Waisenkind Fanny Hill eine Möglichkeit, allein in London zu überleben. Von der Kupplerin Madame Brown wird das junge Mädchen zur Prostitution gezwungen. Ihr einziger Lichtblick ist der reiche Geschäftsmann Karl, der ihr ein besseres Leben an seiner Seite verspricht. Doch Karl ist gezwungen, sie zu verlassen. Vor die Wahl gestellt, zu verhungern oder weiter anzuschaffen, entscheidet sich Fanny für das Bordell und lernt als Edelhure und Mätresse zahlreicher wohlhabender Männer ihre erotische Arbeit zu lieben. Doch Karl bleibt stets in ihren Gedanken und in ihrem Herz. Wird ihr das beträchtliche Erbe eines älteren Kunden helfen, sich ein Leben als ehrbare Frau aufzubauen? Und wird Karl zu ihr zurückkehren? 1749 erstmals veröffentlicht, löste das lange verbotene Buch einen moralischen Eklat aus und erregt bis heute die Gemüter seiner Leser. Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Fanny Hill' von John Cleland - der Klassiker der erotischen Weltliteratur. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Jugendschutzhinweis: Im realen Leben dürfen Erotik und sexuelle Handlungen jeder Art ausschließlich zwischen gleichberechtigten Partnern im gegenseitigen Einvernehmen stattfinden. In diesem eBook werden fiktive erotische Phantasien geschildert, die in einigen Fällen weder den allgemeinen Moralvorstellungen noch den Gesetzen der Realität folgen. Der Inhalt dieses eBooks ist daher für Minderjährige nicht geeignet und das Lesen nur gestattet, wenn Sie mindestens 18 Jahre alt sind. John Cleland wurde 1709 in London geboren. Als Angestellter der Ostindien-Kompanie verbrachte er einige Zeit in Bombay, wo erste Teile von 'Fanny Hill' entstanden. Nach dem Tod seines Vaters verschuldete er sich so stark, dass er inhaftiert wurde. Ein Verleger bot ihm im Tausch gegen einen erotischen Roman genügend Geld an, um das Gefängnis verlassen zu können. In zwei Teilen erschien daraufhin der Briefroman 'Fanny Hill', der ihn jedoch wieder vor Gericht brachte. Statt einer Verurteilung erhielt er eine Verwarnung und eine jährliche Pension, die ihm eine weitere Tätigkeit als Schriftsteller ermöglichte. Cleland starb 1789 in London, sein bekanntestes Werk ist bis heute 'Fanny Hill'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 276
    Erscheinungsdatum: 01.12.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958245914
    Verlag: dotbooks
    Größe: 551 kBytes
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Fanny Hill

Zweiter Band

Madame!

Wenn ich gezögert habe, in meiner Geschichte fortzufahren, so geschah es bloß, um mir eine kleine Zeit zum Atemholen zu gönnen, und weil ich ein klein wenig hoffte, Sie würden, statt mich zu drängen, mich von der Fortsetzung meines Bekenntnisses befreien, bei dem meine Selbstachtung von so vielen Seiten leidet.

Ich dachte wirklich, Sie würden es müde sein und satt haben, eine solche Einförmigkeit von Begebenheiten und Ausdrücken anzuhören, die von den Dingen dieser Art unzertrennlich ist, deren Wesensgrund immer und ewig ein und derselbe ist, wo also, bei aller Abänderung der Form und Art, deren die Situation fähig ist anzunehmen, doch eine Wiederholung fast beinahe derselben Bilder, derselben Figuren, derselben Ausdrücke und zugleich auch der Ekel unvermeidlich ist, den es hervorbringt; die Wörter Freuden, brennende Leidenschaft, Entzückungen, Ekstasen und der Rest der übrigen damit verwandten hochtrabenden Ausdrücke, die für das käufliche Vergnügen angewandt werden, werden matt und verlieren von ihrem wahren Geist und Kraft durch den häufigen, unvermeidlichen Gebrauch in einer Erzählung, in der die Ausübung jenes Vergnügens den Hauptgegenstand ausmacht. Ich muß mich daher auf Ihre Güte verlassen, die die Zwangslage, in der ich bin, der Ursachen wegen entschuldigen wird, und ich hege zugleich die Hoffnung, daß Ihre Einbildungskraft und Empfindsamkeit sich die angenehme Mühe nehmen wolle, durch Ausschmückung meiner Schilderungen das zu ersetzen, was ihnen durch mich an Kraft und Vollendung fehlt; jene wird Ihnen rasch die Gemälde, die ich Ihnen schildere, vor die Augen rücken, diese den Farben Leben geben, wenn sie zu matt oder durch den häufigen Gebrauch verblaßt sind.

Was Sie sonst noch über die Schwierigkeit sagen, die es hat, sich fortgesetzt solange auf einem Mittelweg zwischen dem Aufreizenden grober, ungezogener, niedriger Ausdrücke und dem Lächerlichen ins kleine gehender Verblümtheiten wie gezierter Umschreibungen zu erhalten, ist so vernünftig und zugleich, da Sie es sagen, um mich aufzumuntern, so gütig, daß Sie mich großenteils vor mir selbst über meine Nachgiebigkeit gegen eine Neugierde rechtfertigen, die hauptsächlich auf meine Kosten befriedigt wird.

Ich nehme also den Faden wieder auf, wo ich ihn zuletzt fallen ließ. Ich war im Begriff, Ihnen zu bemerken, daß es spät am Abend war, als ich in meiner neuen Wohnung ankam, und daß Frau Cole, nachdem sie mir meine Sachen hatte auspacken und in Ordnung bringen helfen, den ganzen Abend bei mir im Zimmer blieb, wo wir miteinander zu Abend aßen. Sie gab mir die beste Anweisung, wie ich's in dem Stande, in den ich mich jetzt begab, anzufangen hätte, um, nachdem ich bisher eine Privatgeweihte des Vergnügens gewesen war, jetzt eine öffentliche und eine mehr allgemeine Ware mit allen den Vorteilen zu werden, die nötig wären, meine Person, sei es aus Interesse, sei es um Vergnügen, oder sei es um beides, darzubieten. Zugleich machte sie die Bemerkung, daß es, da ich ein neues Gesicht in der Stadt sei, hergebrachte Regel und Geheimnis unseres Handwerks sei, für eine Jungfrau zu passieren und mich bei der ersten Gelegenheit dafür auszugeben, ohne in der Zwischenzeit mich an solchen Vergnügungen hindern zu lassen, zu denen ich Lust hätte; denn niemand könne eine größere Feindin vom Zeitverlieren sein als sie. Sie wolle sich mittlerweile aufs Sorgfältigste nach einer schicklichen Person umsehen und diesen delikaten Punkt für mich auszurichten suchen, wenn ich Hilfe und Rat von ihr annehmen wolle, damit ich in dem Verluste einer gemachten Jungfernschaft alle Vorteile einer wahren einernten könne.

Da damals sehr großes Zartgefühl der Empfindungen nicht eben zu meinem Charakter gehörte, so muß ich gestehen, daß ich mich vielleicht zu leicht einem Vorschlag ergab, gegen den meine Herzensgüte und meine Ehrlichkeit einigen Widerwillen fühlte; aber es war doch nicht Widerwill

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