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Göttin meines Herzens von Beacon, Elizabeth (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 06.07.2016
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Göttin meines Herzens

Miranda erschauert, als Christopher Alstone sie leidenschaftlich liebkost. Nichts ersehnt sie sich mehr als seine Liebe und Zärtlichkeit! Dass der Earl of Carnwood sie seit ihrer ersten Begegnung tief im Herzen trägt, ahnt sie nicht. Auch nicht, dass er schon damals geschworen hat, sie zur Frau zu nehmen. Doch Mirandas Vergangenheit lässt eine Ehe unmöglich erscheinen - und ruft einen gefährlichen Feind auf den Plan

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 256
    Erscheinungsdatum: 06.07.2016
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733767280
    Verlag: CORA Verlag
    Größe: 1171 kBytes
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Göttin meines Herzens

1. KAPITEL

Mit dem Auge des Besuchers betrachtet wirkte Wychwood Court auf Mrs. Miranda Braxton noch imposanter, als sie es in Erinnerung hatte. Nach ihrem fünf Jahre währenden Exil kamen ihr die goldgelben Steine des prächtigen Tudorherrenhauses hinter dem feinen Dunstschleier geradezu einladend vor, und sie lehnte sich in ihrem Sitz zur Seite, um das Haus noch eingehender zu betrachten. Unwillkürlich dachte sie dabei an ihren jugendlichen Leichtsinn, denn all dies hier gab sie damals unbekümmert für Nevin Braxton auf, nur um festzustellen, wie sehr sie sich in ihm getäuscht hatte.

In der Woche, in der es ihr erlaubt war, sich auf dem Anwesen aufzuhalten, musste es ihr lediglich gelingen, die Fassung zu bewahren, weshalb sie Tante Clarissa und Cousine Celia wohl besser aus dem Weg ging. Sie fragte sich, warum ihr Großvater auf ihrer Anwesenheit bei der Verlesung seines Testaments bestand, da er ihr doch unmissverständlich zu verstehen gegeben hatte, ihr nie wieder Zutritt zu seinem Haus gewähren zu wollen. Allerdings ist es nun auch nicht mehr sein Haus, also ist es ihm wohl auf recht schlaue Weise gelungen, Wort zu halten, dachte Miranda. Da sein Erbe indes der Sohn eines Mannes war, den er zutiefst verabscheute, musste sich ihr Großvater ob der Anwesenheit so vieler Kuckuckseier in seinem wertvollen Nest indes wohl im Grabe umdrehen.

Selbst im Norden Wales sprach man davon, welch tüchtiger Geschäftsmann der Erbe Lord Carnwoods sei. Insgeheim musste Miranda darüber lachen, da sie wusste, wie unwillkommen diese Nachricht in Wychwood aufgenommen worden sein musste. Selbst wenn er, wie man sagte, mit seinem Geschäftssinn zu großem Vermögen gekommen war, musste es Tante Clarissa wahrhaft verhasst sein, dass er den noblen Namen Alstone mit der Anrüchigkeit profaner Geschäfte beschmutzte. Miranda sinnierte eine Weile über die abstruse scheinheilige Heuchelei der aristokratischen Gesellschaft und fragte sich, auf welche Weise wohl nach Meinung ihrer Tante die Familie zu ihrem Vermögen gekommen war.

"Das sieht Seiner Lordschaft ähnlich, sein Testament erst Monate nach seinem Tod verlesen zu lassen. Er ist immer ein eigensinniger alter Brummbär gewesen", bemerkte Leah, Mirandas Zofe und Gesellschafterin, als die Kutsche ihr Tempo verlangsamte. "Sieht aus wie immer, nicht wahr?", fuhr sie danach schroff fort, was Miranda erkennen ließ, dass Leah diesen wunderbaren Ort ebenso sehr vermisst hatte wie sie.

"Ja, das tut es."

"Innen wird es anders sein, will ich meinen, wegen dem neuen Earl und allem. Lady Clarissa muss sich darüber wohl ganz grün und blau ärgern, wo sie sich doch Ihren Großvater nach ihren Wünschen erzogen hat, möchte ich sagen."

"Ich hoffe, das tust du nicht, Leah."

"Was soll ich nicht tun?", fragte diese mit Unschuldsmiene. Seit Kindertagen verband die beiden eine enge Freundschaft. Eine Kluft zwischen Herrin und Zofe bestand für Miranda nicht, denn wo wäre sie jetzt bloß ohne Leah?

"Offen deine Meinung äußern."

"Und warum nicht?"

Vor langer Zeit schon hatte Leah beschlossen, nicht die Art Zofe zu sein, die man zwar sieht, aber nicht hört. Zudem hatten sie die letzten fünf Jahre in einem recht ungewöhnlichen Haushalt verbracht, weshalb es Miranda unwahrscheinlich erschien, ihre Freundin davon überzeugen zu können, ihr Verhalten nun zu ändern. "Es könnte vielleicht helfen, den Haussegen zu bewahren", antwortete sie deshalb matt.

"Ha! Manche Dinge sind es nicht wert, dass man sie bewahrt."

"Gleich, ob dem so ist oder nicht, in diesem Haushalt bin ich zu Gast. Ich wäre dir dankbar, wenn du dies im Kopf behieltest", beharrte sie.

"Es ist Ihr Zuhause, Miss Miranda."

"Nein, es ist einmal mein Zuhause gewesen", erwiderte sie ruhig. Zwar mochte sie sich verzweifelt nach Wychwood gesehnt haben, als dessen Pforte ihr für immer verschlossen bleiben sollte, doch ihre liebenswerte Taufpatin hatte ihr ein neues Heim geg

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