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Figaro's Hochzeit: Ein toller Tag von Beaumarchais, Pierre de (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 27.04.2014
  • Verlag: e-artnow
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Figaro's Hochzeit: Ein toller Tag

Dieses eBook: 'Figaro's Hochzeit: Ein toller Tag' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Pierre-Augustin Caron de Beaumarchais (1732/1799) war ein französischer Unternehmer und Schriftsteller. Er ist vor allem bekannt als der Autor von La Folle Journée ou le Mariage de Figaro 'Der tolle Tag oder die Hochzeit des Figaro', einer der meistgespielten französischen Komödien, die schon bald nach ihrer Uraufführung 1784 von Lorenzo Da Ponte und Wolfgang Amadeus Mozart zu der Oper Le nozze di Figaro 'Figaros Hochzeit' verarbeitet wurde. 'Der tolle Tag oder Figaros Hochzeit' ist ein Theaterstück in fünf Akten. Es konnte nach mehrjähriger Zensur am 27. April 1784 im Pariser Théâtre National de l'Odéon uraufgeführt werden. Zuvor war es lediglich in Privatveranstaltungen zu sehen. Das Stück beginnt am Morgen des Hochzeitstages von Figaro, dem Kammerdiener des Grafen Almaviva, der die Zofe Susanne heiraten möchte. Es endet am Abend desselben Tages. Figaro ahnt nicht, dass auch der Graf die schöne Susanne begehrt und er sich diese mit dem Recht der ersten Nacht, das seine Gemahlin längst abgeschafft hat, zu Willen machen möchte. Von nun an bestimmen allerlei Liebeswirren das Stück. Der Graf setzt alles daran Susanne zu erobern. Seinen Intrigen kommen die Ziele zweier weiterer Akteure, des Arztes Dr. Bartholo und seiner Wirtschafterin Marceline, entgegen, die allerdings ihre ganz eigenen Absichten verfolgen: die ältliche Marceline drängt Figaro, ihr gegenüber ein noch nicht verjährtes Heiratsversprechen einzulösen, Dr. Bartholo will sich an Figaro für dessen Rolle bei der Entführung der jetzigen Gräfin, seines damaligen Mündels 'Rosine', rächen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 60
    Erscheinungsdatum: 27.04.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026813446
    Verlag: e-artnow
    Größe: 870 kBytes
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Figaro's Hochzeit: Ein toller Tag

Erster Aufzug

Inhaltsverzeichnis

Die Bühne stellt ein geräumiges, nicht völlig eingerichtetes Zimmer vor. Hausrath steht umher; in der Mitte ein großer Armsessel. Figaro mißt mit einem Zollstabe den Fußboden aus. Susanne versucht vor einem Spiegel den Brautkranz.
Erster Auftritt.

Susanne. Figaro.

Figaro. Neunzehn Fuß zu sechsundzwanzig.

Susanne. Sieh nur, Figaro, meinen schönen Brautkranz; steht er mir so besser?

Figaro. Unvergleichlich, mein Schätzchen. Welche Gefühle dieser jungfräuliche Myrthenkranz nebst Brautschleier am Hochzeitsmorgen in der glücklichen Brust des Bräutigams erweckt!

Susanne. Was hattest du denn auszumessen?

Figaro. Ich rechnete aus, ob das große Himmelbett, das der gnädige Herr uns schenkt, hier Platz hat.

Susanne. In diesem Zimmer?

Figaro. Seine Excellenz treten es uns ab.

Susanne. Ich nehme es aber nicht an.

Figaro. Und weßhalb?

Susanne. Weil ich nicht will.

Figaro. Warum?

Susanne. Weil es mir nicht gefällt.

Figaro. Ein hübscher Grund!

Susanne. Bin ich etwa gar Gründe schuldig? Beweisen, daß ich Recht habe, hieße zugeben, ich könne Unrecht haben. Giebst du mir nach, oder nicht?

Figaro. Was in aller Welt kannst du gegen dieses Zimmer einwenden, das für uns das bequemste im ganzen Schlosse sein wird? Hier sind wir mitten zwischen unserer Herrschaft. Nachts, wenn die gnädige Gräfin deiner bedarf, braucht sie nur zu läuten: Kling, ling, ling, - und, husch, husch, in zwei Schritten bist du bei ihr. Befiehlt der gnädige Herr mir etwas, (mit tieferem Tone) kling, ling, ling, so läutet er auf seiner Seite, und, eins, zwei, drei, bin ich an seinem Bett.

Susanne. Vortrefflich! Und wenn nun der gnädige Herr Morgens in aller Frühe läutet - Kling, ling, ling, - und dir einen recht weiten, langen Weg aufträgt, - husch, husch, sind Seine Excellenz an meiner Thür, und eins, zwei, drei an meinem...

Figaro (sie hastig unterbrechend). Susanne, was soll das heißen?

Susanne. Nichts weiter, mein Freund, als daß Seine Excellenz, der Herr Graf Almaviva, unser gnädigster Herr und Gebieter, der Liebeleien und Abenteuer auf dem Lande endlich satt geworden, in Hochdero Schloß zurückzukehren geruhen wollen. Aber nicht zu der Gräfin, seiner Gemahlin, - sondern - zu der deinigen, mein armer Figaro; für welchen Zweck ihm dieses Zimmer ganz außerordentlich gelegen scheint. So wiederholt mir wenigstens alle Tage der ehrliche Basilio, Musikmeister im Schlosse und geheimer Agent in den Privatangelegenheiten Seiner Excellenz.

Figaro. Basilio, o du mein würdiger Busenfreund! Aber, Geduld! Wenn jemals ein gesunder Haselstock einen falschen Katzenbuckel gerade geklopft hat, so wird dieser Buckel der deine und dieser Stock der meinige gewesen sein!

Susanne. Hast du geglaubt, armer Junge, die Mitgift, welche Excellenz mir giebt, wäre der Lohn deiner Verdienste?

Figaro. Ich habe genug für ihn gethan, um dies hoffen zu dürfen.

Susanne. Wie dumm doch manchmal die gescheitesten Leute sind!

Figaro (kleinlaut). Das sagt man allerdings.

Susanne. Aber man glaubt es nicht.

Figaro (noch kleinlauter). Man hat Unrecht.

Susanne. Erfahre denn, daß der Graf mit jener Mitgift ein heimliches Stelldichein sich erkaufen will, ein gewisses gutsherrliches altes Recht... du weißt, wie schrecklich es war.

Figaro. Ob ich das weiß! Hätte der Herr Graf bei seiner Vermählung dies abscheuliche Recht nicht abgeschafft, ich würde dich als seine Unterthanin niemals gefreit haben.

Susanne. Nun bereut er aber

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