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Heißkalte Glut von Howard, Linda (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 30.09.2019
  • Verlag: beHEARTBEAT
eBook (ePUB)
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Heißkalte Glut

Was ist damals wirklich geschehen? Faith Devlin kehrt in ihre Heimatstadt Prescott zurück. Sie will den Bewohnern beweisen, dass aus ihr etwas geworden ist. Allen voran Gray Rouillard, der damals dafür verantwortlich war, dass sie die Stadt verlassen musste. Denn Faiths Mutter - eine stadtbekannte Hure - war die Geliebte von Grays Vater. Beide verschwanden eines nachts vor zwölf Jahren plötzlich, und der Skandal wurde öffentlich. Bis heute weiß niemand, was damals wirklich geschehen ist. Faith versucht der Sache auf den Grund zu gehen. Aber Gray, der nie wieder etwas mit der Familie Devlin zu tun haben wollte, ist gar nicht begeistert von Faiths Schnüffelei. Er versucht alles, um sie loszuwerden. Doch gleichzeitig fühlt er sich auch unwiderstehlich von ihr angezogen. Eine hochexplosive Mischung ... Jetzt erstmals als eBook. Weitere Titel von Linda Howard bei beHEARTBEAT u. a. 'Mordgeflüster', 'Ein tödlicher Verehrer', 'Auch Engel mögen's heiß'. eBooks von beHEARTBEAT - Herzklopfen garantiert.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 416
    Erscheinungsdatum: 30.09.2019
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783732583423
    Verlag: beHEARTBEAT
    Größe: 1232 kBytes
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Heißkalte Glut

1

Der Tag war wie zum Träumen geschaffen. Es war bereits später Nachmittag, und die Sonne warf lange Schatten, wo sie durch das dichte Unterholz hindurchscheinen konnte. Hauptsächlich jedoch verfing sich das schimmernde Sonnenlicht in den Baumkronen, wodurch der Wald in geheimnisvolles Dämmerlicht getaucht war. Die heiße, schwüle Sommerluft war von dem süßen Duft wilder Kirschen durchtränkt, dem eine Note des erdigen Geruchs faulender Blätter und der Duft frischen grünen Blattwerks beigemischt war. Seit jeher schon hatten Gerüche für Faith Devlin ihre eigenen Farben gehabt. Bereits als kleines Mädchen hatte sie sich gerne damit beschäftigt, die sie umgebenden Düfte in Gedanken zu kolorieren.

Die meisten Farben hingen dabei vom Aussehen einer Sache ab. Erde roch selbstverständlich braun, und der frische Geruch grünen Blattwerks korrespondierte mit der Farbe Grün. Pampelmusen dagegen dufteten grellgelb. Sie hatte zwar noch nie eine Pampelmuse gegessen, hatte in einem Laden aber einmal eine in der Hand gehalten und vorsichtig an der Schale gerochen. Der zugleich süße wie auch säuerliche Duft hatte ihre Geschmacksnerven überwältigt.

Gegenstände farblich zu bestimmen war einfach. Einen Menschen jedoch einer bestimmten Farbe zuzuordnen war schon viel schwieriger, denn Menschen waren niemals nur von einer Farbe, sondern bestanden aus einer Mischung mehrerer Farbtöne. Farben hatten bei der Geruchsbestimmung von Gegenständen nicht dieselbe Bedeutung, wie dies bei Menschen der Fall war. Ihre Mutter, Renee, entsprach einem dunklen, würzigen Rotton, der mit ein paar schwarzen und gelben Tupfen gesprenkelt war. Das würzige Rot jedoch dominierte alle anderen Farben. Gelb war gut für Gegenstände, hatte jedoch nicht dieselbe positive Besetzung, wenn es auf Menschen zutraf. Mit Grün verhielt es sich genauso, jedenfalls bei den meisten seiner Schattierungen. Ihr Vater, Amos, war eine Übelkeit erregende Mischung aus Grün, Lila, Gelb und Schwarz. Das war einfach zu bestimmen gewesen, denn seit ihrer frühesten Kindheit hatte sie ihn mit Erbrochenem assoziiert. Trinken und sich übergeben, wieder trinken und sich wieder übergeben, das war alles, was Papa machte. Und pinkeln natürlich, und zwar reichlich.

Der schönste Geruch auf Erden, dachte Faith, während sie durch den Wald streifte und zum Sonnenlicht in den Baumwipfeln hinaufschaute, ist der Duft von Gray Rouillard. Faith lebte fast ausschließlich für die wenigen Blicke, die sie in der Stadt von ihm erhaschen konnte. Wenn sie nah genug an ihn herankam, um seine tiefe, dunkle Stimme zu hören, zitterte sie vor Freude. Heute war sie ihm sogar nah genug gekommen, um ihn zu riechen! Und er hatte sie endlich einmal berührt! Ihr war immer noch ganz schwindelig davon.

In Prescott hatte sie mit ihrer älteren Schwester Jodie eine Drogerie betreten, weil Jodie aus Renees Portemonnaie ein paar Dollar geklaut hatte und sich davon Nagellack kaufen wollte. Jodies Geruch war orange und gelb, ein blasser Abklatsch von Renees Duft. Sie waren aus der Drogerie gekommen, und Jodie hatte den kostbaren Nagellack in ihrem Büstenhalter versteckt, damit Renee ihn nicht entdeckte. Jodie trug bereits seit drei Jahren einen Büstenhalter, obwohl sie erst dreizehn Jahre alt war. Eine Tatsache, die Faith jedes Mal ärgerte, wenn sie daran dachte. Denn Faith war schon elf und hatte immer noch keine Brüste. Vor kurzem hatten ihre kindlich kleinen Knospen zu sprießen begonnen, was ihr jedoch eher peinlich war. Unter ihrem lila LSU-T-Shirt war sie sich ihres entstehenden Busens nur zu bewusst. Als sie jedoch beim Verlassen der Drogerie fast mit Gray zusammengestoßen waren, hatte Faith vollkommen vergessen, wie dünn ihr T-Shirt war.

"Hübsches Hemd", hatte Gray bemerkt, wobei seine dunklen Augen belustigt funkelten. Dann hatte er ihr auf die Schulter geklopft. Gray verbrachte in diesem Sommer die Collegeferien der Louisiana State University zu Hause. Er

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