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Gefährliche Erinnerung von Fossen, Delores (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 08.11.2017
  • Verlag: CORA Verlag
eBook (ePUB)
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Gefährliche Erinnerung

Leigh ist verzweifelt. Sie hat ihr Gedächtnis verloren und kann sich noch nicht einmal mehr an ihren Namen erinnern - geschweige denn an den sexy Fremden, der behauptet, ihr Ehemann zu sein. Gabe Sanchez hat sie aus dem Lake Pontchartrain gerettet, nachdem jemand versucht hatte, sie umzubringen. Aber kann sie ihm allein deshalb vertrauen? Und ist er wirklich FBI-Agent? Sicher weiß sie nur, dass er eine überaus starke erotische Anziehungskraft auf sie ausübt - weshalb sie ihm besser aus dem Weg gehen sollte. Doch als ihr erneut ein Killer auf den Fersen ist, muss sie gemeinsam mit Gabe fliehen...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 130
    Erscheinungsdatum: 08.11.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783733753986
    Verlag: CORA Verlag
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Gefährliche Erinnerung

1. KAPITEL

Man wollte sie töten.

Sie war im Wasser aus ihrer Bewusstlosigkeit erwacht. Kaltes, tiefes, dunkles Wasser. Es war über ihr, neben ihr, um sie herum. Erstickte sie.

Entsetzen durchzuckte sie. Hektisch versuchte sie zu schwimmen. Unmöglich. Hände und Füße waren gefesselt. Wasser drang ihr in Mund und Nase. Ihre Kehle schnürte sich zusammen. Schmerzte heftig. Ihr Herz hämmerte, als würde es gleich zerspringen.

Jemand hatte sie hierher gebracht. Aber wer? Sie konnte sich nur noch undeutlich an eine Brücke über Wasser erinnern. Kein Gesicht. Kein Name. Nur jemand, der offensichtlich ihren Tod wollte.

Zentimeter um Zentimeter sank sie tiefer. Sie kämpfte gegen das Verlangen an, aufzugeben, die Augen zu schließen, das Leben loszulassen, damit der Schrecken ein Ende hatte. Nein. Sie würde nicht aufgeben. Konnte nicht. Gott, sie wollte nicht sterben.

Sie wand sich, benutzte den letzten Rest Atemluft bei dem Versuch, nicht noch tiefer zu sinken. Erfolglos. Bald berührten ihre Füße den schlammigen Grund.

Sie sah den Mann nicht, bevor er den Arm um sie schlang, aber sie fühlte seinen festen Griff. Hoffnung. Hoffnung keimte in ihr auf, klammerte sich an diesen Mann.

Er verhinderte, dass der Schlamm sie verschluckte, und zog sie Richtung Wasseroberfläche. Sie versuchte, ihn zu unterstützen, aber Füße und Hände waren immer noch gebunden. Trotz aller verzweifelten Bemühungen bekam sie sie nicht frei.

Doch irgendwie gelang es ihm, sie beide aus dem Wasser zu holen, sie ans modrige Ufer zu schleppen. Und dann küsste er sie. Zumindest dachte sie das, bis sie fühlte, wie ihr Luft in den Mund geblasen wurde. Nein, kein Kuss. Mund-zu-Mund-Beatmung.

"Alles okay", sagte der Mann. "Du brauchst keine Angst mehr zu haben."

Er kniete sich neben sie und löste mit wenigen schnellen Handgriffen ihre Fesseln. Dabei schaute er sich ständig um, als suche er etwas.

Nicht etwas, begriff sie.

Jemand.

Es war durchaus möglich, dass ihr Peiniger zurückkehrte, um seine Arbeit zu vollenden.

Diese Erkenntnis traf sie wie ein Schock. Ihre Zähne begannen aufeinander zu schlagen. Sie fing an zu zittern. Ihr war kalt, sie war nass, und schlagartig überfielen sie massive Kopfschmerzen. Ihr tat alles weh. Immerhin lebte sie. Das hatte sie diesem Mann zu verdanken.

Er beugte sich über sie, um ihre Stirn zu untersuchen. Im letzten Tageslicht konnte sie sein entschlossenes Gesicht sehen. Kannte sie ihn?

Nein.

Es war ein Fremder.

"Sie haben mir das Leben gerettet", brachte sie mühsam hervor.

Wasser tropfte von ihm auf ihr Gesicht, und mit der gleichen Sanftheit wie bei der Untersuchung ihrer Stirn wischte er ihr die Tropfen von der Wange.

"Ja, das habe ich." Er murmelte undeutlich etwas vor sich hin. Auf Spanisch. Und er schüttelte den Kopf. "Ich könnte dich übers Knie legen für das, was du da durchgezogen hast. Aber darauf kommen wir später zurück."

Sie verstand nicht, was er meinte. Durchgezogen? Bestimmt hatte sie nicht darum gebeten, ins Wasser geworfen zu werden. Oder? Nein, da war sie sich sicher. Sie hatte keinen Selbstmordversuch unternommen. Sie hatte um ihr Leben gekämpft.

"Wer sind Sie?", fragte sie.

Ein seltsamer Ausdruck zuckte in seinen Augen auf. "Was zum Teufel meinst du damit? Und wieso siezt du mich die ganze Zeit?"

"Ich möchte gern Ihren Namen wissen", beharrte sie.

Er hockte sich auf die Fersen und bedachte sie mit finsterem Blick. "Was für ein geschmackloses Spielchen soll das jetzt sein?" Sie konnte gerade abwehrend den Kopf schütteln, da fuhr er schon fort. "Glaub mir, es wird nicht funktionieren!" Mit jedem Wort wurde er lauter. "Ich will Antworten. Ich habe ein Recht auf Antworten."

"Ich hätte auch gern Antworten. Zum Beispiel, dass Sie mir sagen, wer Sie sind."

"Gabe", stieß er hervor. "Aber das weißt du."

Nein, sie wusste es nicht

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