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Gestrandet Liebesgeschichte von Sturm, Sima G. (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 05.03.2019
  • Verlag: édition el!es
eBook (ePUB)
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Gestrandet

Erholung am Meer - so stellt Bea sich ihren Urlaub auf einem Campingplatz an der Ostsee vor. Bereits kurz nach ihrer Ankunft lernt sie die reizende Melanie kennen, die ihr beim Zeltaufbau hilft. Bea fühlt sich sofort zu Mel hingezogen, und das scheint auch auf Gegenseitigkeit zu beruhen. Doch Mel ist offensichtlich mit Katrin liiert, und das rothaarige Biest macht Bea sofort klar, was sie von ihr und ihrer Anwesenheit hält - nämlich nichts. Bea will sich nicht in Mels und Katrins Beziehung einmischen, aber beim Tanzen auf der Strandparty und einem anschließenden Mondscheinbad im Meer kommen sich Mel und Bea gefährlich näher ...

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 76
    Erscheinungsdatum: 05.03.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783956092800
    Verlag: édition el!es
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Gestrandet

1

"B rauchst du vielleicht Hilfe?"

Überrascht blickte Bea auf. Sie war vor nicht mal einer halben Stunde auf dem Campingplatz in Markgrafenheide angekommen und hatte gerade erst das Innenzelt auf dem Boden ausgebreitet. "Nein, danke", erwiderte sie lächelnd. "Ich schaff das schon."

Wie zur Bestätigung hielt sie einen Metallhering in die Höhe und nickte der jungen Frau, die sie angesprochen hatte, zu. Ein kurzer Blick Richtung Himmel riet ihr, sich mit dem Aufbau zu beeilen, ehe der Wind noch mehr auffrischte und es womöglich noch zu regnen anfing. Also schob sie den Haken schnell durch die Öse und rammte ihn in den Waldboden.

Als sie wieder aufschaute, bemerkte sie, dass die andere sich nun ebenfalls einen der Haken gegriffen hatte und ihn mit fachkundiger Geschicklichkeit im Erdreich versenkte. Schon ging sie zur nächsten Ecke über.

"Du musst das nicht tun." Bea griff nach einer Zeltstange und faltete sie auseinander. "So groß ist das Zelt ja nicht."

"Mach ich gern." Zwei grüne Augen blinzelten sie freundlich an.

Nur zwei bis vier Prozent der Weltbevölkerung besaßen diese seltene Augenfarbe. Das hatte Bea mal irgendwo gelesen. Damals hatte sie es einfach nur als Information aufgefasst, aber jetzt auf einmal erschien es ihr auf eine ganz andere Art bedeutsam. Grüne Augen strahlten anscheinend intensiver als jede andere Farbe. Oder bildete sie sich das nur ein?

Hastig wandte sie sich wieder ihrer Zeltstange zu. Das war jetzt sicherer. Bevor ihr hier trotz der inzwischen frischen Brise noch heiß wurde . . .

"Ähm, danke . . .", murmelte sie dabei.

"Aber klar." Wie selbstverständlich stellte sich die Frau ihr nun quer gegenüber, und im Nu hatten sie das kleine Iglu-Zelt aufgebaut.

"So, ich glaube, das steht bombenfest." Lächelnd ging Bea um das Iglu herum. "Danke noch mal." Sie reichte der Frau die Hand. "Bea."

"Nichts zu danken." Die andere nahm ihre Hand und drückte sie fest. "Mel."

"Melanie?", fragte Bea, da der Wind böiger wurde und sie das Gefühl hatte, er könnte einen Teil des Namens verschluckt haben.

"Mel reicht." Sie lächelte verschmitzt.

Einen Moment lang konnte Bea sich nicht von diesem Lächeln lösen. Kleine Sommersprossen auf der Nase machten es noch hinreißender, und der lockere Pferdeschwanz, der Mels lange braune Haare im Zaum hielt, wippte fast unwiderstehlich dazu.

Bist du bescheuert? dachte Bea. Kaum angekommen, und die erste Frau, die du siehst, haut dich gleich um?

Dennoch konnte sie es nicht verhindern, dass ein wohliges Gefühl sie durchströmte. Nicht nur wohlig, sondern geradezu elektrisierend. Kleine Stiche prickelten durch ihre Handfläche, verbreiteten sich in ihren ganzen Arm.

Wild ablehnend schüttelte sie den Kopf. Das war sicher nur das Gewitter, das aufzog. Dann war die Luft ja oft wie voller sprühender Funken.

"Der Name gefällt dir nicht?" Mels Hand lag immer noch in ihrer, und sie schaute Bea etwas irritiert an.

"Nein. Nein." Endlich konnte Bea die Berührung beenden und hatte das Gefühl, sie würde ihre Hand nie mehr so gebrauchen können, wie sie das gewöhnt war. "Ich meine, ja, ja natürlich gefällt er mir." Sie lächelte entschuldigend. "Er gefällt mir sogar sehr."

Das war zu viel, Bea. Kannst du dich denn überhaupt nicht beherrschen?

Sie räusperte sich. "Brauchst du vielleicht auch Hilfe beim Aufbau? Dann könnte ich mich revanchieren."

Es war höchst unwahrscheinlich, dass Mel Hilfe brauchte, das wusste sie selbst. Vermutlich war sie schon viel länger hier auf dem Campingplatz als Bea, und ihr Zelt stand wie eine Eins - bei Mels Fähigkeiten. Aber Bea fiel einfach nichts Gescheiteres ein. Ihr Kopf arbeitete auf einmal nicht sehr gut. Woran das wohl lag?

"Nein, die Hilfe käme jetzt zu spät." Mel lachte, und Bea sank fast in die Knie, weil dieses Lachen

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