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Grace Valley - Im Glanz des Abendsterns von Carr, Robyn (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.09.2014
  • Verlag: MIRA Taschenbuch
eBook (ePUB)
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Grace Valley - Im Glanz des Abendsterns

Lange hätte sie es nicht mehr verstecken können: Dr. June Hudson ist schwanger. Und so strahlt sie mit der Sonne um die Wette, die warm auf die schneebedeckten Berge von Grace Valley scheint. Bald schon wird ihr Traum von einer gemeinsamen Familie mit ihrer großen Liebe Jim wahr werden. Aber das ist nicht das einzige aufregende Thema. Im Tal wird wild darüber spekuliert, wer der heimliche Romeo ist, den Junes Tante Myrna verbirgt. Und was hat es mit dem Poker spielenden Pastor der Gemeinde auf sich? All diese Fragen sind jedoch schnell vergessen, als Jims Vergangenheit sein neues Leben mit June bedroht - denn für die Dorfbewohner steht das Glück ihrer geliebten Ärztin immer an erster Stelle. Als Robyn Carr mit Ende Zwanzig ihrem Ehemann zu seinen Einsätzen als Air Force Helikopterpilot folgte, konnte sie ihren eigentlichen Beruf als Krankenschwester nicht mehr ausüben. So begann sie erst zu lesen, und dann selber zu schreiben. Inzwischen sind von der erfolgreichen Bestsellerautorin und Mutter von zwei Kindern über fünfundzwanzig Romances erschienen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 304
    Erscheinungsdatum: 10.09.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783956493607
    Verlag: MIRA Taschenbuch
    Größe: 684 kBytes
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Grace Valley - Im Glanz des Abendsterns

1. KAPITEL

D r. June Hudson erwachte, weil das Telefon klingelte. Es war stockdunkel draußen, und als sie sich auf die Seite drehte und auf den Wecker sah, war es Viertel nach sechs. Sie hatte wohl verschlafen. "June Hudson", meldete sie sich.

"Wer war dieser Mann?", fragte ihre vierundachtzigjährige Tante Myrna.

June schaute neben sich. Da lag er. Jim. Der gerade ausgiebig gähnte und sich den Oberkörper rieb. Es war also kein Traum gewesen. Er war hier, bei ihr, leibhaftig, nachdem er so lange fort gewesen war.

Tante Myrna war nicht die Einzige, die keinen Schimmer von Junes geheimem Freund gehabt hatte. Bis auf wenige Eingeweihte hatte niemand in der Stadt etwas geahnt. June bereitete sich auf einen Erklärungsmarathon vor.

"Sein Name ist Jim, und ich stelle ihn dir vor, sobald sich die Gelegenheit bietet, Tante Myrna. Vielleicht schon heute Vormittag. Du wirst ihn mögen."

"Wo kommt er her? Was macht er?"

Das weiß ich auch nicht so genau, dachte June. "Später, meine Liebe. Zu viele Details. Und jetzt muss ich erst mal aufstehen und zur Arbeit fahren. Bis dann."

Sie legte das Telefon zurück auf den Nachttisch, blickte zu Jim hinüber, schüttelte den Kopf und seufzte lächelnd. Erneut schrillte das Telefon. "Ich habe keinen Notdienst", erklärte sie. "Soll der Anrufbeantworter drangehen."

Amüsiert zog Jim eine Augenbraue hoch. "Zu viele Details?", zitierte er sie.

"Ja, und vermutlich müssen wir sie alle erfinden." June sprang aus dem Bett. Sie war nackt. "Ich dusche jetzt. Würdest du bitte den Anrufbeantworter abhören? Falls ein Kollege einen medizinischen Rat benötigt, bring mir das Telefon rüber. In Ordnung?"

Aus der Küche ertönte die Stimme von Junes Vater. Instinktiv griff June nach dem Bettlaken und schlang es um sich. Elmer Hudson war einer der wenigen, den sie von Jim erzählt hatte, allerdings auch nicht alles. "Damit hast du wohl in ein Wespennest gestochen", sagte Elmer und lachte keuchend. "Ich glaube, ich trinke heute Morgen meinen Kaffee bei George im Café. Mal gucken, was ich da zu hören bekomme."

"Er ist schon ein Original", bemerkte Jim.

"Ein Lacher pro Minute." June schnitt eine Grimasse. "Vielleicht fällt dir ja eine gute Geschichte ein, während ich unter der Dusche bin."

Sie wartete, bis das Wasser warm geworden war, und betrachtete sich im Spiegel. Ihre Taille verschwand bereits langsam.

Noch vor einem Jahr war sie Single gewesen und weit und breit kein Mann in Sicht. Vor sechs Monaten hatte sie Jim kennengelernt und dennoch weiterhin geglaubt, sie würde kinderlos bleiben. Doch dann war es mit Jim ernst geworden, und während einer emotionalen Verabschiedung hatten sie sich ihre Liebe geschworen. Und vor zwei Wochen war ihr Bauch noch ziemlich flach gewesen, aber ab dem Moment, als sie erfuhr, dass sie schon im vierten, fünften Monat war, schien sie auseinanderzugehen wie ein Hefeteig. Mittlerweile war Jim zurückgekehrt - hoffentlich, um endgültig zu bleiben -, und ihre Schwangerschaft war nicht mehr zu übersehen. Sie hatte bereits ein kleines Bäuchlein.

Am Abend zuvor war sie auf dem großen Herbstfest in der Stadt gewesen, und während sie sich auf der Feier amüsierte, stand er plötzlich vor ihr. Ab da hatte es nur noch sie beide gegeben. Die anderen Leute, das Fest - alles um sie herum war vergessen, sobald sie einander in die Arme fielen und sich küssten. Und anschließend waren sie schnell verschwunden, ohne sich zu verabschieden. Doch natürlich war Jims Auftauchen nicht unbemerkt geblieben - halb Grace Valley hatte sie bei ihrer stürmischen Begrüßung beobachtet.

Schon wieder klingelte das Telefon. June hätte klar sein müssen, dass die halbe Stadt heute versuchen würde, sie zu erreichen, um herauszufinden, wer der mysteriöse Fremde an ihrer Seite war. Wahrscheinlich konnte sie froh sein, dass sich nicht noch am Abend die ersten neugierigen Anrufer gemeld

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