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Frühlingsboten (Liebesroman) Aus der Feder der unbestrittenen Beherrscherin der Frauenliteratur von Bürstenbinder, Elisabeth (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.03.2016
  • Verlag: e-artnow
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Frühlingsboten (Liebesroman)

Dieses eBook: 'Frühlingsboten (Liebesroman)' ist mit einem detaillierten und dynamischen Inhaltsverzeichnis versehen und wurde sorgfältig korrekturgelesen. Elisabeth Bürstenbinder (1838-1918) war eine deutsche Schriftstellerin. Sie schrieb unter dem Pseudonym E. Werner. Erste kleinere Veröffentlichungen Elisabeth Bürstenbinders erschienen in einer kleinen Zeitschrift in Süddeutschland. Einem größeren Publikum wurde sie durch Romane, die sie in der Zeitschrift Die Gartenlaube veröffentlichte, bekannt. Bald zählte sie zu den beliebtesten Autoren der Zeitschrift. Auch weitere Veröffentlichungen Elisabeth Bürstenbinders erschienen in den folgenden Jahren zuerst in der Gartenlaube, bevor sie in Buchform veröffentlicht wurden. Aus dem Buch: 'Aber diesmal weckte ihr Gruß nicht eine in Reif und Nebel schlummernde Erde; sie war längst erwacht aus ihrem Winterschlafe. Ueber dem sonnendurchleuchteten Walde lag wie ein zarter, durchsichtiger Schleier das erste Grün, das aus den Knospen hervorbrach; auf Wiesen und Feldern drängte und keimte es empor aus jeder Scholle, und über Erde und Himmel war ein förmliches Meer von goldig strahlendem Lichte ausgegossen. Ueberall wehte Frühlingsluft und Frühlingsathem; überall jubelten die Stimmen des neu erstandenen Lebens.'

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 395
    Erscheinungsdatum: 21.03.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9788026852636
    Verlag: e-artnow
    Größe: 809 kBytes
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Frühlingsboten (Liebesroman)

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Inhaltsverzeichnis
Das Geschlecht der Grafen von Ettersberg war ursprüglich ein großes und weitverzweigtes gewesen, aber im Laufe der Jahre hatten der Tod oder die Vermählung der weiblichen Mitglieder einen Zweig nach dem andern abgelöst, und gegenwärtig existirten außer der verwittweten Gräfin, die in Ettersberg lebte, nur noch zwei Vertreter des Namens, Graf Edmund, der jetzige Majoratsherr, und sein Vetter Oswald.

Der Letztere theilte das Schicksal aller jüngeren Söhne in den Familien, wo die Güter ausschließlich Majorat sind. Ohne jedes Vermögen, war er gänzlich auf die Abhängigkeit von dem Chef des Hauses angewiesen, wenigstens so lange, bis ihm eine eigene Lebensstellung zu Theil wurde. Freilich war das nicht immer so gewesen - im Gegentheil, seit seiner Geburt ward er von seinen Eltern als der voraussichtliche Majoratserbe begrüßt. Das damalige Haupt der Familie, Edmund's Vater, war kinderlos und erst in vorgerücktem Alter Wittwer geworden; sein einziger Bruder, der bedeutend jünger war und in der Armee diente, konnte sich also mit Fug und Recht als dereinstigen Erben betrachten. Es galt ihm deshalb auch als besonderes Glück, als ihm nach längerer Ehe, die bisher nur mit früh verstorbenen Töchtern gesegnet war, ein Sohn geboren wurde. Auch der Oheim begrüßte dieses Ereigniß, das die Zukunft seines Hauses sicherte, mit großer Freude, und die Aussichten des kleinen Oswald während seiner ersten Lebensjahre waren die glänzendsten.

Da trat eine ganz unerwartete Schicksalswendung ein. Der mehr als sechszigjährige Graf Ettersberg führte ein zwanzigjähriges Mädchen als zweite Frau zum Altar. Die junge Gräfin war sehr schön, aber sie stammte aus gänzlich verarmter, wenn auch edler Familie. Es hieß damals, ihre Familie habe Alles aufgeboten, um die glänzende Partie zu ermöglichen, die allerdings die Herzensbedürfnisse eines jungen Mädchens nicht befriedigen konnte, um so weniger, als, wie allgemein behauptet wurde, das Band einer schon bestehenden Neigung durch jene Werbung jäh und plötzlich zerrissen worden war. Ob dabei von Seiten der Verwandten Zwang oder nur Ueberredung vorwaltete, das wußte Niemand; jedenfalls willigte die junge Dame in die Verbindung, die ihr eine vielbeneidete Lebensstellung gab. Der alte Graf Ettersberg erlag so vollständig dem Zauber dieser so spät auflodernden Leidenschaft, daß er alles Andere darüber vergaß, und als er nun vollends das kaum mehr erhoffte Glück hatte, einen Majoratserben in seinen Armen zu halten, da war die Herrschaft der schönen und klugen Frau vollständig gesichert.

Es war begreiflich, daß der jüngere Bruder diese vollständige Vernichtung seiner Aussichten sehr peinlich empfand, und ebenso begreiflich, daß er seiner Schwägerin keine besondere Freundschaft entgegenbrachte. Das ehemals herzliche Verhältniß zwischen den Brüdern machte der Kälte und Entfremdung Platz, die bis zum Tode des jüngeren andauerte. Er und seine Gattin starben rasch hinter einander, und der verwaiste Knabe kam in das Haus des Oheims, wo er gemeinschaftlich mit dem jungen Majoratserben erzogen wurde.

Aber auch der alte Graf Ettersberg überlebte den Bruder nicht lange. In seinem Testamente hatte er Sohn und Neffen der Vormundschaft seines Schwagers, des Bruders seiner Gemahlin übergeben, welcher der Schwester denn auch überall zur Seite stand, wo eine männliche Vertretung nothwendig war.

Im Uebrigen aber sicherte jenes Testament der Gräfin die vollste Freiheit und Selbstständigkeit aller Verfügungen, und sie leitete auch selbst die Verwaltung der Familiengüter und die Erziehung der beiden Knaben.

Jetzt war die letztere vollendet; Graf Edmund hatte während des Winters, in Begleitung seines Vetters, eine längere Reise nach Frankreich und Italien unternommen und war nunmehr zurückgekehrt, um sich mit der Verwaltung seiner Güter vertraut zu machen, die er bei seiner bevorstehenden Mündigkeit selbst übernehmen sollte, w

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