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Flegeltage von Steiner, Kai (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 15.08.2016
  • Verlag: Himmelstürmer Verlag
eBook (PDF)
12,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
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Flegeltage

Wer an der Nordsee Urlaub machen möchte, muss sich frühzeitig um eine Unterkunft kümmern. Der unausstehliche sechzehnjährige Schüler Raphael aus Wasserburg/Bayern, der besessene zwanzigjährige Student Ivo aus Hamburg und die etwas unbedarfte Myriam (27) aus Wismar hatten Glück, jeder hatte noch ein Zimmer bei der schlitzohrigen fünfundsiebzigjährigen Selma Kayer auf Amrum erwischt. Die Räume liegen nebeneinander, wovon sich Selma einiges versprach. Seit Jahren passierte in ihrer Pension zu wenig, wie sie meinte. Ihre Gäste waren in der Regel im Rentenalter. Getrieben von der Erinnerung an Sexspiele mit Willi, ihrem Mann, geisterte sie in den letzten Jahren immer nachts durch die Flure und blinzelte durch die Schlüssellöcher. Manchmal wurde sie fündig. Werden die jungen Leute ihre Sehnsucht nach Teilnahme am Liebesleben endlich stillen? Und tatsächlich, ihre Wünsche erfüllen sich. Einer anfänglichen Zurückhaltung der zwei jungen Männer weichen zaghafte, dann leidenschaftliche Kontakte. Sie münden in packenden Aktivitäten. Selma ist verwundert und begeistert. Wann wird Myriam einbezogen? Was sie schließlich alles hört und sieht, erinnert sie an Willis Sexvariationen. Die Raffiniertheit von Ivo, Raphaels Neugierde und Maßlosigkeit und Selmas Begierde geben nun einem echten Dreierpack große Chancen. Bald aber kommt es zu heftigen Auseinandersetzungen, zu Tränen, Vorwürfen, Verleumdungen und Beleidigungen. Fast scheint es, dass atemberaubende Ereignisse die anfängliche Idylle zerstören. Eine Orkannacht endet in einer Katastrophe.

Produktinformationen

    Format: PDF
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 250
    Erscheinungsdatum: 15.08.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863615840
    Verlag: Himmelstürmer Verlag
    Serie: Junge Liebe Bd.80
    Größe: 1092 kBytes
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Flegeltage

März 2015

Der Bulldozer tuckerte über den Strand. Seine mächtigen Gummireifen walzten nieder, was unter seine Räder kam. Für Knut Boyens spielte es keine Rolle, dass die Profile abgefahren waren. Zum Herbst wird er sie erneuern lassen. Wenn er auf ihr Erscheinungsbild angesprochen wurde, winkte er schmierig grinsend ab. Im Sand brauche man keine Struktur, rief er neugierigen Beobachtern zu, obwohl er es besser wusste.

Knut Boyens lächelte aus dem Fahrerhaus, als er wieder ein paar Vögel in die Flucht geschlagen hatte. Meistens waren es Möwen, die in den Dünen nisten, manchmal Eiderenten, seltener Kulps.

War's der Lärm?

Vielleicht der Dieselgestank, der sie vertrieb? Könnte es die Größe seines Traktors gewesen sein oder sein wettergegerbtes Gesicht?

Knut Boyens brauchte sich hierüber keine weiteren Gedanken zu machen, denn er war keinem Menschen Rechenschaft schuldig, schon gar nicht irgendeinem Gast. Er arbeitete selbständig und unabhängig, hatte nur guten Draht zu den Behörden, die ihn seit Jahren um Hilfe baten.

Er hielt strikt die Spur ein. Es war der Fußgängerpfad, dem er folgte. Gäste wandern oft genug von Süden nach Norden, also von Nebel nach Norddorf oder in umgekehrte Richtung. Zu dieser Jahreszeit allerdings gab es noch keine Wanderer hier. Auch Knut Boyens hatte die Richtung zur Nordspitze eingeschlagen. Zehn Meter nach rechts begannen die mit Strandhafer bewachsenen Dünen, unterschiedlich in der Höhe, oft vom Wind zerklüftet mit leuchtenden Sandkörnern ohne Bewuchs. Nach links ein schmaler Moos- und Grasstreifen, dahinter wuchsen ungleichmäßig flache Erhebungen aus dem Boden, manchmal zierte ihre kleine Kuppe ein Büschel von grünen Stängeln. Weiter zum Meer hin türmte sich eine junge Dünenkette bis zu einer Höhe von sechs Metern auf. In ihnen sah man manchmal Brettergestelle, Reste der Behausungen, die während des vergangenen Sommers Urlaubsgäste zusammengezimmert hatten. Sie dienten Pärchen meistens als Sexgrotte.

Manchmal, wenn Knut Boyens im Sommer durch die Dünen streifte, beobachtete er Pärchen, die Sex trieben, so dass die Sandkörner durch die Luft wirbelten. Dann robbte sich der Voyeur ganz nahe heran, um das Geschrei und Gestöhne zu hören; im Alter lauschte er nämlich nur, sexaktiv war der alte Arbeiter nicht mehr. Aber Gefallen an Lustschreien hatte Knut wie eh und je ...

Ein besonderes Erlebnis machte ihn im letzten Jahr zuerst stutzig, wenig später richtig munter. Für Frauen hatte Knut nie viel übrig, er war daher auch nicht verheiratet oder befreundet. Junge Männer waren eher sein Fall, wie sein Freund, mit dem er den Strand säubert. Aber getrieben hat er es mit ihnen nie, zu groß waren seine Hemmungen. Dann schafft man es auch allein, seine Devise. Damit lag er nicht falsch, denn in keinem Fall gab es je Eifersuchtsszenen oder kleine Meutereien. Er konnte und durfte seinen Schwanz anfassen, wann und wie er wollte. Als er zwei Männern beim Sex zusah, war er erschrocken und fasziniert zugleich. Sie waren noch jung, um die zwanzig, sie fickten im Stehen, was Knut nur in Pornos gesehen hatte. Der eine hatte sich gebückt, seine Hände reichten bis auf die Erde. Der andere zog den Freundeskörper an sich und hielt ihn ab. Knut fand das ziemlich brutal. Aber ihm gefiel's. Dazwischen die Schreie der Möwen, als ob sie das mitbekamen, was unter ihren Flügeln passierte. Dann wurden sie schneller, plötzlich zog der Aktive seinen Schwanz aus dem Hintern - Donnerwetter, der ist viel länger als sein eigener - und spritzte in die Gegend. Unglücklicherweise genau in die Richtung, in der sich Knut Boyens in einer Mulde hinter dem nächsten Sandhügel schnell duckte. Eine Windböe schleuderte ihm einen Teil des Spermas ins Gesicht. Während Knut das Zeug von seiner Stirn wischte, spürte er, wie sich sein Pimmel zur Hälfte erigiert hatte. Das war seit Jahren nicht mehr vorgekommen. Liebevoll fasste er ihn an, und tatsächlich, er wuchs und

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