text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Fortunat von Bauernfeld, Eduard v. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 11.08.2015
  • Verlag: OTB eBook publishing
eBook (ePUB)

1,99 €

0,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Fortunat

Eduard von Bauernfeld (Pseudonyme: Rusticocampius, Feld) ( 13. Jänner 1802 in Wien, 9. August 1890 ebenda) war ein österreichischer Schriftsteller. Eduard von Bauernfeld schrieb auch politische Stücke und kam darum öfters mit der Zensur in Konflikt. Sein Werk Die Republik der Tiere kritisierte die Verhältnisse in Österreich zu Zeiten Metternichs und ist durchaus mit 'Animal Farm' von George Orwell zu vergleichen. (Auszug aus Wikipedia)

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 66
    Erscheinungsdatum: 11.08.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958640405
    Verlag: OTB eBook publishing
    Größe: 264 kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Fortunat

Erste Scene.

Famagusta. Offene Vorhalle vor Pancratio's Hause.

Fortunat (einen Falken auf der Faust tragend), Theodor und andere junge Edelleute mit Gefolge (treten auf).

Fortunat (zurücksprechend) .
Führt mir mein Roß herum! Hübsch langsam! So.
Du nimm den Falken, fütt're mir den Burschen. -
Nun, werthe Freunde, das gab frohe Jagd!

Theodor . Komm' jetzt mit uns! Die Tafel wird Dir munden.

Fortunat . Verzeiht! Ich muß nach Haus. Ihr wißt: die Mutter,
Sie ängstigt sich, bin ich so lange fern.

Theodor . Wie Schade! Ohne Dich sind wir nicht lustig.

Fortunat . Wir finden, liebe Freund', uns Abends wieder,
Beim Lautenspiel und frohen Becherklang.

Theodor . Dein Wort!

Fortunat . Gewiß. - Lebt Alle wohl!

Alle . Leb' wohl!

( Alle ab, bis auf Fortunat. )

Fortunat . Dann Rosamunde .

Fortunat (allein) .
Die Mutter mag nur mit der Mahlzeit warten!
Mich hungert zwar, doch hab' ich Rosamunden
Noch gar nicht heut' geseh'n: das geht nicht an;
Die Augen muß ich sätt'gen vor dem Magen.
Sie kommt! (Zieht sich zurück.)

Rosamunde (kommt aus dem Hause) . Der Fortunat!

Fortunat (für sich) . Was ist's mit ihm?

Rosamunde . Wo bleibt er nur, der Ungestüm?

Fortunat (wie oben, versteckt) .
Ist das mein Name, darf ich fragen?

Rosamunde . Der Bursch thut nichts als reiten, jagen,
Lebt immer als Hans Sorgenlos,
Ißt, schläft und trinkt, wird dick und groß -

Fortunat (wie oben) .
Was soll er sonst?

Rosamunde . Ich wett' mein Leben,
Er schwärmt mit den Gesellen eben.
Mein Rädchen stell' ich auf die Flur.
Wart', saub'rer Zeisig, komm' mir nur! (Ab ins Haus.)

Fortunat (allein) .
Jetzt hör' mir Einer diese Dirnen!
Wie frech! wie keck! Soll man nicht zürnen?
Sie kommt zurück - (Verbirgt sich.)

Rosamunde (stellt das Spinnrad, späht herum, und setzt sich dann) .
Noch nichts -

Fortunat (bei Seite) . Magst warten!

Rosamunde (spinnend) .
Der junge Mensch ist voll Unarten -

Fortunat (bei Seite) .
Schimpf' Du nur zu!

Rosamunde . Er reitet keck,
Ist nicht viel klüger als sein Scheck.

Fortunat (bei Seite) .
Nun wird's mir bald zu viel!

Rosamunde . Nun, gut
Bin ich einmal dem leichten Blut;
Er sollte doch den Hals nicht brechen.

Fortunat (wie oben) .
Dich läßt's Dein guter Engel sprechen!

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen