text.skipToContent text.skipToNavigation

Gaylos von Falken, Martin M. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 24.07.2015
  • Verlag: Himmelstürmer Verlag
eBook (ePUB)
12,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Gaylos

Seitdem Kevin und Chris in eine gemeinsame Wohnung gezogen sind, scheint der eintönige Alltag die Frische ihrer zweijährigen Beziehung zu nehmen. Während der quirlige Kevin eifrig seinem Studium nachgeht, lässt sich der attraktive, aber antriebslose Chris hängen, bis er von einer Insel namens Gaylos hört, eine sonnige Partyinsel mitten in der Karibik und obendrein mit schwulem Zielpublikum. Noch einmal möchte er es sich so richtig gut gehen lassen, die pure Freiheit spüren, die Nächte durchfeiern, wild sein. Freilich ist Kevin keineswegs begeistert von dem Gedanken, auf dieser Insel Urlaub zu machen, schon gar nicht, wenn sein Freund den ein oder anderen Flirt nicht scheut. In der Hoffnung, dass die Reise ihre Beziehung neu belebt, wie Chris großspurig prophezeit, setzt er sich schlecht gelaunt in den Flieger. Selbst das türkisfarbene Meer unter der prallen Sonne und der weiße Sand mit Palmen können kein Lächeln auf Kevins Gesicht zaubern. Doch es kommt alles anders als geplant. Während Chris, der von seiner Schönheit und seinem Charme völlig überzeugt ist, beim Flirten von einem ins andere Fettnäpfchen tritt, genießt Kevin die Nächte alleine am Meer, wo er den hübschen Gitarrenspieler Leon unter Palmen trifft. Das Paar geht zunehmend getrennte Wege, auf denen sie skurrilen Cocktailmixern und schrägen Touristen sowie verborgenen Gefahren der tropischen Natur begegnen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 189
    Erscheinungsdatum: 24.07.2015
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783863614805
    Verlag: Himmelstürmer Verlag
    Größe: 1335kBytes
Weiterlesen weniger lesen

Gaylos

Wieder einmal ärgerte sich Chris über die harte Butter, mit der er sein Schwarzbrot zu bestreichen versuchte. Er stand auf, schlürfte zum Kühlschrank, fuhr mit seiner linken Hand genervt durch sein widerspenstiges, in alle Richtungen stehendes schwarzes Haar, pustete eine Strähne von seiner Stirn und überlegte, was er essen könnte. Butterkäse? Salami oder etwas Süßes? Zum zweiten Mal ärgerte er sich an diesem Morgen über die Angewohnheit seines Freundes, alles Essbare in den Kühlschrank zu stellen. Heute hatte Chris Hunger auf Nougatcreme, doch diese war so kalt, dass sie nicht streichfähig war. Noch immer unentschlossen darüber, was er auf seinem Brot essen könnte und mit dem Ärger über Kevin beschäftigt, begann Chris in seinem roten Shirt und in seinen grauen Shorts vor dem Kühlschrank zu frieren. Meckernd knallte er die Tür zu, ohne sich etwas herausgenommen zu haben.

Harte Butter am Morgen war für Chris schon ein Zeichen, dass der Tag noch mehr unangenehme Überraschungen bereithielt. Er setzte sich vor sein Brot und versuchte, schmale harte Butterstreifen darauf zu drücken.

"Guten Morgen, Schatz!" Kevin betrat lächelnd die Küche, setzte sich Chris gegenüber und schenkte sich eine Tasse Kaffee ein. Chris schaute ihn mit düsterer Miene für den Bruchteil einer Sekunde an, ohne etwas zu sagen.

"Schlecht geschlafen?", fragte Kevin, ohne dass er seine gute Laune verlor.

"Nein!", zischte Chris genervt.

"Oh ... Ich habe die Butter vergessen", stellte Kevin fest, als er die harten Brocken auf Chris' Brot zur Kenntnis nahm.

"Ja, ich weiß! Ich hab's aber trotzdem geschafft!" Zornig warf Chris seine mit Butter bestrichene Vollkornschnitte vor Kevin auf den Tisch. Er verstand die Anweisung und holte sich ein Messer, mit dem er die harte Butter gleichmäßig verteilte.

"Soll ich dir noch die Rinde abschneiden?", fragte Kevin spöttisch.

"Gib her!", rief Chris und schnappte sich die Brotscheibe.

"Kein Belag?"

"Nougatcreme will ich", murmelte der Kauende. "Aber die steht steinhart im Kühlschrank."

"Ups!", war Kevins Antwort. Chris schüttelte seinen Kopf.

Er begann zu essen. Schwarzer Kaffee und eine Schnitte mit Butter sollten ihm heute reichen. Er starrte auf seinen Teller und kaute. Kevin, der ebenfalls noch in Shirt und Shorts steckte, strich mit seinem nackten Fuß an Chris' bloßem Bein entlang. Dieser schlug mit seiner Hand gegen Kevins Fuß, so dass es laut klatschte.

"Lass das! Du weißt, dass ich das morgens nicht leiden kann!" Chris' Augen wurden schmal, als er Kevin ansah.

"Ist ja gut ..." Kevins morgendliches Lächeln verschwand. Er strich mit seinen Händen durch seine blonden Haare und betrachtete seinen Partner.

"Ich finde deine blauen Augen so schön, besonders wenn sie zornig funkeln", sagte Kevin.

"Boah, Kev! Geh mir nicht auf die Nerven! Ich hasse es, wenn du das sagst!", erklärte Chris langsam, aber bedrohlich. Er ärgerte sich darüber, dass sein Freund nie erkannte, wenn er einfach nur seine Ruhe haben wollte.

"Ist ja gut ..." Kevin blickte mürrisch aus dem Fenster, während Chris weiter aß. Bevor er mit seinem Freund zusammengezogen war, hatte er andere Vorstellungen, er hatte Kevins morgendliche gute Laune zuerst gar nicht so nervig empfunden. Und wenn er sich schon um alles kümmern wollte, dann richtig! Chris verkniff sich aber weitere Anschuldigungen, was die Butter oder die Nougatcreme im Kühlschrank betraf. Was war nur los in letzter Zeit? Wenn der Tag schon so begann ... Chris schnitt oft seinem Freund das Wort ab, unterbrach ihn einfach. "Ich bin morgens nicht dein Entertainer! Und du musst auch nicht meinen spielen!", gab Chris ihm zu verstehen. Es half nichts. Kevins aufdringlich gute Laune, sein immerwährendes Lächeln und seine Zuneigung kannten keine Grenzen. Als Chris sich in ihn verliebte, schätzte er diese Eigenschaften noch.

"Aber Chris!", begann Kevin wied

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen