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Frau mit rotem Hut Ein Kommissar auf Abwegen ( Mit integriertem Quiz). von Hübener, Erich (eBook)

  • Verlag: neobooks Self-Publishing
eBook (ePUB)
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Frau mit rotem Hut

Mord oder Totschlag, Entführung oder Erpressung? Was ist auf der Kanareninsel Lanzarote geschehen, über das nur hinter vorgehaltener Hand getuschelt wird? Und was hat der deutsche Kommissar, der sich hier unter falschem Namen privat eingemietet hat, damit zu tun? Es gibt Fragen über Fragen, die von Anfang bis Ende den 'kriminaltechnischen Sachverstand' des Lesers herausfordern. Das integrierte Quiz zeigt Ihnen, wie gut Sie kombiniert haben. Erich Hübener ist in Norddeutschland aufgewachsen. Er war Gärtner, Erzieher, Lehrer und Pfarrer, aber auch CNC-Programmierer, Versicherungsvertreter und Autohändler. Nebenher ist er etlichen Hobbys nachgegangen: Sport und Musik, Kunst und Handwerk, Geschichten erzählen und schreiben. Inzwischen hat er seinen zweiten Krimi und zwei humorvolle Romane veröffentlicht.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 274
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783742798619
    Verlag: neobooks Self-Publishing
    Größe: 857 kBytes
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Frau mit rotem Hut

Erster Tag

Kommissar Stefan Winner saß auf der Terrasse unter dem großen Gummibaum und blinzelte in die Sonne. Ja, so wollte er es: Kein Handy klingelte, kein Polizeifunk plärrte, kein Kollege nervte mit dummen Fragen und auch der Chef kam nicht vorbei um nach dem neusten Stand der Ermittlungen zu fragen.

Er gab sich ganz diesem angenehmen Gefühl hin. Nur wenige Geräusche erreichten sein Ohr. Die Autos auf der Hauptstraße machten allerdings einen außergewöhnlichen Lärm. Während man in Deutschland an Flüsterasphalt arbeitete fuhr man hier auf Lanzarote zwischen Guatiza und Mala auf einer Straße, die so aussah, als habe man vergessen die obere feine Asphaltschicht aufzutragen. Aber das war für Winner kein echtes Problem. Die Hauptstraße, die zwischen Guatiza und Arriette durch Mala führte war weit entfernt und das Geräusch, das trotz Nordwind zu ihm herüberdrang, klang eher wie fernes Meeresrauschen. Etwas anderes waren die Hunde. Spanier schienen Hunde zu lieben. Fast jedes Haus hatte einen oder zwei, meist so kleine Kläffer und oft eigenartige Promenadenmischungen. Irgendwo im Ort kläffte immer ein Hund, dachte Winner, daran werde ich mich wohl gewöhnen müssen.

Während Winner seinen heißen Kaffee schlürfte dachte er darüber nach, wie es überhaupt dazu gekommen war, dass er jetzt hier saß. Litt er unter einem Burn-out? War es die Midlife-Crisis oder war er schlicht und ergreifend nur überarbeitet gewesen, dass ihm der letzte Fall so entglitten war? Drei ungeklärte Fälle lagen auf seinem Schreibtisch und vom vierten hatte sein Chef ihn abgezogen, weil alles schiefgelaufen war, was nur hatte schieflaufen können.

Der Polizeiarzt hatte ihm geraten mal Urlaub zu machen. "Bis zu Ihrer Pensionierung müssen Sie schon noch ein paar Jahre durchhalten", hatte er gesagt. Und sein Hausarzt hatte ergänzt "Am besten, Sie fliegen irgendwo hin, wo Sie keiner kennt und keiner weiß, wo Sie wohnen. Und lassen Sie ja Ihr Handy daheim. Sonst rufen garantiert ihre Kollegen dauernd an und wollen irgendetwas wissen."

Wie soll das denn gehen hatte er sich gefragt. Spätestens bei der Passkontrolle am Flughafen würde er erkannt werden. Und wenn er unter seinem Namen ein Hotelzimmer buchte, dann wäre sein Aufenthalt durch seine Kollegen leicht auszumachen. Darum fasste er einen verrückten Plan: Er hatte vor kurzem einen Ganoven verhaftet, eigentlich war es nur ein kleiner Fisch. Er war als Strohmann für einen schwerreichen Kunstliebhaber aufgetreten und hatte alle möglichen Antiquitäten aufgekauft, vor allem alte Bilder und Gemälde. Sie hatten ihn schon lange in Verdacht gehabt, bei der Gelegenheit Geld zu waschen, aber sie hatten ihm nichts nachweisen können. Doch dann war er aufgeflogen, weil er bei einer Auktion für eine altes Gemälde eine größere Summe in bar bezahlt hatte. Bei der Überprüfung der Scheine durch die Beamten des Betrugsdezernats hatte sich herausgestellt, dass einige Scheine gefälscht waren, also Blüten. Die waren zwar gut gemacht, aber trotzdem entdeckt worden. Bei seiner Festnahme und der anschließenden Hausdurchsuchung hatte man außer weiterem Falschgeld auch noch drei gefälschte Personalausweise auf die Namen Ronny Berg, Dominik Krause und Sebastian Sommer gefunden. Auch diese Fälschungen waren gut gemacht und kaum zu erkennen. Die Kollegen hatten schon gescherzt und gesagt: "Winner, das könnte glatt dein Bruder sein, aber eben ohne Bart. Und das Alter kommt auch hin. Lass dir deinen Bart abnehmen und dann hast du drei neue Identitäten."

Daran hatte er sich erinnert als er über seine "Flucht" nachdachte. Und er hatte entschieden, sich nicht den Bart abnehmen zu lassen. Gerade der Bart konnte noch ein paar Unterschiede vertuschen. Er hatte sich für den Ausweis mit dem Namen Sebastian Sommer entschieden, weil der seiner Meinung nach noch in keiner Fahndung aufgetaucht war.

Hauptkommissar Winner war vor Jahren in der Schulung junger Kollegen eingesetzt wo

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