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Felicitas erklärt die Liebe Roman von Böhme, Dorothea (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 17.12.2018
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
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Felicitas erklärt die Liebe

Manchmal darf man auch einfach glücklich sein! Die sind doch alle verrückt geworden! Das zumindest glaubt Felicitas, die ihr eigenes Liebesleben zwar so gar nicht im Griff hat, aber unglaublich gern andere verkuppelt. Als ihre beste Freundin Sarah Hals über Kopf einen, in ihren Augen, völlig ungeeigneten Dörfler heiraten will, macht Felicitas sich Richtung Münsterland auf, um dem Herrn mal gehörig auf den Zahn zu fühlen. Wider Erwarten gefällt ihr das kleine Dorf, in dem sie dort landet, sehr, und auch Benjamin, der Besitzer der Pension, lässt sie nicht ganz kalt. Doch Felicitas wäre nicht sie selbst, wenn irgendetwas jemals nach Plan laufen würde ... Dorothea Böhme wurde 1980 in Hamm (Westfalen) geboren. Es hat sie immer schon in die Welt hinausgezogen: Sie studierte in Deutschland und Österreich, verbrachte einige Monate in Ecuador und Italien und arbeitete als Deutschlehrerin in Ungarn.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 320
    Erscheinungsdatum: 17.12.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641226152
    Verlag: Blanvalet
    Größe: 2668 kBytes
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Felicitas erklärt die Liebe

Donnerstag

"Und du bist Journalistin?", fragte der Banker. Er trug eine Krawatte mit einem sehr ordentlichen Knoten, seine Haare waren ebenfalls sehr ordentlich frisiert, und auch wenn Felicitas schon seit gut zehn Minuten aufmerksam beobachtete, wie er Spinatnudeln aß, war noch nicht ein einziges kleines Spinatrestchen zwischen seinen Zähnen hängengeblieben. Der Mann war optisch perfekt. Perfekte Haare, perfekte Zähne, perfekte Brustmuskeln, wenn sie dem Foto auf seinem Internet-Dating-Profil Glauben schenken durfte.

Sie zog ihren etwas unperfekteren, nicht ganz so durchtrainierten, also vielleicht ein klein wenig vorhandenen Bauch ein. Ihre Haare hatte sie beim letzten Toilettengang im Restaurant versucht, noch glattzustreichen, aber da war jede Mühe vergeblich gewesen. Zuerst hatte sie zu Hause viel zu wenig Zeit gehabt, um die Haare liebevoll und ausdauernd zu föhnen, dann hatte ihnen der Nieselregen auf dem Weg ins Restaurant den Rest gegeben, da half auch nachträgliches Glattstreichen nichts mehr.

Felicitas hatte das Gefühl, als Vogelscheuche einem Model gegenüberzusitzen.

"Ich lese ja keine Zeitung. Bücher eigentlich auch nicht."

Einem unendlich langweiligen Model.

Chris, der Banker, hatte außer seiner Arbeit und dem Sport - er ging ins Fitnessstudio, was die Brustmuskeln erklärte - anscheinend nicht allzu viele Themen, über die er gern sprach. Aber er sah gut aus, das war doch auch was wert.

Felicitas unterdrückte ein Gähnen und suchte nach einem Härchen zu viel in seinen geschwungenen Augenbrauen. Immerhin lenkte sie diese Betätigung von Gedanken an Matthias ab. Und Gedanken an Matthias waren nicht gut, waren alles andere als gut, waren quasi eine Katastrophe. Nur um jeden Gedanken an Matthias zu vermeiden, saß sie schließlich hier mit Chris bei einem Date.

Und natürlich Sarah zuliebe, die dieselbe Absicht gehabt hatte: möglichst keine Gedanken mehr an Matthias verschwenden.

Von Singlebörsen im Internet hielt Felicitas nicht viel, sie besaß nicht einmal einen Account. Eigentlich wäre Chris Sarahs Date gewesen. Deshalb auch die Frage, ob sie als Journalistin arbeitete. Sarah hatte einen wichtigen Termin für ihre Zeitung verschwitzt und Felicitas an ihrer Stelle zum Treffen mit Chris geschickt.

"Das merkt der doch noch nicht mal, dass ihm da eine andere gegenübersitzt", hatte sie gesagt, als Felicitas protestieren wollte. "Wir haben beide dunkle Haare."

Nur, dass Sarah groß und schlank war und Felicitas ... nicht.

"Außerdem musst du endlich über dieses Arschloch hinwegkommen."

Die Sache mit Matthias war sechs Wochen her, deutlich zu kurz, um über ein Vierteljahr Leidenschaft hinwegzukommen, aber dann hatte Sarah noch flehend gesagt: "Feli, es ist wirklich wichtig, ich kann da heute nicht hin." Also hatte Felicitas sich ergeben und hektisch nach Föhn und Make-up gesucht.

Und weil Chris sie ohnehin schon den ganzen Abend Sarah nannte, beantwortete sie seine Frage nun endlich mit: "So was Ähnliches."

"Was ist denn so ähnlich wie Journalistin?" Chris zog eine seiner vollendeten Augenbrauen in einem vollendeten Bogen nach oben. Das musste er vor dem Spiegel geübt haben. Felicitas jedenfalls hatte das vor dem Spiegel geübt, und sie hatte nicht einmal halb so gut den Bogen raus wie er.

"Ich bin Polizistin", sagte sie. Zumindest so etwas in der Art.

"Das ist ja spannend." Er legte seine Gabel zur Seite. "Und in welcher Abteilung?"

"Genaugenommen arbeite ich bei der Polizei. Also nicht direkt als Polizistin", musste Felicitas gestehen.

"Als Beraterin?"

"So ungefähr. Ich arbeite auf dem Präsidium."

"Ah." Chris sah schon nicht mehr ganz so interessiert aus. "Als Schreibkraft?"

"Als Kassiererin."

Er nickte. "Von Strafzetteln?"

"Von Mittagessen." Sie stellte ihr Mineralwasserglas - etwas anderes hatte sie sich in Anwesenheit vo

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