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Gefangene der Versuchung Historischer Liebesroman von Hamilton, Nora (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 21.06.2013
  • Verlag: Edel Elements
eBook (ePUB)
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Gefangene der Versuchung

Zwischen den Duncans und den McLords tobt seit langem ein Krieg. Als Susan McLord als Gefangene auf die Burg der Duncans verschleppt wird, verliebt sie sich in ihren Gegner, Lord Peacock. Nun muss sie sich zwischen ihrem Geliebten und ihrer Familie entscheiden.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 383
    Erscheinungsdatum: 21.06.2013
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783955300647
    Verlag: Edel Elements
    Größe: 1627 kBytes
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Gefangene der Versuchung

Erstes Kapitel

Vier Wochen schon brannte die Sonne so heiß, wie man es in den Highlands nur selten erlebt. Der Himmel war fast weiß vor Hitze, die grünen Weiden waren verbrannt und lagen wie braune, zerschlissene Teppiche in den Tälern. Das Vieh durstete. Immer häufiger sammelten sich die schwarzen Krähen mit bösem Gekreisch zu einem Schwarm, der sich über ein verendetes Schaf hermachte. Bäche, die nach der Schneeschmelze anschwollen, über die Ufer traten und alles in ihrer Nähe in eine Sumpflandschaft verwandelten, führten in diesem Sommer kaum mehr Wasser. Die Ufer waren vor Trockenheit rissig. Jedes Kind konnte mühelos und ohne sich die Beinkleider nass zu machen, von einer Seite zur anderen springen. Im Burggraben faulten die Abfälle und verbreiteten einen höllischen Gestank. Grün schillernde Fliegen schwärmten über den Hof, in den Ställen und sogar innerhalb der Burg. Besonders die Pferde hatten unter ihnen und der Trockenheit zu leiden. Unruhig standen sie im Stall, bewegten nur träge den Schweif. Hin und wieder warfen sie die Köpfe herum, um die Quälgeister, die sich über den Augen und auf den Nüstern niedergelassen hatten, zu verscheuchen. Der Pferdeknecht, der, von der Hitze ganz matt, in einer Ecke des Stalles vor sich hin döste, hatte den Kampf gegen die lästigen Insekten längst aufgegeben. Die Mägde und Knechte schleppten sich mit hängenden Schultern und schlurfenden Schritten durch den Tag. Die Köchin, die über der offenen Kochstelle mehrere Kessel hängen hatte, stand mit hochrotem Gesicht in der Küchentür und tupfte sich mit einem Tuch den Schweiß von der Stirn. In der kleinen Kapelle brannten Tag und Nacht Opferkerzen, die den Regen herbei bitten sollten. Jeden Tag musste der Eimer an der knarrenden Winde tiefer in den Brunnen hinab gelassen werden. Katzen lagen schläfrig im Schatten der Mauern und selbst die Hunde, die über den Burghof streunten, waren zu erschöpft, um sich über die Katzen herzumachen. Lady Susan McLord richtete sich auf, streckte den schmerzenden Rücken und hob die langen dunkelbraunen Haare aus dem Nacken, um sich ein wenig Kühlung zu verschaffen. Margaret, ihre Kinderfrau, hatte am Morgen schon gesagt, dass sie die Haare aufstecken solle, aber Susan hatte nicht auf sie gehört. Am liebsten trug sie das hüftlange Haar eben offen. Sie warf einen missmutigen Blick auf Margaret, die eifrig das kleine Kräutergärtchen beackerte. Margaret war so vertieft, dass sie sich nicht im mindesten um sie kümmerte. Als Susan sah, dass Margaret beschäftigt war, schlich sie sich auf leisen Sohlen aus dem Küchengarten. Den Korb mit ein paar Stängeln Thymian und dem Messer ließ sie stehen. Ganz behutsam öffnete sie das eiserne Törchen, damit es nicht in den Angeln quietschte, und schlüpfte hinaus. Die Burg von Lord Hamish McLord, ihres Vaters, war der Stolz der ganzen Umgebung und Gegenstand heftigen Neids der benachbarten Clansherren. Vor zwanzig Jahren hatte er anlässlich seiner Eheschließung mit der schönen und reichen Jeanne de Lucier den einfachen Wohnturm mit Anbauten erweitert und mit einem gemauerten Ring umgeben lassen. Diesen umgab nach ungefähr 50 m eine weitere Mauer, sehr hoch, mit einer Brustwehr versehen und vier Türmen. In Kriegszeiten, so wie jetzt, dienten sie den Spähern als Beobachtungsposten. In einem der Türme war das Verlies untergebracht, ein anderer diente als Speicher, im dritten wohnten die Torwächter. Zwischen den beiden Begrenzungen wuchsen ein paar Büsche und einige dicht belaubte kleine Eichen, deren Blätter heute allerdings von der Trockenheit herunterhingen und ganz staubig waren. Ein schmaler Weg führte um die Burg herum. Susan liebte das Gelände zwischen den beiden Mauern. Meist war sie hier ganz allein. Das Leben fand innerhalb des ersten Ringes statt. Dort stand der Wohnturm mit der Halle und den Gemächern der Familie, dort befanden sich die Ställe und Gesindehäuser, die Back- und Wa

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