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Herz über Board 2: Mein Winter mit Lin Liebesroman von Müller, Sina (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.11.2018
  • Verlag: Amrûn Verlag
eBook (ePUB)

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Herz über Board 2: Mein Winter mit Lin

Winter. Nach dem romantischen Sommer auf Sardinien freuen sich Lin und Jonah auf ein Wiedersehen im Schnee. In einer kleinen Hütte in den Bergen wollen sie zusammen mit ihren Freunden snowboarden, Musik hören und die gemeinsame Zeit in vollen Zügen genießen. Doch schneller als erwartet wirft die Vergangenheit ihre Schatten auf die Beziehung, und sie müssen sich die alles entscheidende Frage stellen: War ihre Liebe je mehr als nur ein Urlaubsflirt?

Nach 'Mein Sommer mit Jonah' das winterliche Finale der 'Herz über Board'-Dilogie.

Viele Autoren fingen früh zu schreiben an. So auch Sina Müller, die mit Vorliebe Spickzettel schrieb und kurze Nachrichte an ihre Freundinnen im Unterricht hin und her schickte. Mit dem belletristischen Schreiben sollte es aber erst später losgehen. Während ihrer Arbeit im Marketing, entdeckte sie ihre Liebe zum Schreiben. Doch die Werbetexterei bietet nur beschränkt Raum für all die Geschichten, die erzählt werden wollen.

Neben der Familie, dem Arbeiten und dem Leben als Autorin, verschlingt sie Bücher, tanzt leidenschaftlich gerne auf Konzerten, klettert und genießt das Leben in vollen Zügen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: none
    Seitenzahl: 404
    Erscheinungsdatum: 10.11.2018
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958695757
    Verlag: Amrûn Verlag
    Serie: Herz über Board .2
    Größe: 1075 kBytes
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Herz über Board 2: Mein Winter mit Lin

LiN

"Brauchst du das Haarspray noch?" Emilia streckt ungeduldig ihre Hand nach der Dose aus, die vor mir auf dem kleinen Pult steht. Ich werfe einen Blick auf meine Frisur. Ich sehe wie eine Vogelscheuche aus, dabei werde ich in gut einer Stunde ein Äffchen aus König Louis' Hofstaat aus dem Dschungelbuch mimen.

Wortlos gebe ich meiner Freundin die goldene Spraydose und mache mich stattdessen daran, die dunkelbraune Grundierung auf meine Haut aufzutragen. Emilia ist mit ihrem Outfit schon wesentlich weiter. Sie hat noch nicht so viel Bühnenerfahrung wie ich und ist entsprechend nervös. In Momenten wie diesem bin ich dankbar für die Zeit, die ich im Aquamarina , dem wahrscheinlich angesagtesten Campingclub auf Sardinien, verbringen durfte. Dort konnte ich Erfahrungen sammeln, nicht nur für das Leben und in der Liebe, sondern besonders auch auf der Bühne. Dank der vielen Abendshows, die ich als Animateurin mitgestaltet habe, verfüge ich nun über eine gewisse Routine und weiß, dass mir noch jede Menge Zeit bleibt, bis ich auftreten muss. Ich seufze. Zu gerne wäre ich nun in Barisardo und würde mich mit Jonah und dem Rest der Crew auf unseren Auftritt vorbereiten. Mir fehlen meine Freunde. Das Lachen. Die Unbeschwertheit.

Aber vor allem fehlt mir Jonah.

Wir telefonieren fast täglich. Schreiben uns, so oft es die Zeit zulässt. Sogar Briefe habe ich von ihm bekommen. Doch all das kann wirkliche Nähe nicht ersetzen. Ich sehne mich nach seinen Blicken, die mich gefangen nehmen. Nach seinen zärtlichen Berührungen, die mich erschaudern lassen. Seinem Geruch, der mir dieses berauschende Gefühl der Geborgenheit schenkt. Aber vor allem vermisse ich das Gefühl, vollständig zu sein, denn ein Teil meines Herzens ist bei ihm geblieben. Auf Sardinien.

"Lin!" Emilia schnippt vor meinem Gesicht herum, um meine Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen. "Träumst du schon wieder von gut gebauten Männern?"

"Nur von einem", gebe ich wehmütig zu und ziehe einen Mundwinkel hoch. Ich kann nichts dagegen tun, dass sich Bilder in meinem Kopf auftun. Unheimlich schöne Bilder. Bilder, die sich in einem sexy Surfer-Kalender gut machen würden und (zugegeben) nicht ganz jugendfrei sind. Ich grinse dümmlich.

"In ein paar Tagen hast du es ja geschafft. Holt er dich am Flughafen ab?" Sie zupft weiter an ihrer Frisur herum und betrachtet sich prüfend im Spiegel. Ich bin noch immer nicht ganz bereit für die Realität und träume weiter von schwarzen Haaren, den schönsten blauen Augen, die ich je gesehen habe, von karamellfarbener Haut, die sich unaufdringlich über astreine Muskeln spannt. Gedankenversunken reiche ich Emilia die Spraydose, die sie noch braucht, um ihre blonden Haare an die der Affenherde anzugleichen.

"Gott, Lin! Was soll ich denn mit Glitzerhaarspray?" Emilia schüttelt verständnislos über mein Versehen den Kopf und beugt sich über mich, um sich die Haarfarbe zu holen.

"Soll doch eine Überraschung werden!" Beim Gedanken daran, dass ich in wenigen Tagen nach Sardinien fliegen werde, wird mir ganz warm ums Herz. Aufgeregt rutsche ich auf dem Plastikstuhl hin und her und widme mich wieder meiner Maske. Mein Herz pocht auf einmal ganz schnell, und die Muskeln in meinem Gesicht wollen mir einfach nicht gehorchen. So wird das nichts mit der Schminke.

"Die Sache mit London auch?" Emilia dreht ihren Kopf und zieht die Augenbrauen fragend hoch.

Sofort gefriert das Lächeln auf meinen Lippen, und das schlechte Gewissen ist zum Greifen nah. Jonah weiß nichts von meinen Telefonaten mit Adrian. Und auch nichts davon, dass ich nach den Weihnachtsferien nicht mehr an die Stage School zurückkehren werde. Ich kenne Jonahs Einstellung zu dem Thema. Er würde mir nie im Weg stehen, allerdings glaubt er mir nicht, dass das Gesangsstudium genau das ist, was ich tun möchte. Er will, dass ich glücklich werde, und da ich von kle

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