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Geheimkommando Zenica Thriller Neuerscheinung 2018 von MacLean, Alistair (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 02.07.2018
  • Verlag: HarperCollins
eBook (ePUB)
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Geheimkommando Zenica

Die Kanonen von Navarone sind kaum verstummt, doch schon müssen sich Captain Keith Mallory und seine Männer auf die nächste Mission begeben. Ihr Einsatzgebiet: die Zenica-Schlucht in den rauen Bergen Bosniens. Offiziell sollen sie den dortigen Partisanen gegen die vorrückenden Besatzer zur Hilfe kommen. Doch im Geheimen verfolgen sie einen Auftrag, der so brisant ist, dass sie nicht einmal ihre Verbündeten einweihen können. Ein mörderisches Unternehmen beginnt ...

Alistair MacLean wurde 1921 in Glasgow, Schottland geboren. 1941 trat er in die Royal Navy ein und verbrachte dort fünf Jahre. Nach dem Krieg studierte er und promovierte in Kunstgeschichte. Bis sein erstes Buch "Die Männer von der Ulysses" zum internationalen Erfolg wurde, leitete MacLean eine Jungenschule. Seitdem haben sich seine Bücher weltweit millionenfach verkauft. Er verstarb 1987 in München.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: AdobeDRM
    Seitenzahl: 304
    Erscheinungsdatum: 02.07.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783959677639
    Verlag: HarperCollins
    Originaltitel: Force 10 From Navarone
    Größe: 1178 kBytes
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Geheimkommando Zenica

1. KAPITEL
Vorspiel
Donnerstag, 00.00 bis 06.00

Commander Vincent Ryan, Angehöriger der Royal Navy, Captain und kommandierender Offizier des neuesten Zerstörers der S-Klasse Seiner Majestät des Königs, stützte seine Ellenbogen bequem auf dem Geländer der Kommandobrücke auf, hob sein Nachtfernglas an die Augen und starrte nachdenklich über das ruhige und mondlichtübergossene Wasser der Ägäis.

Zuerst schaute er nach Norden über die riesige, schaumige und weißlich phosphoreszierende Welle, die der messerscharfe Bug seines schnellen Zerstörers aufwarf: In vier Meilen Entfernung, unter einem indigoblauen Himmel und glitzernden Sterndiamanten, lag die drohende Masse einer von zerklüfteten Felsen umgebenen Insel: Kheros, entlegener und monatelang belagerter Außenposten von zweitausend britischen Truppen, die erwartet hatten, in jener Nacht zu sterben, und die nun am Leben bleiben würden.

Ryan schwenkte sein Fernglas um 180 Grad nach Süden und nickte wohlwollend. So sollte es sein: Die vier Zerstörer lagen achteraus in einer so geraden Linie, dass das Leitschiff die Rümpfe der drei anderen Schiffe völlig verbarg. Ryan richtete sein Fernglas nach Osten. Es ist seltsam, dachte er, wie wenig eindrucksvoll, ja sogar enttäuschend, die Nachwirkungen einer natürlichen oder von Menschen verursachten Katastrophe sein können. Wären nicht der Feuerschein und die Rauchfetzen gewesen, die aus dem oberen Teil der Klippen hervorquollen und der Szene eine fast danteske Aura von uranfänglicher Bedrohung und Vorbedeutung gaben, so hätte die steil abfallende Hafenmauer in der Ferne ausgesehen, wie sie zu Zeiten Homers ausgesehen haben mag. Das große Felsenriff, das auf Entfernung so zerklüftet aussah, hätte von Wind und Wetter von Millionen Jahren geformt sein können, genauso gut aber hätte es auch vor fünf Jahrtausenden von den alten Griechen bearbeitet worden sein können, die auf der Suche nach Marmor für ihre ionischen Tempel waren: Was fast unfassbar war, was beinahe menschliches Begreifen überstieg, war die Tatsache, dass das Felsenriff vor zehn Minuten noch gar nicht existiert hatte, dass an seiner Stelle zehntausend Tonnen Gestein gewesen waren, die uneinnehmbarste Festung der Deutschen in der Ägäis, und vor allem die zwei riesigen Kanonen von Navarone, dass das alles nun hundert Meter unter dem Meer begraben lag. Mit einem bedächtigen Kopfschütteln senkte Commander Ryan das Fernglas und sah zu den Männern hinüber, die dafür verantwortlich waren, dass Menschen in fünf Minuten mehr erreicht hatten, als die Natur in fünf Millionen Jahren hätte erreichen können.

Captain Mallory und Corporal Miller. Das war alles, was er von ihnen wusste, das und die Tatsache, dass sie von einem seiner alten Freunde diesen Auftrag bekommen hatten, einem Marine-Captain namens Jensen, der, wie er erst vor vierundzwanzig Stunden zu seiner großen Überraschung erfahren hatte, der Leiter des Alliierten Nachrichtendienstes im Mittelmeerraum war. Aber das war auch alles, was er über sie erfahren hatte, und vielleicht stimmte nicht einmal das. Vielleicht hießen sie gar nicht Mallory und Miller. Vielleicht waren sie nicht einmal Captain und Corporal. Sie sahen nicht im Entferntesten wie die Captains oder Corporals aus, die er bisher gesehen hatte. Genau genommen sahen sie überhaupt nicht aus wie die Soldaten, die er im Laufe seines Lebens kennengelernt hatte. In ihren salzwassergetränkten und blutbedeckten Uniformen, verkommen, unrasiert, ruhig, wachsam und gelassen, machten sie es Ryan unmöglich, sie in irgendeine Kategorie von Männern einzuordnen. Das Einzige, was er wirklich sicher wusste, als er die trüben blutunterlaufenen Augen und die hageren, zerfurchten, mit Bartstoppeln bedeckten Gesichter der zwei Männer betrachtete, die ihre Jugend hinter sich gelassen hatten, war, dass er niemals zuvor Menschen gesehen hatte, die so erschöpft waren.

"Na, das wär's dann wohl", sagte Ryan. "Die Truppen auf K

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