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Geständnisse einer Fernsehköchin Roman von Conrad, Stella (eBook)

  • Verlag: dotbooks
eBook (ePUB)
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Geständnisse einer Fernsehköchin

Witzig, turbulent, einfach köstlich: 'Geständnisse einer Fernsehköchin' von Stella Conrad jetzt als eBook bei dotbooks. Melina ist Schauspielerin - na ja, zumindest 'eigentlich'. Tatsächlich läuft ihre Karriere alles andere als gut und ihre Agentin droht, sie vor die Tür zu setzen. Deswegen stürzt sich Melina mit Feuereifer in das nächste Casting und bekommt prompt den Job: Sie soll die neue Star-Fernsehköchin mimen. Das Problem dabei? Sie kann überhaupt nicht kochen und seit einem Unfall noch dazu weder schmecken noch riechen. Ob der grummelige Koch Luke, der Melina als Coach zur Seite gestellt wird, ihr in dieser vertrackten Lage noch helfen kann? Jetzt als eBook kaufen und genießen: 'Geständnisse einer Fernsehköchin' von Stella Conrad. Wer liest, hat mehr vom Leben: dotbooks - der eBook-Verlag. Stella Conrad, 1960 in Recklinghausen geboren, lebt an der Nordseeküste. Nach zehnjähriger Tätigkeit als Köchin (wobei sie backstage sogar Stars wie Tina Turner, Joe Cocker, Depeche Mode, Herbert Grönemeyer und Die Toten Hosen bekochte) arbeitete sie als Veranstalterin, Pressebetreuerin und in einer Schauspielagentur, bevor sie sich dem geschriebenen Wort zuwandte. Bei dotbooks erschienen bereits Stella Conrads Romane 'Die Küchenfee', 'Die Tortenkönigin', 'Blindflug' und 'Der Feind an meinem Tisch' und 'Geständnisse einer Fernsehköchin'.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 319
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958247536
    Verlag: dotbooks
    Größe: 564 kBytes
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Geständnisse einer Fernsehköchin

Kapitel 1
Sie haben sich schon immer gefragt, wie das Leben einer Schauspielerin aussieht? Bitte sehr - hier ist die Antwort

"Lernst du schon wieder eine Rolle, die du sowieso nicht kriegst? Du solltest dich lieber um die neuen Gäste an Tisch fünf kümmern. Die sitzen da schon seit mindestens zehn Minuten."

Ich schlug das Drehbuch zu und drehte mich um. Mike stand hinter mir und grinste höhnisch. Es war natürlich Quatsch, was er erzählte - die neuen Gäste hatten sich gerade erst hingesetzt, das hatte ich sehr wohl registriert.

"Ich bezahle dich nicht dafür, dass du Drehbücher liest, das habe ich dir schon hundertmal gesagt", fuhr er fort, nachdem er sich lange genug an meiner Verlegenheit geweidet hatte. "Wenn dir das hier zu viel ist, brauchst du es nur zu sagen, Melli. Bei mir stellen sich jeden Tag Dutzende hübscher Frauen vor, die deinen Job haben wollen." Er stieß sein typisches, meckerndes Lachen aus. "Übrigens fast alle Damen, die eigentlich Schauspielerinnen sind - genau wie du. Nur meist viel jünger."

Das saß - und das wusste er. Und ich wusste, dass ich einen sehr begehrten Job hatte. Ganz besonders begehrt bei Eigentlich -Schauspielerinnen, denn Mike besaß mit dem Odeon einen Laden, der hier in München gerade schwer angesagt war, und in dem sich bevorzugt Schauspieler und Medienleute zusammenfanden, um sich gegenseitig oder auch nur sich selbst zu huldigen.

Es gab immer wieder Geschichten, Regisseur X oder Dramaturg Y hätte im Odeon ein Ausnahmetalent entdeckt, das sich dort mit Kellnern über Wasser hielt. Manchmal war es nur ein Ausnahmekörper mit Ausnahmetitten, aber auch der Weg durch das Bett eines bekannten Schauspielers oder erfolgreichen Regisseurs galt durchaus als probates Mittel, um bekannt zu werden und Rollen in Serien oder Filmen zu ergattern.

Die Bezahlung war miserabel, aber die Trinkgelder stimmten, denn niemand wollte dort als Geizkragen dastehen oder den Eindruck erwecken, er habe gerade kein Engagement und sei womöglich pleite.

Ich schnappte mein Tablett und ging zu den Neuankömmlingen an den Tisch. Ich hatte sie schon beim Hereinkommen erkannt: die aktuelle Stammbesetzung einer populären Krimiserie aus dem Vorabendprogramm. Am liebsten hätte ich eine Kollegin an den Tisch geschickt, aber es waren alle schon gegangen. Es war kurz vor Feierabend. Ich hatte gerade die zwei Tische abkassiert, die noch besetzt waren, und die Gäste machten bereits Anstalten zu gehen.

"Ah, unsere schöne Melina", rief Sascha, der Hauptdarsteller, "und das an einem Sonntag! Ich dachte, bei dir gilt das Motto Sonntags ... nie. " Er gackerte albern. Seine beiden Kollegen grinsten.

Du solltest mit dem Koks wirklich kürzertreten, dachte ich. Am liebsten hätte ich es ihm mitten ins Gesicht gesagt, aber dann wäre ich meinen Job sofort los gewesen. Mit dem Scherz hatte er mich schon bei unseren gemeinsamen Dreharbeiten genervt, als ich vor einem halben Jahr mal fünf Drehtage in einer Episode dieser Serie gehabt hatte, als Mutter eines kindlichen Mordopfers, die sich blutig am Mörder rächte.

Zuerst war er richtig nett gewesen, vermutlich hatte er sich Chancen bei mir ausgerechnet. Er war ein Schürzenjäger, der zu viel kokste und jede weibliche Gastrolle in der Serie umgehend in seinem Wohnwagen am Set flachlegte. Aber das habe ich erst später erfahren. Er hatte mich nach meinem ungewöhnlichen Namen gefragt und gemeint, Melina Miller klinge wie ein Künstlername. Kein Wunder, denn sein Name, Sascha Gogol, war so unecht wie seine Zähne. In Wirklichkeit hieß er Karl-Heinz Schütrumpf, kaum geeignet für einen jungen, dynamischen Fernsehkommissar. Und ich dumme Kuh hatte ihm prompt von meinen Eltern erzählt, Gudrun und Horst Miller, deren Lieblingsfilm damals Sonntags ... nie mit Melina Mercouri gewesen war. Von da an hatte ich mir täglich Anzüglichkeiten anhören müssen, in denen Hafennut

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