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Hilfe, ich hab den Prinzen verzaubert! Roman von Schneyder, Kim (eBook)

  • Erscheinungsdatum: 10.03.2014
  • Verlag: Fahrenheit
eBook (ePUB)
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Hilfe, ich hab den Prinzen verzaubert!

"Hallo, ich bin Heidi Martens. Also, dieser Abstecher nach Monaco damals war schon ziemlich verrückt, rückblickend jedoch das einzig Richtige, nachdem Robert mich mit dieser blöden Kuh betrogen hat. Aber schätzungsweise mache ich nicht als Erste die Erfahrung, dass man die besten Typen nie für sich alleine hat. Was wir da alles erlebt haben, könnte locker die Jahresausgabe eines Klatschmagazins füllen, und dass Albert dann ausgerechnet wegen mir um die Hand seiner Charlene angehalten hat, will mir bis heute niemand glauben, obwohl es sogar Zeugen dafür gibt. Aber am besten erzähle ich die Geschichte noch einmal ganz von vorn ..." Kim Schneyderverbrachte ihre Kindheit in Deutschland und in der Schweiz. Nach einer pharmazeutischen Ausbildung war sie unter anderem als Werbedesignerin, Werbetexterin und Eheberaterin tätig. Heute lebt sie mit ihrem Mann und ihrer Tochter in Österreich. Nach ihren Erfolgsbüchern "Frauen rächen besser", "Ich und er und null Verkehr", "Hilfe, ich bin reich!" , "Im Bett mit Brad Pitt" und "Hilfe, ich hab den Prinzen verzaubert!" ist "Zum Teufel mit den Millionen" ihr sechster Roman.

Produktinformationen

    Format: ePUB
    Kopierschutz: watermark
    Seitenzahl: 304
    Erscheinungsdatum: 10.03.2014
    Sprache: Deutsch
    ISBN: 9783492980722
    Verlag: Fahrenheit
    Größe: 2500 kBytes
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Hilfe, ich hab den Prinzen verzaubert!

1

München, Juni 2010

"Du hast ja gar keine Unterhose an!"

Ich komme schneller hoch als ein Knacki, der sich im Duschraum voller Lebenslänglicher nach der Seife gebückt hat, und der bunte Gummiball, den ich eben noch vor dem heranstürmenden Hündchen habe retten wollen, ist mir auf einmal vollkommen schnurz.

Der Mistkerl, der das gerade gesagt hat, hockt auf der Parkbank und studiert interessiert meine unteren Regionen. Augenblicklich schießt mir das Blut ins Gesicht. Ich bin nicht nur fassungslos, sondern auch noch reichlich verwundert, weil Situationen wie diese für einen Profi wie mich eigentlich gar kein Problem darstellen sollten. Als professionelle Persönlichkeitstrainerin kenne ich doch all die miesen kleinen Tricks, mit denen Menschen versuchen, andere weichzukochen, was nichts anderes bedeutet, als dass ich mir in solchen Situationen zu helfen weiß.

Normalerweise.

Bloß heute gestaltet sich die Lage etwas schwieriger, denn mein Gegenüber ist übergewichtig, rothaarig, sommersprossig und grenzenlos unverschämt. Und erst fünf Jahre alt.

Und er ist ein Dellbert.

Wenn man so einen Namen hört, drängt sich einem natürlich sofort die Henne-Ei-Frage auf: Haben die Eltern, als sie ihn das erste Mal erblickten, gedacht, so wie unser kleiner Liebling aussieht, müssten wir ihn eigentlich Dellbert taufen, oder haben sie ihm ohne besonderen Grund in grober Fahrlässigkeit diesen Namen verpasst, und der Kleine ist als verständliche Reaktion darauf so fies geworden?

Auf jeden Fall hätte ich gleich misstrauisch werden müssen, als mich seine Mutter – mit der ich ansonsten gar keinen Kontakt habe – am Telefon anbettelte, ob ich mich nicht für ein paar Stunden um den kleinen Racker kümmern könne. Unglücklicherweise hat sie mich zu Hause erwischt, denn auf meinem Handy hätte ich gesehen, dass sie es war, und gar nicht erst abgehoben. "Bitte, bitte, Heidi, tu mir den Gefallen, ich habe ein Date mit so einem süßen Mann, der hat den Pilotenschein und will mit mir einen Rundflug machen, das musst du dir mal vorstellen!" Und als mir nicht sofort eine passende Ausrede einfiel: "Dellbert ist auch ganz lieb, du wirst sehen, der reinste Sonnenschein."

Mann, konnte die lügen.

Ich bin einfach zu leichtgläubig gewesen, und wohl auch zu überheblich. Ich war der festen Überzeugung, dass es für eine Kommunikationstrainerin nicht weiter schwer sein könne, ein fünfjähriges Kind zu beaufsichtigen. Immerhin bin ich Expertin in Sachen Manipulation, sowohl verbal als auch nonverbal, ich zeige Managern, Rechtsanwälten und Politikern (zumindest soll das meine Klientel der Zukunft werden) Tricks und Kniffe, wie sie ihr Umfeld am besten für ihre Zwecke beeinflussen können, also sollte mir dasselbe doch wohl locker mit einem kleinen Kind gelingen, oder etwa nicht?

Das dachte ich jedenfalls – bis ich Dellbert traf. Wir hatten als Treffpunkt den Chinesischen Turm im Englischen Garten vereinbart, und anstatt zu grüßen, hat Dellbert gleich gefragt: "Hast du Kinder?"

Und ich, um ihm zu beweisen, wie sehr ich aufgeweckte Knirpse wie ihn mag: "Nein, mein Kleiner, das ist das Einzige, was mir zu meinem Glück noch fehlt."

Darauf er wieder mit einem undefinierbaren Seitenblick und einem schäbigen Grinsen: "Schade, bei dir hätten die bestimmt reichlich zu futtern."

Und dazu seine Mutter, achselzuckend und mit beschämtem Lächeln: "Kinder!"

Was heißt hier Kinder?, dachte ich verblüfft. Dellberts!

Dann hat

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