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Herz aus Grün und Silber Roman von Linnhe, Stephanie (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.10.2014
  • Verlag: Forever
eBook (ePUB)
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Herz aus Grün und Silber

FINALIST DEUTSCHER PHANTASTIKPREIS 2015 FINALIST LOVELYBOOKS-LESERPREIS 2014 Das Leben der australischen Studentin Naya Green gleicht einem Albtraum: Nachts träumt sie von Schlangen, ein Tier verirrt sich in das Auto ihrer Cousine und sogar in ihr Zimmer. Was ihre Eltern für Halluzinationen halten, bereitet Naya schlaflose Nächte. Als sie von Amelia Steer kontaktiert wird, die auf ihrer Farm Hilfe für junge Frauen mit traumatischen Erlebnissen anbietet, scheint das die ideale Lösung zu sein. In dem kleinen Ort Meelah trifft Naya nicht nur auf den attraktiven Chase, der seine eigenen Geheimnisse hütet. Sie findet auch heraus, dass es mehr zwischen Himmel und Erde gibt, als sie jemals geahnt hat. Und dass manche Kriege zu alt sind, um zwischen den Fronten zu bestehen. Leserstimmen: "Romance und Fantasy vom Feinsten. Die Liebesgeschichte ist einfach schön, ohne dabei zu kitschig zu wirken." (Sonja, Amazon,de) "Fantasy für's Herz" (Alanya, Amazon.de) "Spannend und mal etwas anderes als Vampire,Werwölfe und Co!! Ich konnte es kaum aus der Hand geben." (Stephanie Ertli, Amazon.de)
"Ein Fantasyroman, der alles hat, was man sich nur wünschen kann. Ein tolles Buch!" (Sonjalein1985, Lovelybooks) "Die Geschichte ist toll und bildliche erzählt. Ich mag den Schreibstil sehr und freue mich auf mehr!" (IrisVill, Lovelybooks) Stephanie Linnhe wuchs im nördlichen Ruhrgebiet auf. Nach dem Publizistikstudium ging sie für ein Jahr nach Australien und arbeitete als Story Writer sowie als Tourguide mit Schwerpunkt in Sydney. Zurück in Europa, führten Projekte sie in die Schweiz und nach England, bis sie 2008 in die Welt der Computerspiele eintauchte. Seitdem kümmert sie sich um die Texte eines Karlsruher Onlinespiel-Anbieters, schreibt nebenher für Zeitungen und Zeitschriften, mischt hin und wieder bei Filmdokumentationen mit und versucht, das alles mit permanenter Reisewut zu vereinen.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 448
    Erscheinungsdatum: 10.10.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783958180154
    Verlag: Forever
    Größe: 3735 kBytes
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Herz aus Grün und Silber

Sydney, Gegenwart
1

Nichts ist im Verstand, was nicht zuvor in der Wahrnehmung wäre.
(Thomas von Aquin)

Die Lichter des Krankenwagens tauchten die Umgebung in einen Pulsschlag aus Blau und Rot und ließen Einzelheiten für kurze Momente sichtbar werden: Straße, Menschen, Fahrzeuge, Füße.

Naya drückte ihr Kinn fester auf die Knie und starrte auf ihre nackten Zehen. Blut hatte sich unter die Nägel gegraben und sie in die einer Toten verwandelt: Halbmonde, die im Dunkel der Nacht verschwanden, um dann aufzutauchen, wieder und wieder. Immerhin war der Anblick ihrer Füße vertraut, anders als die raue Decke, die ihr ein Sanitäter um die Schultern gelegt hatte. Der grobe Stoff roch muffig, nach Staub und Fabrik. Er verlieh ihr nicht den erhofften Kokon aus Wärme und Geborgenheit, sondern isolierte sie auf seltsame Weise von dem Ameisenhaufen an Polizei, Männern der Ambulanz von New South Wales und Schaulustigen, die sich auf der gegenüberliegenden Straßenseite bemühten, so diskret wie möglich herüberzustarren. Irgendwo lagen ihre Schuhe.

Neben ihr setzte ein Scheppern und Knirschen ein: Claires Auto wurde abgeschleppt. Naya sah nicht hin, stellte sich aber die Dellen in der Karosserie vor, aus den Angeln gerissene Türen und Qualm, der aus der Motorhaube des Holden Camira kroch. Nach dem Unfall hatte ein Mann in Schutzkleidung sie hinausgezogen und über die Straße getragen. Sie hatte nicht zurückgeblickt, doch in ihrer Vorstellung musste jeder Wagen, der sich mehrmals überschlug, aussehen, als hätte die Faust eines Riesen ihn zerquetschen wollen.

Seltsamerweise ängstigte auch dieses Bild sie nicht, und so schob sie es zur Seite. Ihre Gedanken wanderten weiter zu Claire. Ihre Cousine saß eine Armlänge entfernt neben ihr und war ebenfalls in eine Decke gehüllt. Sie hatte die Augen geschlossen, der Kopf lehnte an einer Tür des Ambulanzwagens.

Naya wusste, dass sie sich bei Claire entschuldigen sollte, doch selbst dazu konnte sie sich nicht aufraffen. Ein Schleier hatte sich über die Welt gelegt. Sie wirkte wie eine Theaterinszenierung, an der Naya nicht teilnehmen wollte. Womöglich konnte sie es auch gar nicht, da ihr Kopf in den letzten Minuten - Stunden? - zu schwer geworden war, um ihn zu heben. Sie hätte es ausprobieren müssen, um die Antwort darauf zu finden, nur war sie daran nicht interessiert.

Abgesehen davon: Was sollte sie Claire sagen? Dass es ihr leidtat, einen Unfall verursacht zu haben, der sie beide das Leben hätte kosten können?

Es war nicht der so vertraute Klang ihres Namens, der sie aus ihrer Starre riss, sondern vielmehr eine Bewegung in ihrem Augenwinkel. Sie schickte eine Eisschicht unter ihre Haut, die seltsamerweise brannte.

Naya keuchte, robbte ein Stück zurück und zog ihre Zehen unter die Decke. Schweiß bildete sich in ihrem Nacken, auf den Armen und zwischen ihren Brüsten, während sie auf den Boden starrte. Doch da war nichts. Lediglich die sich noch immer drehenden Lichter der Ambulanz ließen die Schatten tanzen.

"Claire?! Naya!"

Onkel Lewis schob sich durch die Reihen der Männer und malte Risse in die Schicht aus Angst und Schrecken, schaffte es jedoch nicht, sie vollends zu zerstören. Seine Stirn lag vor Sorge in Falten, seine Lippen bildeten eine weiße Linie. Er rannte auf den Wagen zu, zog Claire in seine Arme und küsste ihren Scheitel, um sie dann von sich zu drücken und von oben bis unten mit Blicken abzutasten. Er trug Lederschuhe zu einer Jogginghose und einem weißen T-Shirt.

"Bist du verletzt? Hast du dir etwas gebrochen? Oder Kopfweh?" Er schob Claires Honiglocken beiseite und berührte ihre Schläfen, als würde er ihre Schmerzen fühlen können.

Claire schüttelte ihren Kopf. "Alles okay, Dad. Ich will nur nach Hause." Sie sah Naya nicht an.

Onkel Lewis nickte und zog die Decke wieder vor Claires Brust zusammen. Trotz der Wärme, die Sydneys Straßen

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