text.skipToContent text.skipToNavigation
background-image

Gib mir deinen Ex, ich geb dir meinen Roman von Woods, Eva (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 20.11.2017
  • Verlag: Blanvalet
eBook (ePUB)
6,99 €
inkl. gesetzl. MwSt.
Sofort per Download lieferbar

Online verfügbar

Gib mir deinen Ex, ich geb dir meinen

Ist das Liebe, oder kann der weg? Dating ist nicht einfach, vor allem, wenn du nur Lügner, komische Käuze, Männer, die Superman-Unterhosen tragen, oder noch bei ihrer Mutter leben, triffst. Warum also nicht mit jemandem ausgehen, der schon "getestet und für ok befunden" wurde? Nur weil der Typ nichts für deine Freundin war, heißt das ja nicht, dass er für dich nicht der Richtige sein kann. Marnies Plan: Zeig mir deinen Ex, ich zeig dir meinen, und sie denkt gleich für ihre drei besten Freundinnen Helen, Rosa und Ani mit, die alle auch auf der Suche nach dem perfekten Mann sind - und schon ist es geboren, das Projekt "Ex-Factor" ... Eva Woods wuchs in Nordirland auf, verließ ihre Heimat nach der Schule jedoch und ging zum Studieren nach Oxford. Nach ihrem Abschluss lebte sie einige Zeit in Frankreich und China, kehrte dann aber nach London zurück, wo sie nun schreibt und Creative Writing unterrichtet. Sie liebt Wein, Popmusik und Urlaub, und sie ist sich sicher, dass Onlinedating das schlechteste Spiel ist, das je erfunden wurde.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 20.11.2017
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783641176884
    Verlag: Blanvalet
    Originaltitel: The Ex-Factor
Weiterlesen weniger lesen

Gib mir deinen Ex, ich geb dir meinen

Kapitel 1

Gestörte Routine

Helen

Wie viele Nachrichten bekommt man an einem durchschnittlichen Tag? Wie viele E-Mails, Facebook-Benachrichtigungen, Tweets? Die meisten sind sofort vergessen - die Freundinnen, die wegen ihrem Gewicht durchdrehen oder weil ihr Boss sie auf Facebook entdeckt hat (wie ironisch), der Werbenewsletter, den man seit Ewigkeiten abbestellen wollte, Bilder von einem Promi-Frühstück auf Instagram.

Doch manchmal bekommt man auch eine Nachricht, die mehr ist als das. Diese Nachricht sagt zunächst womöglich nichts Besonderes aus. Zuerst ignoriert man sie vielleicht, dreht sich um und schläft weiter, lässt das Handy zurück in die Tasche fallen und vergisst sie. Aber obwohl man es zu jenem Zeitpunkt noch nicht wissen kann, ist diese Nachricht der Beginn von etwas, das das eigene Leben für immer verändern wird. Natürlich, mindestens 99,99999 Prozent aller digitalen Benachrichtigungen sind absoluter Müll, aber man kann sich nie sicher sein.

Helen wurde vom Summen ihres Handys geweckt. Sie setzte sich kerzengerade in ihrem Bett auf und tastete blind auf dem Nachttisch herum, zwischen der Fernbedienung für den Fernseher, der für die Jalousien, den Tempos, der Handcreme und dem gerahmten Foto ihres Katers. Die Dinge in ihrer Wohnung fügten sich zu einer Mischung, die irgendwo zwischen NASA -Kontrollraum und der Pinterest-Wand einer Ü-40-Jungfer lag.

Sie starrte blinzelnd auf das Handy. Las die Nachricht noch einmal. Stieß ein kleines "Huch" in Richtung der leeren Bettseite neben sich aus, dann sah sie auf die Digitalanzeige ihres Weckers. 7:45 Uhr. Nur eine zutiefst selbstsüchtige Person würde einer Freiberuflerin zu dieser unchristlichen Zeit eine SMS schicken. Doch die Nachricht leuchtete hartnäckig auf dem Display und brannte sich in ihre Netzhaut. Ihr erster Gedanke war: Sie ist zurück. Hallo, Marnie. Tschüss, gesunder Schlaf. Ihr zweiter Gedanke war: Heilige Scheiße! Sie ist zurück! Ein undefinierbares Gefühl flackerte in ihr auf und verflog wieder. Eine Mischung aus Aufregung, Nervosität und noch etwas anderem, das sie nicht richtig einordnen konnte. Dann löste sie sich aus ihrer Erstarrung und begann umgehend damit, Bars und Restaurants zu googeln - und Detoxbehandlungen.

Es heißt, ein Freund, der einen als Menschen nicht verändert, ist kein echter Freund, sondern nur ein guter Bekannter. Helen hätte der Redensart noch eins hinzuzufügen gehabt: Eine Freundin, die einem nicht ständig das Gefühl gibt, man wäre gerade dabei, in eine Achterbahn zu steigen - aufgeregt, verängstigt und mit dem Hauch einer Chance, sich eine ernsthafte Verletzung zuzuziehen -, ist keine echte Freundin.

Sie stand um Punkt acht Uhr auf - noch bestand keine Notwendigkeit, an ihren Gewohnheiten zu rütteln - und begann mit ihrer morgendlichen Routine. Es war Dienstag, also wusch sie sich die Haare, benutzte Zahnseide und rasier te sich die Beine. Sie trug eine tief pflegende Gesichtsmaske auf, stellte den Wecker auf exakt vier Minuten und verbrachte die Einwirkzeit damit, ihr gerötetes Gesicht im Spiegel zu betrachten und einen meditativen Sprechgesang anzustimmen: "Ich bin erfolgreich. Ich bin glücklich. Mir geht es gut allein." Nicht dass sie diese selbstbekräftigende Aussage son derlich überzeugte - sie fühlte sich weder besonders erfolgreich noch wirklich glücklich, aber dafür definitiv ziemlich allein.

Sie putzte die Dusche und besprühte die Oberflächen mit Glanzspray, wischte rasch das Waschbecken aus und sammelte die Handtücher und Bettbezüge ein, um sie in die Waschmaschine zu werfen, so wie sie es jede Woche tat. Dann brühte sie einen Kaffee in ihrer Chambord-Kanne auf, die blitzeblank neben dem Spülbecken stand, wo sie sie am Vorabend zum Abtropfen stehen gelassen hatte, kochte sich ein Fünfminutenei, stellte den Toaster auf drei Minuten und schob zwei Brotscheiben hinein. Und die ganze Zeit über schaut

Weiterlesen weniger lesen

Kundenbewertungen