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Frauen lügen besser & Nur eine kleine Affäre Zwei Romane in einem Band von Schoenle, Annemarie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.05.2014
  • Verlag: dotbooks
eBook (ePUB)
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Frauen lügen besser & Nur eine kleine Affäre

Frauen lügen besser "Ich habe gelesen, dass das männliche Gehirn unserer modernen Informationsgesellschaft nicht mehr gewachsen sei. Weil Männer linear denken, jetzt aber vernetztes Denken gefragt ist." Drei Frauen, eine streitbare Journalistin, eine Lektorin und eine bildschöne Verkäuferin, wollen mit ihren vermeintlich so fortschrittlichen Geschlechtsgenossinnen, aber auch mit der selbstherrlichen Männerwelt abrechnen. Sie beschließen, einen Roman zu schreiben, eine Skandalbiographie, und ihn durch ein raffiniertes Marketingkonzept zum Bestseller der Saison zu machen. Der Plan gelingt, wenngleich anders als gedacht, denn die drei haben leichtsinnigerweise den Faktor 'Männer' außer Acht gelassen. "Intelligent und witzig erzählt. Annemarie Schoenle vermag den drei Frauengenerationen ein glaubwürdiges Profil zu geben." Der Spiegel Nur eine kleine Affäre Eine Viertelstunde später war alles klar. Sie war schwanger. Der Blinddarm war kein Blinddarm, der Blinddarm war ein Kind. Schwanger, Job weg, Mann weg. Eigentlich hatte sich Theresa nur auf eine kleine Affäre mit dem gutaussehenden Victor eingelassen, um der Tristesse ihres Alltags zu entfliehen - und nun ist sie alleinerziehende Mutter und arbeitslos. Weder ihr Ehemann, noch ihr Liebhaber wollen etwas von dem Kind wissen. Was also tun? Theresa hat zwar keine Ahnung, dafür aber jede Menge Träume! Sie lässt sich nicht unterkriegen und ist sich sicher: Ich werde mein Glück finden! Annemarie Schoenle gelingt es wie keiner anderen, zugleich so leicht und so ernst zu erzählen. Die Romane Annemarie Schoenles werden millionenfach gelesen, zudem ist sie eine der begehrtesten Drehbuchautorinnen Deutschlands (u. a. Grimme-Preis). Sie ist Mutter einer erwachsenen Tochter und lebt mit ihrem Mann in der Nähe von München. Bei dotbooks erschienen bereits Annemarie Schoenles Romane 'Frauen lügen besser', 'Frühstück zu viert', 'Verdammt, er liebt mich', 'Nur eine kleine Affäre', 'Du gehörst mir', 'Eine ungehorsame Frau', 'Ringelblume sucht Löwenzahn' und 'Ich habe nein gesagt' sowie die Erzählbände 'Der Teufel steckt im Stöckelschuh', 'Die Rache kommt im Minirock', 'Die Luft ist wie Champagner' und 'Das Leben ist ein Blumenstrauß'. Die Website der Autorin: www.annemarieschoenle.de

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 577
    Erscheinungsdatum: 06.05.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955203825
    Verlag: dotbooks
    Größe: 966 kBytes
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Frauen lügen besser & Nur eine kleine Affäre

Sigi

Die Leute hatten gar keinen Begriff davon, wie dämlich manche Männer sich an der Safttheke des Kaufhauses Wertheimer benahmen. Echt nicht. Standen da, glotzten, füllten sich mit Vitamindrinks plus Pestiziden ab und ließen sich wunderbar kategorisieren. Kategorisieren , was für ein Monstrum von Wort!, dachte Sigi. Sie hatte es von Thomas, und es hieß nichts anderes, als dass man anhand männlichen Trink- und Balzverhaltens jeden der Kerle sofort in die richtige Schublade stecken konnte.

Da gab es zum Beispiel jene, die sie ganz gezielt ansprachen und denen es egal war, was sie bestellten. Meistens das Billigste, O-Saft vielleicht. Ein Schluck Orangensaft, und schon war man beim Thema. Was so ein schönes Mädchen in dieser tristen Umgebung zu suchen habe, wann das schöne Mädchen nach Hause gehe, ob das schöne Mädchen befreundet sei und ob man nicht mal ein Gläschen mit dem schönen Mädchen trinken könne. Natürlich keinen O-Saft, haha.

Das waren die Typen, die einen in eine schäbige Pilskneipe schleppten und so taten, als sei es die Pianobar im "Hilton". Die ihre Hände nicht bei sich behalten konnten. Und blöde Zicke sagten, wenn man ihnen die Hände leer zurückgab.

Die Männer der zweiten Schublade wollten tatsächlich gesund leben, gelangten aber bei Sigis Anblick zu der Erkenntnis, dass auch ein gehobener Adrenalinspiegel gesundheitsfördernd war. Die kriegten plötzlich den totalen Kickdown, sie lehnten sich vertraulich an die Theke, dehnten ihren Brustkorb, wohl in der Hoffnung, dass Sigi es ihnen gleichtue, und luden sie zum Abendessen ein. Das Ziel: ein anschließendes Frühstück.

Die Männer der dritten Schublade registrierten Sigis hinreißendes Aussehen wohlwollend und schweigend, gaben großzügige Trinkgelder und gingen ihrer Wege. Eine angenehme Spezies.

Und dann gab es noch die vierte Kategorie. Die Männer mit Köpfchen und Stil. Anzug, Krawatte, Aktenkoffer, Handy, gutes Rasierwasser. Sie verkehrten wiederum nur mit Leuten mit Köpfchen und lebten unter dem Glassturz der sozial Abgesicherten. Dachten, ihre Welt sei im Grunde auch die Welt der anderen. Zwar lasen sie in ihren superklugen Zeitungen von Arbeitslosigkeit, Armut, Raub und Mord, aber sie kapierten nicht, was sie lasen. Denn richtig kapieren konnte man nur, was man selbst oder in seinem Umkreis erlebte und mitempfand. Arbeitslosigkeit zum Beispiel. Sigi kam aus einer Kleinstadt und hatte mit zwanzig Jahren ihren Job als Textilverkäuferin verloren. In einem Pleiteladen. Sie ging nach München und jobbte als Bedienung. Der Wirt kam ihr zu nahe – sie musste gehen. Dann die Fabrik: Feinlöterin. Sie verliebte sich in einen Kerl, der in der Versandabteilung Kartons füllte und Gabelstapler fuhr. Stephan. Nach einigen Wochen stellte sie fest, dass er außer einem knackigen Hintern und einem hübschen Gesicht nichts zu bieten hatte. Ein Stammtischhengst, der alles nachplapperte, was die "Blöd-Zeitung" schrieb. Ein Typ ohne Ehrgeiz, ohne Interessen (Fußball mal ausgenommen), stolz auf seine schlechten Manieren, die er für urig-bayrisch hielt. Im Bett ein Stellungsakrobat, mehr nicht. Als sie ihn zum Teufel jagte – in der Mittagspause –, wurde er handgreiflich. Sie knallte ihm ihr Essenstablett auf den Kopf. Hätte sie abwarten sollen, bis er ihr den Kiefer brach? Ihre Schlagkraft hatte einen Ruf ins Personalbüro zur Folge, wo man ihr die Papiere aushändigte. Ihm nicht, er hatte ja kein Firmeneigentum beschädigt.

Jetzt galt sie auf dem Arbeitsamt als rabiat. Wieder jobbte sie. An der Rezeption eines Fitnessclubs. Bis sie darauf kam, dass dieser Club nicht Muskeln, sondern Schwellkörper aufbaute. Sie besuc

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